Ausweisung Mehrwertsteuer auf Rechnungen

  • Werbung

    Was heisst Ur-Erzeugnisse? Und was würde nicht mehr darunter fallen?

  • Honig, Pollen, Propolis, Wachs, (Bienen) - bei Bienen bin ich mir nicht sicher.


    Jede Weiterverarbeitung, für die du Zukaufprodukte benötigst, fällt nicht mehr unter Urerzeugnis.

    Also Cremes, Walnüsse in Honig, Propolis-Tinktur usw.

    Wie das mit Kerzendochten aussieht, weiß ich nicht.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Das weiß ich nicht. Was ist mit dem Alkohol? Der muss möglicherweise korrekt auf dem Etikett angegeben werden. Vielleicht ist darauf auch noch eine Alkoholsteuer fällig.

    Gruß Ralph

  • Honig, Pollen, Propolis, Wachs, (Bienen) - bei Bienen bin ich mir nicht sicher.

    Bienen fallen auch darunter. Bei Kerzen wird es schwierig. Zwar gibt es keine eindeutigen Vorgaben der Finanzverwaltung, aber aus der Rechtsprechung lässt sich das ableiten. Für Met dürfte dann das Gleiche gelten.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Honig, Pollen, Propolis, Wachs, (Bienen) - bei Bienen bin ich mir nicht sicher.


    Jede Weiterverarbeitung, für die du Zukaufprodukte benötigst, fällt nicht mehr unter Urerzeugnis.

    Also Cremes, Walnüsse in Honig, Propolis-Tinktur usw.

    Wie das mit Kerzendochten aussieht, weiß ich nicht.

    Alles was untrennbar verbunden ist mit Deinem Honig und bei dem der Anteil der zugekauften Zusatzstoffe oder des zugekauften Honigs 25% nicht übersteigt ist noch ein landwirtschaftliches Erzeugnis, das mit dem Durchschnittsteuersatz verkauft werden darf.


    Ansonsten ist alles noch 10,7% fähig, das vom Landwirt (Imker) mit landwirtschaftlichen (imkerlichen) Erzeugnissen zu Enderzeugnissen umgewandelt wird, die den landwirtschaftlichen (imkerlichen) Charakter dabei nicht verlieren. (erste Verarbeitungsstufe)

  • Ich habe doch tatsächlich mal beim zuständigen Finanzamt nachgefragt - und demnach darf ich garkeine Rechnungen ausstellen - weder mit Mwst noch USt - nix.


    Eine Umsatzsteuernummer könnte ich natürlich nach einer Gewerbeanmeldung erhalten, muss aber natürlich eine Gewinnermittlung nach Einnahmen-Überschuss-Rechnung durchführen - nix mit pauschal oder "Nullmeldung" bei unter 30 Völkern.


    Hätte ich mal nicht nach einer Umsatzsteuernummer gefragt:rolleyes:

    Hinsichtlich der USt (im Volksmund auch MwSt genannt), bist du grundsätzlich ein sogenannter Kleinunternehmer, sofern weniger als € 17.500,-- brutto umgesetzt, also verkauft, werden.


    Meines Wissens nach, bist Du Landwirt --> kein Gewerbe(!), keine Gewerbeanmeldung!


    ....und die Angaben bzgl. Einnahmen-Überschuss-REchnung und der Pauschalen ist Ertragsrecht und kein Umsatzsteuerrecht!! ;)

  • Hinsichtlich der USt (im Volksmund auch MwSt genannt), bist du grundsätzlich ein sogenannter Kleinunternehmer, sofern weniger als € 17.500,-- brutto umgesetzt, also verkauft, werden.

    Die Kleinunternehmergrenze gilt im Fall der Durchschnittssatzbesteuerzung nicht - zumindest nicht automatisch. Man müsste erst gegenüber den Finanzamt den Verzicht auf die Durchschnittssatzbesteuerzung erklären. Macht aber natürlich keinen Sinn, weil man ohnehin keine Umsatzsteuer abführen muss.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von WFLP ()

  • Dann würde Met also auch nicht dazu zählen und müsste wie abgerechnet werden bei einem verkauf?

    Im UStAE steht:

    "Den Tätigkeiten der landwirtschaftlichen Erzeugung sind die Verarbeitungstätigkeiten gleichgestellt. Dabei ist Voraussetzung, dass der landwirtschaftliche Erzeuger im Wesentlichen aus seiner land- und forstwirtschaftlichen Produktion stammende Erzeugnisse verwendet und das Enderzeugnis seinen land- und forstwirtschaftlichen Charakter nicht verliert (sog. erste Verarbeitungsstufe)."

    Bei der Mittelwandherstellung könnt der "land- und forstwirtschaftlichen Charakter" fehlen.

    Ausführlich, aber leider nicht speziell dazu das BMF.


    Für Met müsste § 24 Abs. 1 Nr. 2 UStG gelten. Zwar erfolgt danach eine Durchschnittssatzbesteuerung. Der Steuersatz liegt hier aber bei 19% und nicht bei 10,7%.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Moinsen,


    hab mich am Wochenende noch mit einem Segelkollegen unterhalten, der zufällig ne eigene Steuerkanzlei hat. Diese ist dann auch noch spezialisiert auf Landwirtschaft. Welch ein Zufall....


    Also er hat mir bestätigt, dass wir Imker, wie im übrigen auch alle anderen Landwirte, die 10,7% MwSt. ausweisen dürfen und diese nicht an das Finanzamt abführen müssen. Er betreut z. B. einen Landwirt, der 5 Millionen Umsatz mit seiner Landwirtschaft macht. Der muss hier nix abführen!


    Aber bitte nicht mit der Einkommensteuer verwechseln. Hier muss trotzdem ab 30 Völkern was bezahlt werden!


    Gruß

    Frank