Genug Luft bei Mäusesperre und Varroaschub?

  • Hallo,


    hab heuer neu angefangen mit Beuten von Ruck (Liebig/Zander). Ich mach brav meine 3-tägige Varroakontrolle, gleichzeitig hab ich inzwischen eine Mäusesperre ins Flugloch geschoben, dazu habe ich an einen selbergebauten Fluglochkeil, der auf ganzer Breite ca 6mm Luft lässt, ein Mäusegitter 6 mm genagelt.


    Nun bin ich mir etwas unsicher, ob die Bienen noch genug Luft bekommen mit Schub und teilweise versperrtem Flugloch.


    Wie klein dürfte denn das Flugloch werden, wenn der Varroaschub drin ist?


    Ein ähnliches problem hatte ich bei Varroakontrolle während des Fütterns (und dazu verkleinertem Flugloch).


    Schon mal danke für alle Tips,


    Thomas

  • Wozu der Fluglochkeil? Weit geöffnetes Flugloch im Winter sollte sein.
    Mäusegitter alleine reicht völlig aus.
    So wäre es ja doppelt gemoppel: Keil mit 6 mm und Gitter mit 6 mm ergibt doch keinen Sinn




    Denk: Die Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni,


    danke für deine schnelle Antwort. Die Idee meines Imkerpaten war, dass ich das Gitter nur an einen selbst fabrizierten zusätzlichen Keil nageln muss und mir dann das Fummeln mit den Reissnägeln spare. In der Praxis habe ich aber dann doch die Oberseite des Gitters noch mit ein paar Reissnägeln befestigt, um gegen Verrutschen zu sichern.


    Die gleiche Frage gilt aber z.B. auch für sonstige Sitauationen (Füttern), in denen ein Keil drin ist und gleichzeitig der Varroaschieber.


    Thomas

  • Also genug Luft bekommen Sie auf jedenfall...das ist kein Problem. Nur der Holzkeil reicht locker.denke an die Bienen in freier Wildbahn die bauen ganze Nester in Auerspalten mit Minifluglöcher.. Nimm Holzkeil.oder dann nur den Draht. Alles andere ist wirklich zuviel. Weiss ja nicht wie kalt des bei euch ist aber den Schieber einlegen wird nichts bringen. Für eine Standart AS behandlung ists zu kalt/ nass.


    Ich nehme den Fluglochkeil her...hat 7 mm Luftspiel und gut ists. Diesen drehe ich dann wenn kein Flugwetter mehr ist ( nov/dez) einfach um so dass die Aussparung nach oben zeigt dann hast auch kein Problem mit dem Totenfall dass dieser dass Flugloch versperrt.


    Gruss Markus

  • Hallo Thomas,


    alles kein Problem!


    Vielleicht hast Du schon mal Hinterbehandlungsbeuten gesehen. Die haben oft nur sehr kleine (z.B. 8x80mm) Fluglöcher. Das stört eigentlich mehr im Sommer, da wird die Brut nur sehr fluglochnah (vielleicht begrenzt es sogar die Brutnestgröße?) angelegt und es bilden sich draußen größere Bienenbärte.


    Die Geschichte mit deinem Gitter + Fluglochkeil ist wirklich doppelt gemoppelt! Die Fluglockeile sind ziemlich mäusesicher, weil sie recht breit sind. Durch eine 8mm Masche kann sich eine kleine Maus schon mal durchzwängen, aber nicht durch einen Keil, der vielleicht 12mm breit ist. Außerdem sind die Dinger meistens aus Hartholz und werden nicht so leicht vergößert.


    Gruß Jörg

  • ...Die Geschichte mit deinem Gitter + Fluglochkeil ist wirklich doppelt gemoppelt! Die Fluglockeile sind ziemlich mäusesicher, ...


    Ich habe tatsächlich auch beides über Winter. Den Keil sogar über Sommer, auch wegen Räubereigefahr, und dann habe ich auch noch den Drohn im Ohr, der sagte, man solle spät nichts mehr am Flugloch ändern. Wie auch immer, die Bienen stören sich nicht dran und ich weiß wenigstens, wo die Dinger sind.
    Wenn man, wie ich offensichtlich, (Zwerg-)Spitzmäuse am Stand hat, dann reicht der Keil nicht aus, da kommen sie durch. Und ein Haufen toter ausgenagter Bienenleichen vor den Beuten ist kein schöner Anblick im Winter. Auch sonst nicht.


    Viele Grüße
    Henrike (mit Gürtel und Hosenträgern, frei nach Henry Fonda)

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Man sollte trotzdem bedenken, wenn die Windel auch noch drinne ist ( oder Schublade), dass je nach Beutensystem leicht Schimmel entstehen kann an den Randwaben

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • henrike
    Die Spitzmäuse waren auch das Argument meines Imkerpaten. Das heißt Du hast auch schon öfter mit Keil und Schub gearbeitet, ohne dass Deine Bienen vor Luftmangel blau angelaufen sind?



    Anni
    Schimmel ist ein Argument, das ich noch gar nicht bedacht hab. Hoffe jetzt mal, dass da die drei Tage Varroatest kein Problem machen. Wie sehe ich den Schimmel? Sehe ich das dann erst im nächsten Frühjahr, oder merke ich es gar nicht, weil es nur was mikroskopisches ist?


    Auf jeden Fall danke an alle für die vielen Inputs,


    Thomas

  • Die drei Tage werden nicht schaden, aber manche Leute lassen ( am falschen Standort) die Schubladen den ganzen Wintr drinne um ihre Bienen zu "schützen" ( was bei einigen windigen Standorten gerechtfertigt sein mag)
    Aber oft fängt dann die Schimmelei an, das merkt man dann im Frühjahr bei der Durchsicht, dass die Randwaben hässlich verschimmelt mit Grünstich sind.
    Nicht schön

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • henrike
    Die Spitzmäuse waren auch das Argument meines Imkerpaten. Das heißt Du hast auch schon öfter mit Keil und Schub gearbeitet, ohne dass Deine Bienen vor Luftmangel blau angelaufen sind...


    Ja, Schub und Keil und im Winter mit Gitter. Allerdings bin ich dazu übergegangen, das das ganze Jahr über so zu lassen (also ohne Gitter im Sommer). Ich mache da gar nicht viel dran rum und bilde mir ein, dass dann eher gleichmäßige Verhältnisse in der Beute herrschen. Allerdings ist mein Standort recht kühl-schattig, als Vegetationsstandort würde man wohl von frisch-feucht bis wechselfeucht sprechen. Das war bei der Hitze in diesem Sommer vielleicht vorteilhaft, aber spätestens mit Beginn des Herbstwetters bekommt es den Bienen nicht.
    Luftprobleme bekommen sie in der 12er Dadant nicht.


    Viele Grüße
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.