Bacillus thuringiensis gegen Varroa

  • In-vitro-Empfindlichkeit von Varroa destructor und Apis mellifera, native Stämme von Bacillus thuringiensis


    Zusammenfassung


    Vierundfünfzig Bacillus-artige Stämme wurden aus toten Varroa destructor isoliert, die aus 24 Bienenvölkern von sieben Bienenständen gesammelt wurden. Die Gesamtproteine von 22 Isolaten wurden gegen erwachsene Weibchen V. destructor (100 ug / ml) ausgewertet, aber nur neun verursacht mehr als 80% Mortalität. Die LC50 von EA26.1, EA3 und EA11.3 Isolate wurden berechnet. Die virulentes Isolat war EA26.1, da 96,7% der Milben wurden 36 h nach der Behandlung getötet und die LC50 betrug 1,50 & mgr; g / mL. EA3 produziert 93,3% Milben nach 48 h Behandlung mit einem LC50-Wert von 7,1 ug / ml. Schließlich produziert EA11.3 93,3% Mortalität der MIlben nach 60 h Behandlung mit einem LC50-Wert von 22,8 pg / mL. Zusätzlich wurden die EA3 und EA26.1 Isolate verwendet werden, um die Sterblichkeit an ausgewachsenen Bienen und Larven von Arbeiterinnen von A. mellifera zu bestimmen. Als das 16S rRNA-Gen amplifiziert und sequenziert wurde, wurden die drei Stämme gefunden, die zur Spezies B. thuringiensis gehören. Die Ergebnisse zeigten, dass Honigbienen (Adulte und Larven) durch die identifizierten B. thuringiensis-Isolate nicht negativ beeinträchtigt werden, was darauf hinweist, dass sie sich erfolgreich für die biologische Kontrolle von V. destructor, ohne nachteilige Auswirkungen auf Erwachsene und Larven von A. mellifera verwendet werden können, und zur Verringerung der negativen Auswirkungen dieser Milbe auf Kolonien.


    aus: http://link.springer.com/article/10.1007/s13592-014-0288-z


    In vitro susceptibility of Varroa destructor and Apis mellifera to native strains of Bacillus thuringiensis
    Eva Vianey Alquisira-RamírezAffiliated withFacultad de Ciencias Agropecuarias, Universidad Autónoma del Estado de Morelos, José Roberto Paredes-Gonzalez, Víctor Manuel Hernández-Velázquez, José Augusto Ramírez-Trujillo, Guadalupe Peña-Chora
    Apidologie, November 2014, Volume 45, Issue 6, pp 707-718


    Sprich: einige dieser BT-Bakterien (wie sie auch gegen die Wachsmotten eingesetzt werden) eignen sich (eventuell) zur biologischen Bekämpfung der Varroa.

  • Naja, da gibt es schon ein paar Unterschiede. Es ist schon was grundverschieden anderes, wenn ich eine schon vorhandene Bazille einfach irgendwo aufsprühe - oder deren Gene in eine andere Spezies "einbaue". Das Eine ist eine biologische Anwendung. Das Andere ist das Spielen von Gott und wegen des Eingriffes in einen elementaren Grundbaustein allen Lebens außerdem "kreuzgefährlich".

  • Das Andere ist das Spielen von Gott und wegen des Eingriffes in einen elementaren Grundbaustein allen Lebens außerdem "kreuzgefährlich".


    Wusstest du dass du bei jedem Tanken von Benzin mit einem Produkt von gentechnisch veränderten Mikroorganismen in Berührung kommst?


    Ich bin da sehr zweigeteilt, allerdings spielt Genmanipulation schon eine viel größere Rolle bei uns als die meisten glauben.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Ich bin da auf dem Laufenden und sehe die Anwendung dieser Technik insgesamt sehr kritisch, weil sie nicht beherrschbar ist und elementare Lebensfunktionen allen Lebens überhaupt betrifft. Damit spielt man nicht. Risiken übersteigen den (theoretischen) Nutzen bei Weitem.


    Aber das ist eine andere Diskussion, die hier nicht hergehört. Hier geht es um stinknormale Bakterien.

  • wenn ich eine schon vorhandene Bazille einfach irgendwo aufsprühe


    Wichtig ist vielleicht noch zu sagen, dass in dem Versuch nicht die Bakterienstämme direkt verwendet wurden, sondern Protein Isolate. Es wurden von 22 verschiedenen Bacillus Thuringiensis Stämmen produzierte Proteine isoliert und diese in einer Lösung den Milben, Bienen, Bienenlarven gegeben.
    Was mich gewundert hat, die Mortalität der Milben war bei den unterschiedlichen Stämmen sehr unterschiedlich. Ein Stamm erreichte jedoch 100%.


    Ich hoffe sehr dass bald der erste Feldversuch startet


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)