Zwischenfazit 2015

  • Ich hab dermaßen profitiert von Forum dieses Jahr, da wollte ich mal ein Zwischenfazit abliefern als Feedback:


    Die Aufgabenstellung war für mich heuer: Bienen und dementsprechend das Material. War hart. Das Material hab ich zugekauft vom Weber (als Tischler keine leichte Entscheidung) und weil es dann mittig des Jahres anders als geplant plötzlich ganz schnell ging, auch noch die Bienen dafür organisiert. (Fast) ohne Hilfe, danke Jürgen! Bin jetzt ziemlich blank, aber an Bienen ist kein Mangel. Alle gesund, dick, rund.


    Beuten/Betriebsweise:


    Heuer erstmalig mit Wirtschaftsvölkern auf Dadant! Gestartet mit beruflich/historisch bedingt wenigen Völker, halb/halb auf DN und Dadant, hab ich die Dadant-Fraktion nach den Ratschlägen des geschätzten Drohns mit Schied ziemlich eng durchs Jahr geführt, die Heroldbeuten-Gruppe á la Luffi einräumig auf DN. Ich hab DN schon vorher auch gelegentlich mal einräumig geführt, aber das war mehr so zufällig, weil ich für den Raps halt vorrangig die Ableger verwendet habe. Die Geschichte mit der geschlossenen Honigkappe unter dem ASG und dem angepaßten Brutraum muß man erstmal kapiert haben. Ist nicht schwer, aber manchmal braucht es äußere Einflüsse. No man is an island. Heroldbeute, DN im BR-Warmbau mit 11 Waben plus Schied. Word.


    Bei wenig Schwärmen (7%, aufgerundet :) ) hab ich gut geerntet (im direkten Vergleich zum Kollegen mit den gleichen Kös ein Drittel+) und wirklich sehr, sehr entspannter Arbeit. Ich mag den einräumigen Brutraum - ob es wirklich eine 12'er Dadantbeute sein muß, who knows. Ich stell jetzt um auf Dadant, aber zum Vermehren find ich DN unschlagbar. Zum Wandern eigentlich auch. Falzlos hab ich verstanden, soll super sein - bei der Durchschau ja, beim Wandern für mich nicht. Sollte ich ganz auf Dadant umstellen, dann nur um nicht vier Rähmchenmaße zu haben! Beim direkten Vergleich 10'er und 11'er HR: klar den 11'er!!! Zweite Neuerung war Mini+ anstatt Kieler- oder Segeberger Begattungskistchen. Ob das Selberbauen wirklich nötig war - ich finde, wenn ich die Beschwerden über Verbauen etc. lese, es hat sich gelohnt. 100%. Und ich mag Plaste nicht, das kommt dazu.


    Die Umstellung von Carnica auf Buckie:


    Läuft. Würde ich mich nicht trauen, dazu was Abschließendes zu zu schreiben! Mir gefällt die brutnestferne Honigstaplung der/meiner Buckies. Mehr würde ich jetzt nicht schreiben wollen. Zusammen mit dem Schied eine riesen Chance. Die Buckie-Herkünfte brauchen doppeltsoviel Futter im Herbst (hier!), aber die Völker sind auch riesig! Wenn sie nächstes Jahr in der Frühtracht auch 10kg mehr Honig bringen, ist/wär das also völlig egal. Ich bin regelrecht entsetzt über die Völker, ich hatte noch nie so große Völker im Herbst. Aber Carnica und Buckie unisono. Was für mich noch völlig ungeklärt ist, wie ich zukünftig meine Kös ziehe (bislang immer eine gute Reinzucht-Carnica gekauft und von der der vermehrt & standbegattung. Ohne Schnickschnack wie erstmal die Töchter geprüft, Belegstelle und so). Ich weiß es schlicht noch nicht. Ich tu mich noch sehr schwer damit, die Propaganda von Erfahrung zu trennen. Klingt alles super, ohne Frage.


    Varroa war dieses Jahr erstmalig überhaupt kein Thema. Die ersten Jahre war eine Winterbehandlung mit Perizin mit 3000 Milben in den ersten drei Tagen (Schied gezogen und flächig braun) über Liebig-Verdunster AS 2x und OS Dampf im Winter - aber dieses Jahr fiel nix. Ich hab WV nach Brutentnahme mit OS bedampft, die Brutscheunen und im Mai gebildeten Ableger mit AS- und die Mini+ mit Bayvarol behandelt - es fiel fast nix. Ich dachte, das dicke Ende kommt noch und war echt angespannt.... aber die Völker sind prall & dick und sehen immernoch mehr als gut aus!? Hat bestimmt nix mit dem Bann von Neonic-Beizen zu tun, sonst wär die Verarsche wirklich unglaublich. Ich hab keine Ahnung, warum es bislang so gut lief und belasse es dabei.


    Ausblick:


    Ich will Bienen besser verstehen lernen und träume von der Biene für meine Imkerei. Fuck Kosmetik- und Dertergenzienverordnung!!!


    Ich bedanke mich mit einer dreiviertel Verbeugung vor der Weißheit/Toleranz des Forums und auch den Nichtmehrschreibern wie dem Drohn, Beetic und dem Rudi!!!


    Allerbeste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ausblick:


    Ich will Bienen besser verstehen lernen und träume von der Biene für meine Imkerei. Fuck Kosmetik- und Dertergenzienverordnung!!!


    Allerbeste Grüße,
    Ralf


    Danke für den netten Bericht,


    ich bin nämlich ähnlich wie Du mit mehreren Beutensystemen am arbeiten.


    Und Dein Ausblick ist genau mein Ziel :daumen:

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Moin Ralf,


    sehr schöne Beschreibung Deiner Situation. Ich möchte ganz besonders dem Dank an das "Forum" zustimmen; denn trotz mancher Missverständnisse, die es üblicherweise bei nur schreibend kommunizierenden Menschen gibt, ist die versammelte Expertise auch aus meiner Sicht bemerkenswert. Man erfährt Dinge, die es in keinem Lehrbuch gibt - und das ist oft wesentlich. Ich profitiere auch sehr von den "praktisch Wissenden" hier und bin für so manchen Tip sehr dankbar.


    Dank dieser anregenden "Diskussionen" habe ich in diesem (5.) Jahr meiner Bienenbetreuung das erste Mal das Gefühl, dass ich nicht hinter Phänomenen hinterher laufe, sondern Völker wirklich führe. Das kann man leicht als Unwissenheit oder Ignoranz abtun, aber - so meine Erfahrung - das viele Lesen reicht nicht, das viele Tun auch nicht; man muss wohl beides in Einklang bringen und dabei noch gute Empfehlungen von erfahrenen Imkern nutzen, um die Dinge einigermaßen in den Griff zu bekommen.


    Wenn man, wie ich zurzeit, die Bienenbetreuung neben Beruf und Familie managen muss, ist das eine Herausforderung: es gilt, sehr gut zu planen und diszipliniert diese umzusetzen. Und dann kommt halt die Realität und damit unerwartete Situationen, auf die es richtig zu reagieren gilt, um den Bienen nicht zu schaden. Und dann ist das Wochenende zu kurz und in der Woche geht's nur mit Riesenaufwand. Da helfen gute Empfehlungen schon sehr und am Ende ist man froh, wenn die Bienen sich gut entwickelt haben. Auch hier möchte ich Dir zustimmen - bei mir sind in diesem Jahr schöne große Völker mit relativ wenig Milbenbelastung entstanden. Manche musste ich mehrfach nachfüttern, weil sie brüten ohne Ende. Schön, wenn die alle überwintern und im nächsten Jahr der "run" erneut beginnt.


    Ich habe mir vorgenommen, die Bienenbetreuung mehr vorausschauend zu gestalten und soweit möglich, die Finger aus den Kästen zu lassen. Mal sehen, was daraus wird...


    Beste Grüße und viel Erfolg


    Rainer

  • Ich hab dermaßen profitiert von Forum dieses Jahr, da wollte ich mal ein Zwischenfazit abliefern als Feedback:


    Danke an Dich, dass Du auch mal Danke sagst!
    Sehr viele profitieren von diesem Imkerforum.
    Auch ich selbst zähle mich dazu.
    Schön ist, dass Du auch was schreibst und feedback gibst!


    Zitat

    ...Heuer erstmalig mit Wirtschaftsvölkern auf Dadant! Gestartet mit beruflich/historisch bedingt wenigen Völker, halb/halb auf DN und Dadant, hab ich die Dadant-Fraktion nach den Ratschlägen des geschätzten Drohns mit Schied ziemlich eng durchs Jahr geführt, die Heroldbeuten-Gruppe á la Luffi einräumig auf DN. Ich hab DN schon vorher auch gelegentlich mal einräumig geführt, aber das war mehr so zufällig, weil ich für den Raps halt vorrangig die Ableger verwendet habe. Die Geschichte mit der geschlossenen Honigkappe unter dem ASG und dem angepaßten Brutraum muß man erstmal kapiert haben. Ist nicht schwer, aber manchmal braucht es äußere Einflüsse. No man is an island. Heroldbeute, DN im BR-Warmbau mit 11 Waben plus Schied. Word.


    Bei wenig Schwärmen (7%, aufgerundet :) ) hab ich gut geerntet (im direkten Vergleich zum Kollegen mit den gleichen Kös ein Drittel+) und wirklich sehr, sehr entspannter Arbeit. Ich mag den einräumigen Brutraum - ob es wirklich eine 12'er Dadantbeute sein muß, who knows. Ich stell jetzt um auf Dadant, aber zum Vermehren find ich DN unschlagbar. Zum Wandern eigentlich auch. Falzlos hab ich verstanden, soll super sein - bei der Durchschau ja, beim Wandern für mich nicht. Sollte ich ganz auf Dadant umstellen, dann nur um nicht vier Rähmchenmaße zu haben! Beim direkten Vergleich 10'er und 11'er HR: klar den 11'er!!! Zweite Neuerung war Mini+ anstatt Kieler- oder Segeberger Begattungskistchen. Ob das Selberbauen wirklich nötig war - ich finde, wenn ich die Beschwerden über Verbauen etc. lese, es hat sich gelohnt. 100%. Und ich mag Plaste nicht, das kommt dazu.


    Das mit der Honigkappe ist unabhängig von der Beute und ich denke du hast angefangen zu kapieren.
    Lerne weiter und es wird noch besser.
    Falzlos wie bei Dadant ist auch mein Ding nicht, aber man kann im 12er Dadant seine Völker einräumig überwintern, ohne ständig Angst zu haben, dass Futter fehlt. DAS ist nach meiner Meinung einer der größten Vorteile dieser Kiste. Im 10er Dadant musst Du bei einem starken Volk schon wieder aufpassen, dass das Futter reicht. Da wird dann bei den Profis schon mal eine ganze Zarge mit Futter zur Überwinterung auch untergesetzt, damit das Futter reicht.


    Im einräumig geführten Zander (oder 11er DNM) ist die zweiräumige Überwinterung nach meiner Meinung und bei stark eingewinterten Völkern Standard! Die Kistentauscherei Ende August/Anfang September ist schon eine Belastung, die man sich bei Dadant sparen kann. Wohlgemerkt: Beim 12er Dadant.


    Die falzlosen Beuten werden dir in zwei drei Jahren beim Wandern immer weniger Probleme machen, weil diese dann nicht mehr neu sind und das Propolis die Kisten zusammen halten wird. Es ist aber immer noch nicht so, wie wenn du eine kleine Rutschleiste wie bei DNM oder Zander hast.
    Die ist beim Wandern unschlagbar und auch die Sperrigkeit der 12er Dadant ist wirklich ein Problem beim Wandern. Zu zweit aber kaum ein Problem. Und die Profis haben Hebegeräte und die Beuten auf Paletten montiert. Da ist dann die Kistengröße fast egal. Es spricht aber dann wiederum für die etwas größere Dadantbeute, weil du hier Futter als Reserve hinters Schied hängen kannst. Wenn du mal 50 Völker aufwärts hast wirst Du wissen wovon ich spreche. Da hast Du nicht die Zeit um ständig irgendwie nachzufüttern.


    Ideal wäre irgendwie in der Sommerzeit der 10er Langstroth oder ein 11er Zander und zum Einfüttern ein 12er Dadant?


    Problem beim zu stark eingeengten Kasten ist der mangelnde Vorrat und es passiert auch, dass die Legeleistung einer Top-Queen eingeschränkt ist...


    Zitat

    Die Umstellung von Carnica auf Buckie:


    Läuft. Würde ich mich nicht trauen, dazu was Abschließendes zu zu schreiben! Mir gefällt die brutnestferne Honigstaplung der/meiner Buckies. Mehr würde ich jetzt nicht schreiben wollen. Zusammen mit dem Schied eine riesen Chance. Die Buckie-Herkünfte brauchen doppeltsoviel Futter im Herbst (hier!), aber die Völker sind auch riesig! Wenn sie nächstes Jahr in der Frühtracht auch 10kg mehr Honig bringen, ist/wär das also völlig egal. Ich bin regelrecht entsetzt über die Völker, ich hatte noch nie so große Völker im Herbst. Aber Carnica und Buckie unisono. Was für mich noch völlig ungeklärt ist, wie ich zukünftig meine Kös ziehe (bislang immer eine gute Reinzucht-Carnica gekauft und von der der vermehrt & standbegattung. Ohne Schnickschnack wie erstmal die Töchter geprüft, Belegstelle und so). Ich weiß es schlicht noch nicht. Ich tu mich noch sehr schwer damit, die Propaganda von Erfahrung zu trennen. Klingt alles super, ohne Frage.


    Auch Carnika baut starke Völker auf. Das ist nichts neues!
    Und sie brauchen weniger Futter über den Winter. Auch nichts neues!


    Doppelt so viel halte ich aber für ein Gerücht...
    Ich kann dir aber eines garantieren: Wenn du gute Buckfast hast, dann macht sich der erhöhte Futtereinsatz mehr als bezahlt.
    Was sind schon 10 kg Futter gegen 10 kg Honig? Und es werden mehr sein, falls du deine Hausaufgaben richtig machst UND die Tracht passt UND der Standort passt UND Du genügend Honigräume hast...


    Und was ist dabei, dir eine gute Reinzucht Königin zu kaufen und davon nachzuziehen.
    Ich sage mal, dass die F1 dir da in aller Regel viel mehr Honig bringen als die Reinzucht.
    Und von der besten F1 nachgezogen und standbegattet als F2 bringt noch einmal mehr.
    Sicher!


    Und zum Thema Propaganda oder auf den Busch klopfen: Wer macht das nicht?
    Hast Du es drauf als Imker dann sind die vertretenen Thesen auch problemlos haltbar!
    Versprochen!



    Zitat


    Varroa war dieses Jahr erstmalig überhaupt kein Thema. Die ersten Jahre war eine Winterbehandlung mit Perizin mit 3000 Milben in den ersten drei Tagen (Schied gezogen und flächig braun) über Liebig-Verdunster AS 2x und OS Dampf im Winter - aber dieses Jahr fiel nix. Ich hab WV nach Brutentnahme mit OS bedampft, die Brutscheunen und im Mai gebildeten Ableger mit AS- und die Mini+ mit Bayvarol behandelt - es fiel fast nix. Ich dachte, das dicke Ende kommt noch und war echt angespannt.... aber die Völker sind prall & dick und sehen immernoch mehr als gut aus!? Hat bestimmt nix mit dem Bann von Neonic-Beizen zu tun, sonst wär die Verarsche wirklich unglaublich. Ich hab keine Ahnung, warum es bislang so gut lief und belasse es dabei.


    Insgesamt macht es die angepasste Varroabekämpfung.
    Was dir heuer problemlos erscheint und alles war paletti, ist vielleicht nächstes Jahr genau falsch.
    Was aber nahezu immer funzzt, das ist die Brutentnahme!


    Und im Oktober noch seine Bienen mit AS zu duschen.
    Brrrr!!!! Mir schauderts!!!



    Das war nett! Schade, dass die genannten nicht mehr hier schreiben. Auch molle und Lothar fehlen mir und auch der ein oder andere weitere Schreiber.


    Vielleicht sollten wir uns alle um eine etwas tolerantere Schreibkultur bemühen?


    Dich und mich selbst auch eingeschlossen!


    Und vielleicht sollten wir alle hier im Imkerforum nicht alles gleich auf die sprichwörtliche Goldwaage legen.
    Ich höre außerhalb des IF auch immer wieder Kritik (positiv wie negativ) an meiner Schreiberei...


    Schön wäre es, wenn diejenigen das auch mal selbst im IF äußern!


    Unsere Mentalität des Herumnörgelns an allem und jedem ist leider inzwischen weit verbreitet.


    Möchte mal einen alten Spruch etwas abändern:


    Wer was schreibt (eigentlich macht), macht Fehler!
    Nur wer nichts schreibt hier im IF (eigentlich macht), macht auch keine Fehler!


    Ich würde mit wünschen, wenn das hier beherzigt würde.


    In diesem Sinne:


    Ein klares Lob an den rase, dass er so offen und differenziert seine streitbare Meinung kund und zu wissen tut hier im Imkerforum!


    Danke für deinen Beitrag!


    Und dir weiterhin viel Erfolg bei der Völkerführung und vor allem mit deinen Buckfast!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Danke Ralf für die Aufarbeitung eines Jahres. Word up? :cool:


    Stefan, ich hebe Dich immer in den Himmel, Du liest das nur nicht zwischen den Zeilen :-)


    Ansonsten möchte ich noch etwas zu den erwähnten Personen schreiben. Wer, wie ich, gerne ins Archiv lesen geht, der wird sicherlich feststellen, wieviele konstruktive Beiträge schon vor vielen Jahren von den genannten Personen verfasst worden sind. Teilweise haben sie nie an Aktualität verloren, teilweise sind auch Beiträge dabei von gesperrten und ausgetretenen UserInnen.


    Ich denke, alles und jeder hat eine bestimmte Zeit, um sich in einem Bereich wiederzufinden. Wir sollten also den Personen dies zugestehen und es nicht immer nur bedauern, wenn sie aktuell nicht mehr dabei sind. Die Meinungen sind es immer und was man gelernt und von wem man etwas gelernt hat, ist immer zeitlos.


    Insoweit auch von mir ein Danke.

  • Hui.... Hier wird aber wirklich Tacheles geredet!


    Finde ich gut!


    Und auch ich möchte mich gern bei allen Beteiligten für den tollen Wissenstransfer bedanken! Es hat wirklich etwas mit Schwarmintelligenz zu tun, wenn wir hier unsere Probleme gemeinsam wälzen und das bringt uns dann wirklich alle weiter.


    Gruß Jörg

  • Moin Kollegen!
    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, dass es immer wieder Spaß macht, hier im Forum zu lesen, seine Probleme zu erörtern und Hilfestellungen zu bekommen.
    Mir hat es dieses Jahr vor allem viel Freude bereitet, erstmals einigermaßen gut mit DN1,5 inkl. Führung des Schieds durchs Jahr gekommen zu sein.
    Den Schwarmtrieb weitesgehend im Griff gehabt, die Bienen früh in den Honigraum bekommen und dennoch viel, viel wieder gelernt, wie man es nicht machen sollte.
    Meine Bienen haben sich toll entwickelt, sind immer noch richtig stark. Nicht wie die letzten Jahre, wo ich um das eine oder andere Volk bangen mußte, weil es eher mager in den Winter gegangen ist.
    Tolle Unterstützung habe ich aber neben dem Forum auch bei den hiesigen Züchtern erhalten, die mich bei meinem Vorhaben, Kö's nachzuziehen, richtig toll unterstützt haben.
    Einen Sammelbrutableger erstellt, Kö's erfolgreich nachgezogen, teilweise damit gleich neue Völker erstellt, teilweise die Kö's zur Belegstelle gebracht, also das volle Programm!
    2 Zickige Völker erfolgreich umgeweiselt und den Bienenstand gut hochgezogen, dennoch Völker und Kö's noch verkauft.


    Mir hat sich gezeigt, dass ich meine Betriebsweise gefunden habe und mit den Bienen und dem Material mittlerweile ganz gut umgehen kann (obwohl ich noch einen weiten, weiten Weg habe).
    Das freut mich, denn sonst hätte ich nicht so viel zeit auf solche Dinge wie Königinnenzucht verbringen können.
    Die Familie hat da aber auch super mitgezogen!


    Wir werden sehen, wie es mit der Varroa die kommenden Jahre weiter aussieht, aber dieses Jahr war die Varroa kein so großes Thema.
    Für mich steht aber hier der letzte Check im Oktober noch an, um ggf. vor dem Winter noch agieren zu können (nein, kein AS o.ä.).


    Das schöne an so einem Forum ist ja auch, immer wieder neue Impulse und Ideen zu bekommen, so wird ein Ziel für mich nächstes Jahr sein, ein Konzept für ein System mit Bienenstockwaagen auf die Beine zu stellen. Angedacht ist was mit einem MiniPC Richtung Arduino und WLAN. Aber genaueres kennt hier ein Kollege von mir, der die Programmierung dazu umsetzen will.


    Ich blicke mit Freude zurück auf eine tolle Saison und freue mich auch schon auf die kommende Saison, wo ich, so hoffe ich, das dieses Jahr gelernte endlich ein wenig vertiefen und verinnerlichen kann, die Bienen richtig führen kann und mit möglichst ähnlichen Erfolgen wie dieses Jahr.


    In diesem Sinne, haut weiter rein in die Tasten und füttert das Forum, damit auch andere von den Ratschlägen profitieren können

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Da das neue Bienenjahr ja nicht am 1. Januar beginnt, sondern bereits im Herbst, hier also meine "Neujahrsrede" :wink:


    Als absoluter Neuling, der sich das erste Mal im Leben mit Bienen beschäftigt und der vor einem Jahr noch nicht einmal eine Wespe von einer Biene auseinanderhalten konnte :oops: mein Fazit für die ersten Imkerpraxismonate:


    - nachdem ich im Frühjahr einen Imkerkurs an der Agrarschule Landsberg besucht habe, stellte sich mir die Frage, ob ich noch im laufenden Jahr ins kalte Wasser springen oder den Kauf eines Volkes auf das Frühjahr vertagen sollte.
    Wie üblich: 3 Imker 4 Meinungen. Ich habe mich dann dafür entschieden, nicht erst auf das Frühjahr zu warten.


    Sicher wäre meine Entscheidung anders ausgefallen, wenn es dieses Forum nicht gegebem hätte, da ich keinen offiziellen Imkerpaten habe - ok, dem "Vater" meines Bienenvolkes, der bei uns am Ort auch regelmäßig Honig verkauft, kann ich schon auch Fragen stellen. Aber nur die Tatsache, dass ich von ihm Bienen erhalten habe, berechtigt mich ja nicht, ihn mit ständigen Fragen zu belästigen.


    Andererseits: wer nicht fragt, bleibt dumm. Also stelle ich hier penetrant meine Fragen mit dem Hintergedanken, dass ja niemand zur Antwort gezwungen wird.


    In diesem Vierteljahr, in dem ich nun selbst ein Bienenvolk besitze, habe ich schon einiges gelernt und vor allem auch die Angst vor der Verantwortung für ein Bienenvolk verloren. Ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe, es noch dieses Jahr anzugehen. Dafür konzentriere ich mich ganz und gar darauf, dieses eine Volk über den Winter zu bringen.


    Also auch von mir ein herzliches Dankeschön für euere Geduld und guten Tipps.


    Ich wünsche allen ein gutes neues Bienenjahr!


    Elke