Einladung zu den Luxemburger Imkertagen 10-11.10.2015

  • Nee Jörg, sagt keiner von dir, nich in den falschen Hals bekommen (wollen).
    Aber da gibts Tendenzen.... Ich verfolge die Arista Arbeit von anfang an seh intensiv, und bewunder den Jungels für seine standhaftgkeit....gegen alle Wiederstände.
    Die gibts!! Auch bei m mir!
    Klleines Beispiel, HIER, wo "nur" MEINE Bienen, 80 Völker an der Zahl, (Buckies) stehen, "herrschte" ein Faulbrutsperrbezirk über 10 Monate, dieses Jahr! Beginn im Januar !!!!! Ende letzte Woche!!!!( Nicht offiziell, nur Anruf vom Veterinär)
    Also länger als die vom Gesetz erlaubten 8 Monate.
    So und nun der Witz: hier gabs nie nicht Faulbrut... aber 2 mal Beprobung.....!
    Ein Schelm der schlimmes denkt!
    db

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Aha. Interessante Thesen.


    Ob das von beehead beworbene Produkt ("Bitte spenden!") eine "Königin" oder "Zucht-Know-How" ist, ändert erstmal nichts daran, dass man es hinterfragen darf bzw. sollte.


    Interessanter Weise ist dies auch nicht der einzige Verdacht auf EFB bei Toleranz-/ Resistenzzuchtprogrammen.
    Die Amis haben (oder hatten) laut beesource.com definitiv diverse Probleme in der Richtung.
    Und auch Bilder anderer namhafter Anti-Varroa-Züchter zeigen die gleiche eigenartige Kettenbildung.
    .


    Hey Jörg Brutkrankheiten gehören zu den Bienen einfach dazu, keine Frage. Das durch viel künstliche Besamung die Verwandschaft sehr eng werden kann, ist auch logisch.
    Das dabei Linien rauskommen können die anfällig für EFB oder Kalkbrut oder was weiß ich noch sind, kann auch passieren.
    Das ganze Projekt in Frage zu stellen, mit der Begründung das man zusammenhängende Linien erkennt und das mit einem EFB Befall zu argumentieren finde ich sehr fragwürdig.
    Noch vor einigen Jahren hätte man Völker mit so einem Brutbild ausselektiert weil man davon ausging das Sie eine Brutkrankheiten haben. Aber ein VSH Volk wie von Jungels zeigt eben so ein Brutbild.


    Vielleicht kennst du dich besser aus als ich, aber ich erkenne auf den Bildern von Jungels keine EFB Anzeichen.
    Evtl. Würde ich sagen das dieses Volk gegen eine Brutkrankheiten kämpft. Jedoch ist es lt. Jungels ein 100% VSH Volk.
    Ich hab noch nie ein Volk vom Jungels gesehen (nur Königinnen) und auf den Bildern erkenne ich auch nichts. Also würde ich nicht auf diesen Zug mit aufspringen und über seine Bienen urteilen.
    Denn denke dran, das schlimmste was du einem Imker antuen kannst ist nicht das du Ihn beleidigst, sondern das du schlecht über seine Bienen redest.


    Viele Grüße,


    Max

  • lt. Jungels ein 100% VSH Volk.
    Denn denke dran, das schlimmste was du einem Imker antuen kannst ist nicht das du Ihn beleidigst, sondern das du schlecht über seine Bienen redest.


    Anfälligkeit für Brutkrankheiten wirkt auf die Varroa-Ausräumrate ähnlich positiv wie eine spezielle Erbkrankheit auf die Überlebensrate bei Malaria-Infektion.
    Die Zuchtprogramme könnten so begünstigen, dass Bienen, die die Milbe überleben, für andere Krankheiten anfälliger werden. Die Indizien sprechen jedenfalls dafür.


    Hier bestätigt beispielsweise der VSH-Guru Bob Danka, dass in den diversen Programmen regelmäßig EFB auftaucht: http://vshbreeders.org/forum/showthread.php?tid=29&pid=93#pid93


    Das hat mit Schlechtreden von Jungels-Bienen nichts zu tun.

  • Na da habe ich mit meinem Link ja ein heikles Fass aufgemacht.


    Nur geht es bei dem Thema eben nicht darum, ob ein erfahrener Berufsimker Bilder veröffentlicht, auf denen Zellen mit EFB zu sehen sind.
    Paul Jungels lebt von seinen Bienen, und das nicht erst seit gestern und wer seine außerordentlich große Erfahrung kennt, wird es schlicht für unmöglich halten, dass er sowas übersieht.


    Andererseits gab Jungels in seinem Vortrag und später im privaten Gespräch deutlich zu verstehen, dass die derzeit gehaltenen Völker mit varroaresistenten Merkmalen noch längst nicht für die Praxis geeignet sind, da noch zu viele unerwünschte Eigenschaften vorhanden sind und noch viel Konsolidierungs- und Zuchtarbeit erforderlich ist.


    Ich bin jedenfalls mit der Erkenntnis nach Hause gefahren, dass Arista Bee Research einen Zipfel des Wissens erhascht und in ein Zuchtverfahren umgesetzt hat, das notwendig ist, um zu varroaresistenten Bienen zu kommen; und das ist weit mehr als meines Wissens alle deutschen Bieneninstitute zusammen erreicht haben und - davon gehe ich aus - auch erreichen werden.
    Für solch eine Stiftung darf, nein, muss man Werbung machen.


    Und in diesem Vortrag wurde sehr deutlich betont: Für Rassefragen ist bei der Suche nach Varroaresistenz kein Platz, also brauchen wir uns hier auch nicht darüber aufzuregen.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, macht Jungels seine Zuchtarbeit für Arista neben seiner eigenen Zucht und vorwiegend mit anderen Herkünften. Natürlich ist er daneben auch in seinem eigenen Zuchtstamm auf der Suche nach Varroaresistenz.
    Er hält es für möglich, in einigen Jahren Bienen zu haben, die mit einer Behandlung problemlos über die Runden kommen.


    Viele Grüße an alle


    Quirin