Jungvölker vereinigen - danach ein oder zwei Zargen ?

  • Hallo,


    habe dieses Jahr mit 3 Ablegern (Carnica in DNM in Liebig-Beuten) mit der Imkerei angefangen. Die Einfütterung ist nicht so gut gelaufen, da die Bienen den Futterteig nicht gut abgenommen haben, ich habe dann noch Sirup nachgefüttert und war dann erst Anfang Oktober damit fertig. Bei der Varroa-Kontrolle danach fielen auf der Windel bei allen Völkern so im die 5-10 Milben/Tag so dass ich trotz der mittlerweile herbstlichen Temperaturen noch in alle Völer den Nassenheider Professional gestellt habe mit jeweils 190ml 60%iger Ameisensäure. Die Verdunstungsmenge lag erstaunlicherweise im Soll und während der Behandlung sind reichlich Milben gefallen. So weit, so gut.


    Nun stelle ich fest, dass ein Volk dick auf 7 Waben sitzt und im Rest auch gut Futter eingelagert hat. Erscheint mir überwinterungsfähig.


    Die beiden anderen Völer sitzen momentan auf jeweils auf 5-6 Waben, haben aber auf den unbesetzten Waben kaum Futter eingelagert (eine genaue Völkerdurchsicht mit "Einheiten-Zählen" habe ich noch nicht gemacht).


    Nun meine Frage(n):
    Sollte ich die schwächeren Völker vereinigen ? Wenn ja: Dann habe ich zwar nur ein Volk, aber insgesamt ja nicht mehr Futter. Reicht das dann über den Winter ? Nochmal von unten füttern ? Und: Einfach die beiden Zargen über den Winter aufeinander gestellt lassen oder nach der Vereinigung auf eine Zarge "zusammendrücken" ?


    Vielen Dank für Eure Hilfe.


    Jörn

  • Hallo Jörn,


    vorne Weg eine Frage, was machst du? Hast du das irgendwo so gelesen, gehört das man seine Bienen so einwintert?
    Oder wurschtelst du einfach vor dich hin?
    Warum schaust du nicht in deine Völker?
    Wenn du gestern in die Völker geschaut hast, hatte es in der Nach 2-3 Grad und am Tag nicht mehr als 10.
    die Bienen ziehen sich schon zu einer lockeren Traube zusammen, so dass 5-6 Waben Besatz zwar wenig aber noch in Ordnung wäre.
    Warum machst du jetzt noch eine AS Behandlung und schädigst ALLE Winterbienen?


    Warum schmeißt du einfach einen Futterblock rein und schaust Mitte Oktober nach wie das Futter angenommen wurde?
    Du kannst als Notmaßnahme einen 2.5 Kg Beutel Apifonda auflegen der unten einen kleinen Schlitz hat. Bernhard hat das sehr anschaulich dokumentiert, in dem Beutel sammelt sich Kondenswasser was die Bienen brauchen um den Teig aufzunehmen.


    Ich würde dir raten:
    Nimm den Verdunster raus
    Kontrolliere wieviel Futter tatsächlich drin ist.
    Falls nichts drin ist lege jetzt schon 2,5 Kg auf ansonsten im Frühjahr.
    Mach eine Restentmilbung im Dezember mit OS


    Ich gehe aber davon aus das du im Frühjahr keine Völker mehr hast, bzw. mit Glück einen Kümmerling mit rumschleppen wirst.


    Was bei mir noch bleibt ist die Frage warum?
    Als halbwegs intelligenter Mensch kommt man mit Tipps hier aus dem Forum zumindest soweit zurecht das man die Völker vernünftig einwintert. Warum fragst du nicht vorher? Warum liest du keine Bücher?
    Und warum um alles in der Welt quälst du die armen Viecher so?


    Traurige Grüße,


    Max

  • Kontrolle nach Futter sollte aber nur noch durch wiegen erfolgen. Man hat jetzt einfach nicht mehr die Finger im Volk. Was falsch gemacht wurde lässt sich jetzt
    bei den Temperaturen nicht mehr ändern!! Normalerweise ist Mitte Sept. Schluss mit der "Wühlerei" im Volk.
    Wieder einer, der meinte, er käme ohne Anfänger-Kurs aus, es reicht wenn man ein Buch und im Internet gelesen hat? Die Frage nach einem Imkerpaten stelle ich schon gar nicht mehr. :evil:

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Moin zusammen, Moin Jörn!


    Wie ich deinem Profil entnehmen konnte bist du seit Ende letzten Jahrs hier angemeldet und scheinst dich demzufolge, ich unterstelle es dir zumindest einfach mal, schon längerfristig mit dem Thema Imkerei beschäftigt zu haben bzw. du hattest es vor.


    Du schreibst, du hast in diesem Jahr mit 3 Ablegern in der Liebigbeute begonnen zu imkern und beschreibst eines der Völker als

    Zitat

    dick auf 7 Waben

    , die beiden anderen als

    Zitat

    momentan auf jeweils auf 5-6 Waben

    sitzend. Beides erscheint mir aus dem Bauch heraus relativ (!) schwach. Gestatte mir daher folgende Fragen:
    - Wann hast du die Ableger auf wievielen Waben sitzend bekommen?
    - Hatten sie da alle bereits nachweislich eine legende Königin?
    - Was passierte anschließend? Hast du sie beigefüttert? Standen sie in irgendeiner Form von nennenswerter Tracht (Pollen- / Nektar-?)
    - Fand bei Bildung der Ableger seitens des abgebenden Imkers irgendeine Form von Varroabehandlung statt?
    - Hast du bis zu der von dir oben genannten Behandlung schon zuvor gegen die Varroa behandelt?


    Wenn du schreibst:

    Zitat

    Die Einfütterung ist nicht so gut gelaufen, da die Bienen den Futterteig nicht gut abgenommen haben, ich habe dann noch Sirup nachgefüttert und war dann erst Anfang Oktober damit fertig.

    , dann gehe ich davon aus, dass du weisst welche Mengen du gefüttert hast, egal ob Teig oder Sirup und das du demzufolge wissen solltest was in etwa in den jeweiligen Völkern drin ist. Oder verstehe ich dich da miss?


    Zu deinen Fragen:


    Zitat

    Sollte ich die schwächeren Völker vereinigen ?


    Keine Ahnung. Dazu müsste man die Völker live sehen.


    Zitat

    Reicht das dann über den Winter ?


    Keine Ahnung. Ohne Angaben zum Eingefütterten, dem Zustand der Völker, der verbindlichen Vorhersage für den kompletten kommenden Winter und das Mikroklima vor Ort kann da auch niemand was auch nur ansatzweise Verrbindliches zu sagen - soll heißen: Wird dir auch keiner sagen können aus der Ferne.


    Zitat

    Nochmal von unten füttern ?


    Entsprechend auch: Keine Ahnung. Fütterung von unten ist aber in trachtloser Zeit auch saugefährlich wegen davon ausgehender Räubereigefahr und aufgrund der von der Bienenmasse aufsteigender Wärme um diese Jahreszeit meines Erachtens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zielführend.


    Zitat

    Einfach die beiden Zargen über den Winter aufeinander gestellt lassen oder nach der Vereinigung auf eine Zarge "zusammendrücken" ?


    Wenn du über Aufsetzen vereinigen wollen solltest, was um diese Jahreszeit ganz gut gehen sollte(!), dann macht es im Falle des von dir bereits angedeuteten und vermuteten, tendenziellen Futtermangels mal so gar keinen Sinn, da irgendwas noch wegzunehmen. Ganz davon abgesehen, dass die beiden Völker sich schon ihren Wintersitz gerichtet haben sollten, sprich sie wissen wo in welcher Wabe in ihrer Beute Futter ist und würden durch Waben-Entfernen / -Umhängen oder gar Abschlagen der Bienen von den Waben nur absolut unnötig bis teilweise sicherlich tödlich gestresst werden.


    Mein persönlicher Rat:
    1. Such`dir zeitnahest (!) einen erfahrenen Imker vor Ort, der mit dir mal auf die Völker sieht
    2. Tu` den Bienen und dir den Gefallen, jeglichen Schritt den du zu tun beabsichtigst, VORHER doppelt und dreifach zu überdenken und dich entsprechend VORHER über Sinn oder Unsinn weitreichend zu informieren
    3. Überdenke im Sinne der Tiere und deiner Zufriedenheit bitte mal deine grundlegende Herangehensweise an die Imkerei (ich erwähne das abschließend und separat, weil ich bei mehrfachem Lesen deines Posts immer wieder darüber gestolpert bin, dass du schriebst

    Zitat

    Die Einfütterung ist nicht so gut gelaufen, da die Bienen den Futterteig nicht gut abgenommen haben

    und ich mich frage, was da nicht so gut gelaufen ist, wann du es bemerkt hast und wann du dann reagiert hast.


    Weil: Imkerei ist in vielerlei Hinsicht ein Termingeschäft, wo man zum Zeitpunkt X, der von Volk zu Volk oder zumindest von Stand zu Stand und Jahr zu Jahr immer wieder vollkommen unterschiedlich sein kann, Vorgang Y auszuführen / zu beginnen / durchzuziehen hat. Das ist in derTat keinesfalls immer angenehm, familien- oder partnerfreundlich, sozial anerkannt oder verstanden, aber es ist ein elementarer Bestandteil wenn man tiergerecht und somit langfristig auch erfolgreich imkern möchte!


    Viel Erfolg und schöne Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Zusammen,
    naja, wenigstens fragt der Jörn um Hilfe, da muss man ihn ja nicht so anpflaumen finde ich.


    Jörn, die nächsten 2 Wochen solles ja recht mild bei Dir werden. Ich würde die Folie über die Bienensitz etwas aufklappen, dann 2 Tetrapacks mit heissem Sirup oder Zuckerwasser 2:1 und Schwimmhilfe (Stroh, Gras, kleine Zweige) draufstellen, etwas Futter auskippen als Futterspur. Damit solltest Du noch genug Futter reinbringen. Für Futterteig ist es eventuell schon zu kalt und Du bringst nicht viel in die Waben.


    Gruss,
    Jan

  • Ich würde die Folie über die Bienensitz etwas aufklappen, dann 2 Tetrapacks mit heissem Sirup oder Zuckerwasser 2:1 und Schwimmhilfe (Stroh, Gras, kleine Zweige) draufstellen, etwas Futter auskippen als Futterspur. Damit solltest Du noch genug Futter reinbringen.


    Also Heiß im Sinne von Warm oder? 30/40 Grad? Nicht das er denkt er muss das einmal ordentlich aufkochen und dann reinstellen.


    Beste Grüße


    Christian

    "Gehe nicht gelassen in die gute Nacht. Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt. Dem sterbendem Licht trotze wutentfacht." -Dylan Thomas

  • Genau, schön anwärmen und nah an den Bienensitz.
    Ob die Völker überwinterungsfähig sind kann hier nur über ein Foto beurteilt werden und selbst dann nicht sicher.


    Schau mal hier:


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=23085&p=254055#post254055


    PS: Wäre hier vielleicht eine Überwinterung im Keller eine Möglichkeit? Was meint ihr?

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Mit heiss meinte ich eher so 60 Grad, kühlt sich schnell ab.
    Würd genug Futter reinbringen und sie die Beuten dann gegen Wind schützen, eventuell etwas isolieren.
    Grüsse, Jan

  • Hallo Jörn, Bien-Äh


    Was kann man dir raten. Als erstes Nasseheider raus. Den Futterstand prüfen und dabei die Bienen so wenig wie möglich stören. Also das erste Volk winterfertig machen. Bei den anderen beiden, die Leerwaben raus und Reservefutterwaben an den Bienensitz und wenn du die nicht hast, dann eine Futtertasche mit Futterteig, das verdirbt nicht so schnell und die Bienen haben Zugriff wenn das Wetter günstig ist. Die Flüssigfütterung ist gut gemeint, aber bei 10°C und darunter nehmen die Bienen kein Futter mehr ab.Du kannst es versuchen,aber es kommt zuviel Wasser in die Beute, wenn dann sollte es einige Tage über 12 °C sein. Eine einzelne Biene erstarrt schon bei 8°C. Warum Bienen auch manchmal bei 5°C noch fliegen können, hat andere Ursachen.
    Wenn die 2 Völker überleben kommt die Vereinigung im zeitigen Frühjahr noch zurecht.


    Am Bien ist jetzt Winterruhe und nicht----Äh.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    musste die Schelte erstmal verdauen, danke aber allen für die Ratschläge. Es ist wie beim Verkehrsunfall: einige fahren kopfschüttelnd vorbei und andere helfen einfach...


    Ich habe einen Anfängerkurs besucht, habe (vermutlich zu viele) Imkerbücher gelesen und daraus meine - offenbar verkehrten - Schlüsse gezogen. Einen Imkerpaten habe ich (noch) nicht. Ich betreibe die Imkerei mit einem Bekannten zusammen auf seinem Grundstück in der Stadt, irgendwas blüht hier immer, eine Lindenallee steht um die Ecke. So viel zu den Vorkenntnissen und -bedingungen.


    Nun zu meinen Ablegern, ich nenne sie mal A, B und C:
    A kam von einem Berufsimker Mitte Juni auf ca. 4 Waben, nicht milchsäurebehandelt (warum auch immer).
    B kam vom regionalen Bienenzuchtzentrum Anfang Juli, ebenfalls 4 Waben, milchsäurebehandelt.
    C von einem Kollegen, Mitte Juli, 4 Waben, keine Milchsäure.
    Alle Ableger kamen mit 1-2 Futterwaben dazu und hatten gekennzeichnete Königinnen.


    Die Ableger habe ich jeweils für mehrere Wochen mit Zuckerwasser (1:1) aus Tetrapaks gefüttert. Da 2 von drei nicht vorbehandelt waren, haben wir vor der Auffütterung Mitte August alle Ableger zunächst mit Schwammtuch von unten behandelt (jeweils 20 ml AS 60% dreimal im Abstand von 3 Tagen). Auch den vorbehandelten, da die drei Magazine dicht beinander stehen und wir eine Reinvasion vermeiden wollten.


    Danach haben wir dann mit der Auffütterung begonnen:
    Alle drei Völker bekamen jeweils 10 kg Futterteig im angestochenen Plastikbeutel angeboten (in zwei 5kg-Portionen). Ableger A und B haben das innerhalb von ca. 3 Wochen weggeputzt, Ableger C hat nur ca. die Hälfte abgenommen, dann wurde es auch kälter, vielleicht lag´s daran. Ich bin dann auf Zuckersirup (3:2) umgestiegen und habe damit noch insgesamt je 7kg Zucker (also 10 l Sirup) in die Völker gebracht. Anfang Oktober wurde das Flüssigfutter dann nicht mehr wirklich zügig abgenommen.
    Somit hat Volk C etwa 5 kg weniger Futterteig als die anderen beiden Völker, was sich auf auf der Waage bemerkbar macht (DNM einzargig, Liebig-Beute von Holtermann mit Hochboden und Blechdeckel):
    Volk A 32kg
    Volk B 30 kg
    Volk C 22 kg


    Danach haben wir die Windeln eingelegt und wie oben beschrieben bei allen drei Völkern einen Milbenfall > 5 Milben/d gezählt, somit oberhalb der Schadschwelle, so dass wir - wie ich jetzt weiss wohl völlig falsch - noch eine AS-Behandlung mit dem Nassenheider-Professional begonnen haben (ist jetzt draußen). Da ich auch in diesem Forum mal gesagt bekommen habe, dass Ableger in ihrer Völkerentwicklung immer ein paar Wochen "hinterherhinken", fand ich die Fütter- und Behandlungszeiten auch nicht dramatisch.


    So, jetzt könnt Ihr die Keule auspacken, für konstruktive Kritik bin ich dankbar, Meckern hilft mir und den Bienen nicht. Zudem sollen ja auch andere aus meinen Fehlern lernen können.


    Gruß,


    Jörn

  • Hallo Jörn,


    vorneweg deine 2 Juli Ableger sind viel zu klein gebildet worden. Man spricht davon das Ableger die Anfang Juli gebildet werden mindestens 5-6 und Mitte Juli sogar 8 Brutwaben haben sollten.
    Hier mal ein sehr schöner Link zum Thema Ableger http://www.lwg.bayern.de/mam/c…ateien/ablegerbildung.pdf


    Dann kam hinzu das du Pauschal eine Handgranate in diese kleine Völkchen reingeworfen hast ( AS Schwammtuch) ohne die Befallsituation zu kennen.
    Vielleicht hast du es gelesen das eine AS Behandlung eine Brutpause verursacht, bzw. auch junge Brut tötet.
    Was jetzt noch interessant wäre, ich gehe davon aus das 4 Brutwaben drin waren und der Rest nur mit Mittelwänden aufgefüllt war?
    Wann hast du denn nach der AS Behandlung gefüttert? Ich denke so Mitte August? Wie lange war die Brutpause wann hast du mal in die Völker geschaut?
    Es gibt Imker die schwören drauf, meiner Meinung nach eignet sich Teig nicht wirklich Zum Einfüttern.
    VOlk C denke ich wird nicht durch den Winter kommen, ob da jetzt noch vereinigen Funktioniert, das weiß ich leider nicht, jedenfalls musst du die Königin vorher raus fischen.
    Die anderen beiden könnten den Winter packen, du musst nur rechtzeitig das Futter überprüfen und ggf. Apifonda Beutel auflegen, nach der Bernhard Methode. Ich finde nur leider den Link nicht.
    Mach noch eine Restentmilbung im Dezember mit OS.


    Zu guter letzt darfst du eine Schelte nicht so übel nehmen, denn wir Franken sind ja bekannt für "Hart aber herzlich"
    und wenn du mir den Kontakt von deinem Kollegen gibst der dir Ende Juli einen 4 Waben Ableger verkauft, dann bekommt der auch gleich eine Schelte, wie man Anfängern so etwas verkaufen kann.


    Viele Grüße Max (der bei jedem Verkehrsunfall geholfen hat und auch helfen wird)



    PS Hier die Bernhard Methode
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=37419&p=489184#post489184

  • ...vorneweg deine 2 Juli Ableger sind viel zu klein gebildet worden. Man spricht davon das Ableger die Anfang Juli gebildet werden mindestens 5-6 und Mitte Juli sogar 8 Brutwaben haben sollten.


    Einspruch: Die Ableger sind nicht zu klein gebildet worden. 4 Brutwaben zu 80% bebrütet enthalten ca. 17.000 Brutzellen und Bienen sitzen auch noch drauf. Nach dem Schlupf der Brut Mitte/Ende Juli hat das Volk 20.000 Bienen und noch großen zeitlichen Abstand zur Einwinterung. Was soll daran zu klein sein?
    Problematisch scheint mir die AS-Behandlung der Ableger, das wirft die Kleinvölker in der Entwicklung zurück.
    Problematisch ist auch das Einwinterungsgewicht. Die einzargige Liebigbeute mit Leerwaben wiegt ca. 12kg, dazu kommt ca. 2kg Bienen, macht 14kg ohne Futter. Somit ist die Futterverteilung
    Volk A: 18kg
    Volk B: 16kg
    Volk C: 8kg
    Völker A und B kommen damit problemlos bis zur Auswinterung, Volk C nicht, das muss nachgefüttert werden.
    Falls die Völker B und C wirklich zu schwach für Überwinterung sein sollten, sollten diese vereinigt werden, dann entfällt auch die Nachfütterung. Ob sie zu schwach sind, kann man aber über das Forum nicht beurteilen, weil: Aussagen, wie "Das Volk besetzt 6 Waben", sind nur irreführend. Wenn jede Wabe beispielsweise nur zur Hälfte besetzt ist, dann sind das 6x1800x50%=5400 Bienen, was wirklich schwach aber noch zu 50% überwinterungsfähig wäre. In einem solchen Fall würde ich beide Völker vereinigen. Wenn aber die 6 Waben zu 80% besetzt wären, dann hätte das Volk 6x1800x80%=8600 Bienen, was zwar auch noch schwach aber ausreichend überwinterungsfähig wäre. Hier würde ich nicht vereinigen.
    Suche dir einen erfahrenen Imker, der dich vor Ort berät. Eine andere Möglichkeit ist, dass du die Volksstärke mit der Liebefelder Methode selbst schätzt (siehe http://www.agroscope.admin.ch/…/02107/index.html?lang=de) und dann entscheidest. Unterhalb von 7000 Bienen würde ich vereinigen.


    Gruß Ralph

  • Hi Ralph auch ein Einspruch.
    In der Theorie mag das Stimmen was du schreibst. Aber wenn ich einen Kunstschwarm im Juli bilde haben die min 2,5 Kg oder anders ausgedrückt um die 25.000 Bienen.
    Diese legen los wie verrückt zu bauen.
    Sagen wir in dem 4 Waben Ableger sind vielleicht 8000 Bienen, diese sollen Brut pflegen und 6 Mittelwände ausbauen.
    Das wird in meinen Augen nichts.
    Daher sollten es min 6 Waben sein wie ich finde.


    Grüße Max