Foodfunding

  • Hat sich jemand von Euch schon mal mit den Themen Foodfunding ("Krautfunding") und solidarische Landwirtschaft im Imkereibereich beschäftigt?
    Ich selbst produziere bisher zu wenig Honig, um solche Netzwerke aufzubauen. Mein Imkereiprojekt geht jetzt aber in die Beantragungsphase und da sind diese Finanzierungs- und Vermarktungskonzepte interessant.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Moin Wolfgang,
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mein Konzept der Bienenpatenschaften deiner Idee vom Foodfounding entspricht, ich werde sie trotzdem mal beschreiben.
    Als ich vor 4 Jahren mit meiner Imkerei einen großen Sprung nach vorne machen wollte drohte es an den Kosten zu scheitern und ich kam auf die mit den Bienenpatenschaften.
    Ich habe im schon vorhandenen Kundenstamm und im Bekanntenkreis mein finanzielles Problem bei der Erweiterung geschildert und nachgefragt, ob Intresse vorhanden ist mir vorab Geld für Honig zugeben.
    Die Resonanz war erstaunlich positiv und ich habe darauf Bienenpatenschaften zu 60, 120 und 300 Euro angeboten.
    Die Paten bekommen dafür den Honig bis zu 15% unter den normalen Verkaufspreis (z.T auch geliefert) und zusätzlich je nach Patenschaft einen 2-stündigen Vortrag am Bienenstand, können mit Honig schleudern und auch bei Intresse an den Bienen mitarbeiten.
    Mittlerweile haben viele schon die 3 oder 4 Patenschaft abgeschlossen und liegen deutlich über den durchschnittlichen deutschen Honigverbrauch pro Kopf.
    Die Patenschaften bieten ich seit 2 Jahren auch auf Märkten an, wo sie gern auch als Geschenk für Leute die schon alles haben genommen wird.
    Zur Zeit habe ich 21 laufende Patenschaften und ich kann damit ca. 1/3 meines Honig vermarkten.


    Gruß Michael

  • Ja, vielen Dank. Das wäre eines der denkbaren Modelle.
    Laufen diese Patenschaften auf unbeschränkte Zeit oder immer nur für ein Jahr?
    Die Patenschaftsbeiträge sind dann Vorauszahlungen auf den gelieferten Honig oder wird der zusätzlich berechnet?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Die Patenschaften laufen unbegrenzt, was sich bei 2 Stück die schon seit 4 jahren laufen mittlerweile als ärgerlich für mich rausstellt, da sich mein Honigpreis für normale Sorten seit damals von 4 auf 5,30 Euro ohne Pfand erhöht hat.Ich muß mal über eine Inflationsbereinigung in den neuen Verträgen nachdenken.
    Ansonsten verbrauchen die Leute ihre Honigmenge in 1 bis 2 Jahren.
    Die Patenschaftsbeiträge sind im Grunde Vorrauszahlungen mit Mengenrabatt und die Vorträge etc. sind das Dankeschön für den Vertrauensvorschuss.


    Gruß Michael