Zander oder Dadant, das ist hier die Frage

  • Hallo,
    ich würde jedem Emfänger empfehlen vor der Entscheidung für 12 Dadant mal richtig volle Honigräume der Beute zu heben. Auch Berufimkern ist das teilweise zu schwer so das Sie auf 10 Dadant etc. wechseln.


    dem kann ich nur zustimmen, ich habe meinen Bestand von DNM, auf 10 Dadant umgestellt,
    aus Alters und auch kosten Gründen die Honigraume auf DNM gelassen, das sind 13 DNM Waben,
    aber so schön wie es ist, volle Honigraume zu haben, aber bei ca. bis zu 25 / 27 kg. brauchst Du einen gesunden Rücken, so wie gute Muggies.
    um auch da noch einmal umzusteigen ?????


    Gruß Jürgen




    Gruß Jürgen

  • Es ist auch keinem recht zu machen, wenn die leer sind gibts gejammer , desgleichen wenn voll....Und dann noch das lästige Schleudern.
    Besorgt euch die Dinger wo das Glas drunter gestellt wird....
    Nicht ganz ernst, lacht
    db

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • ... aber bei ca. bis zu 25 / 27 kg. brauchst Du einen gesunden Rücken, so wie gute Muggies.


    Naja dafür gibt es ja auch für 12er Dadant "Vertikal-Halbzarge Honigräume" für 5 Rähmchen Dadant (482 x 141 mm). Damit halbiert man dann auch fast das Gewicht.
    Fügt man 2 Vertikal-Halbzargen zusammen, erhält man einen ganzen Honigraum.


    Summende Grüße
    Mario


  • Je kürzer der Weg zum Lagerplatz ist und je weniger dabei gebaut werden muss im unmittelbaren Bereich über dem Brutnest, desto weniger Schwarmtrieb.
    Daher kommen bei mir unmittelbar auf den Brutraum nur Zargen mit ausgebauten Honigwaben zum Einsatz. Mittelwände sind hier kontraproduktiv.


    Da möchte ich aber noch mal nachhaken:
    Bisher kenne ich nur: "Um den Schwarmtrieb zu verzögern, müssen die Bienen was zu bauen haben."
    Du behauptest jetzt das Gegenteil. Ziemlich allein auf weiter Flur.
    Könntest Du mich etwas erhellen, warum die fertigen Waben den Schwarmtrieb mindern sollen? Diese Waben sind doch ruckzuck vollgetragen und dann haben wir doch die Honigkappe, oder? Wo hab ich den Denkfehler?


  • Guten Ertrag gibts nur wenn du das schaffst viele Völker mit weniger Arbeit ohne zu schröpfen schwarmfrei zu "führen!, also agieren.
    db


    Genau so. Vielen Dank für diesen Satz.
    Dieses Jahr hatte ich ich Völker dabei die Anfang Juni zum erstenmal Schwarm Tendenzen hatten und nach 2 maligne Zellenbrechen war es auch komplett vorbei mit dem Schwarmtrieb.
    Manche Wanderimker die ich kenne, betreiben gar keine Schwarmkontrollen mehr und das mit Erfolg.
    Die Biene ist eben doch der Schlüssel zur Beute.

  • Schade des dieses Thema immer wieder zu Glaubenskriegen führt. Wenige Sachgereichte Infos, Fakten werden mit viel persönlichen Meinung vollgestopft und eine Belehrung folgt der anderen.
    Bruchi bemängelt das die Frage zu Dadant in seinem Verein nicht gut ankam und in diesem Faden scheint es genau so gegen Zander zu gehen.


    Es ist völlig egal in welcher Beute ich Imkere wenn ich vom Bien keine Ahnung habe.
    Und es ist völlig egal wenn ich Ahnung habe welche Beute ich benutze.
    Die Beute ist nichts anderes als ein Werkzeug des Imkers und wir haben somit viele verschieden Werkzeuge.
    Damit können wir viel mehr für die Imkerei begeistern weil sich jeder seine passende Beute zusammenstellen kann.


    Einfach mal akzeptieren das es auch anderst geht


    Enrico

  • Hallo zusammen!


    War bisher hauptsaechlich Forumsleser, nun moechte ich mal selbst etwas beitragen. Vielleicht kann ich damit ein bisschen bei der Entscheidung helfen.


    Die Beute ist das Werkzeug des Imkers und es ist deshalb schon wichtig, dass man gut damit zurecht kommt.


    Zander und Dadant sind zwei etablierte, moderne Beutensysteme, die beide ihre spezifischen Vor- und Nachteile besitzen. Keines ist objektiv besser oder schlechter.


    Diese Vor- und Nachteile empfindet jeder Imker individuell anders, weshalb man letztendlich nur in der praktischen Arbeit herausfinden kann, welches System fuer einen selbst das richtige ist.


    Selbstverstaendlich sind die Grundlagen des Imkerns in allen Beuten dieselben. Ich finde, man braucht auch nicht unbedingt Mitglied in einem Verein zu sein oder einen Imkerpaten im klassischen Sinn zu haben. Es ist aber schon sehr vorteilhaft, einen anderen Imker zu kennen, der das gleiche Beutensystem benutzt, mit dem man sich ueber die Betriebsweise austauschen kann und der einem z.B. im Falle einer Notfuetterung mit ein paar Futterwaben aushelfen kann.


    Von den beiden Imkern in meiner Nachbarschaft benutzt der eine Dadant, der andere Langstroth-Flachzarge (2/3 LS) - im tiefsten Zanderland. Dadant ist unter den Jungimkern hier schwer im Kommen, nicht zuletzt auch weil die Imkerschule Landsberg "subtil" dafuer wirbt;-) Langstroth hat praktisch niemand.


    Fuer mich war klar, dass ich eines dieser beiden Systeme nehmen wollte, auch wenn ich dadurch mit der Zandermehrheit nicht kompatibel war. Da ich aber noch zu wenig praktische Erfahrung hatte, besorgte ich mir ein paar 10er Dadants nach den Plaenen der Magazinimker e.V. mit 2/3 LS Honigraeumen. Einen Teil der Honigraeume benutzte ich im reinen Flachzargenbetrieb. In der parallelen Arbeit mit Dadant- und Flachzargenbetriebsweise merkte ich bald, mit welchem System ich mich wohler fuehlte. Letztendlich entschied ich mich fuer die Flachzarge.


    Deshalb, mein Rat fuer Bruchi:
    wenn Du noch ganz unentschieden bist und noch eine Saison warten kannst, probiere Zander und Dadant zuerst im Vergleich bei anderen Imkern in der Praxis aus, bevor Du Dir eigenes Material kaufst. Vielleicht koenntest Du Dir auch ein paar Voelker leihen?


    Wenn Du bereits weisst, dass Du eigentlich mit Dadant imkern moechtest, dann versuch einen Dadantimker in der Naehe zu finden, mit dem Du Dich austauschen kannst. Es ist nicht unbedingt notwendig, mit der Zandermehrheit kompatibel zu sein, und Dadant verbreitet sich ja immer mehr.


    Langstroth-Flachzarge hast Du ja fuer Dich bereits ausgeschlossen.



    Viel Glueck bei der Entscheidung!


    frisbee

  • N'Abend


    Also mit Dadant Blatt wird es in Dtl. ja wirklich exotisch. Da würde ich erstmal schauen, ob der Händler um die Ecke sowas hat. Im Internet findest du zwar entsprechendes Material, aber wenn mal ganz schnell und unbedingt am Samstag Vormittag noch Rähmchen und MW gebraucht werden und der Händler um die Ecke hat Dadant Blatt nicht, dann hast du nen Problem. Dadant Ami oder nach Adam ist in Dtl. verbreiteter als Dadant Blatt. Ich hatte hier in der SChweiz genau das Problem andersrum. Ich hatte auch überlegt, Dadant mod. nach Adam zu nutzen, aber das ist hier genauso exotisch wie in Dtl. Dadant Blatt. Und mittlerweile bin ich froh, das ich mal schnell zum Händler um die Ecke kann. Das ging schon mit dem ersten gefangenen Schwarm los, und hat sich in diesem Sommer immer wieder so gezeigt.


    Und weil weiter oben die schweren Honigzargen angesprochen wurden, 12er Dadant Blatt Bruträume oder sogar nur 10er oder auch 12er mit nur 8 Waben drin ist auch richtig schwer. Wenn man da mal ein Voolk wegen Räuberei wegstellen muss, wirds echt unangenehm.


    Aber sonst bin ich bisher auch sehr zufrieden mit meiner einräumigen Wahl. Ich glaube bei Kippkontrolle etc. würde ich öfters WZ übersehen und sicherlich auch ständig Bienen quetschen und rollen.


    Grüsse, Robert


    EDIT: Uuups, danke an den Vorschreiber, damit relativiert sich natürlich auch mein BEitrag. Aber die Kernaussage bleibt: ist das gewählte Format "um die Ecke" leicht verfügbar ? Dann ist es in meinen Augen ok.