Einladung zu den Luxemburger Imkertagen 10-11.10.2015

  • Ein herzliches Hallo zusammen,


    ich habe heute eine Einladung zu den Luxemburger Imkertage bekommen, die ich hier gerne teilen möchte.


    Nächste Wochenende finden die Luxemburger Imkertage statt und haben doch einiges zu bieten.


    Hier der offizielle Link http://www.bienenfreunde-euregio.de/index.php?option=com_simplecalendar&view=detail&catid=1:termine&id=41:letzebuerger-beiendag-luxemburger-imkertag-2015&Itemid=57


    Sehr interessant dürfte dabei der Sonntag Morgen sein, hier ein Auszug aus der Einladung:


    Sonntagfrüh: 08.30 Uhr
    Gedankenaustausch zu aktuellen Themen bei Kaffee und Croissant (Beteiligungskosten 5,00€)
    U. A. wird Paul Jungels über die Erkenntnisse und Ergebnisse nach 2 Jahren Arbeit mit der ARISTA -Stiftung berichten.
    Es wird genügend Diskussionsmöglichkeiten zum Projekt geben
    - Saal Niveno -


    Im Anschluss daran wird Prof. Tautz einen Vortrag halten.


    Für alle VSH / Varroatolleranz interessierten, wird das bestimmt ein sehr interessanter Sonntag vormittag.



    Vielleicht fährt ja einer aus dem Forum hin und berichtet darüber. Ich kann leider nicht, da wir an dem Wochenende selbst unsere JHV haben.


    Viele Grüße


    Max

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  • Hallo,


    obwohl ich gleich um die Ecke wohne, bin ich erst durch den Hinweis hier im Forum auf die Luxemburger Imkertage aufmerksam geworden - danke Maxikaner !
    Hier ein kurzer (unvollständiger ) Bericht:
    Gleich am Sonntagmorgen entpuppte sich der angekündigte Gedankenaustausch als ein fundiertes Referat von Paul Jungels zum Stand des
    http://aristabeeresearch.org/de/-Projekts-
    Er schilderte die anfängliche Einkreuzung mit Amerikanischen Drohnen aus VSH-Linien, die Systematik der Auswertungen und den Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse.
    Jungels betonte, dass man aktuell nicht mehr auf der Suche nach varroatoleranten, sondern -resistenten Bienen sei und diese inzwischen auch habe.
    Bekannt ist inzwischen der Genort, von wo die Resistenz vererbt wird, wie die Resistenz zustande kommt, nämlich durch die systematische Entfernung befallener Brut durch hierfür sensible Bienengruppen und die Systematik des Erbgangs.
    Zwischenzeitlich ist auch erwiesen,dass es in wohl allen Bienenherkünften und -rassen solche Veranlagungen gibt.
    "Was wir nicht mehr brauchen sind weitere Studien, vielmehr gezieltes züchterisches Arbeiten und systematisches Auswerten unter
    wissenschaftlicher Begleitung". Jungels appellierte an alle interessierten Imker, die Imkervereinigungen, aber auch an die am Nachmittag anwesenden Minister, die Arbeit von Arista Bee Research zu unterstützen.


    Als zweites Referat stand ein Vortrag von Prof. J. Tautz auf dem Programm.
    Dieser berichtete von Untersuchungen zu Bienenkrankheiten und Immunabwehr, so z.B. dass im Gegensatz zur Made und erwachsener Biene die Bienenpuppen faktisch keine Immunabwehr haben.
    Er wies noch auf die vielfältigen Informationsmöglichkeiten im Rahmen des Hobos-Projekts hin (http://www.hobos.de.)
    Weiterhin brachte er Beispiele von interdisziplinären Forschungsmöglichkeiten durch dieses Projekt.


    Beschlossen wurde der überaus interessante Vormittag mit einem Sektumtrunk, spendiert - das gibt es wohl nur in Luxemburg - von der Gemeinde Clervaux.


    Am Nachmittag standen dann mehr interne Themen an.
    Es gab Berichte über die Zusammenarbeit mit Kleingartenvereinigungen, mit Landwirten, auch Fördermöglichkeiten der Gemeinden.
    Anderas Reichert, seit einem Jahr Imkerberater in Luxemburg, gab einen Erfahrungsbericht und wies u.a. auf wesentliche Verbesserungsmöglichkeiten für die nationale Honigmarke hin.
    Zum Abschluss sprachen noch die luxemburgische Umweltministerin und der Landwirtschaftsminister und sagten den Imkern Unterstützung zu.


    Soviel mal fürs Erste


    Quirin


    Noch ein Link:http://www.apisjungels.lu

  • Hallo Quirin!


    Vielen Dank für den kurzen Lagebericht.
    Schade dass ich wegen Verbandsarbeit verhindert war.


    Nach meiner Meinung wird es wohl Möglichkeiten geben, gegen die Varroamilbe anzukämpfen.
    Ich bin da guter Hoffnung!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Danke Quirin für dein kurzes Feedback.


    Es freut mich das dir der Hinweis etwas gebracht hat. Wie Luffi wäre ich auch gerne hin, war aber ebenfalls in der Verbandsarbeit eingespannt.


    Ich bin gespannt was noch alles aus Luxemburg kommt und ebenfalls guten Mutes das die Luxenburger es eines Tages schaffen uns von dieser unsäglichen Varroabehandlerei zu erlösen.


    Viele Grüsse,


    Max

  • Hallo,
    was sehr wichtig ist zu erwähnen, dass es nicht besonders hilfreich ist zu warten was von denen kommt, sondern das Projekt zu unterstützen und sei es nur mit einem kleinen finanziellen Obolus.
    Leider gibt es immer noch Tendenzen dieses Projekt wegen der Rassefrage zu diskreditieren.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo, was sehr wichtig ist zu erwähnen, dass es nicht besonders hilfreich ist zu warten was von denen kommt


    Es ist aber auch nicht hilfreich, virale Werbung für ein möglicherweise nicht marktreifes Produkt zu machen.


    Denn wenn die Bilder von der Jungels-Seite repräsentativ sind
    http://www.apisjungels.lu/vsh-buckfastimker-vsh.html (letztes Bild des Artikels)


    und
    http://www.apisjungels.lu/vsh-keispelt2015-vsh.html (z.B. gut erkennbar auf S. 65)


    zeigen die Zuchtvölker nach Meinung einiger ernst zu nehmender Imker deutliche Anzeichen für Europäische Faulbrut (EFB). Oder parasitieren die Luxemburger Milben etwa in Vierer-Ketten?

  • Ich bin ganz fest davon davon ÜBERZEUGT das der Paul bestimmt nicht sooo dähmlich ist und mit Faulbrut infizierte Brutwaben überall zum bestaunen herzeigt!
    Das kann eigendlich nur von Nei... oder Buckiha....in die Welt gesetzut worden sein!
    Wenn ich höre was Bien....so von sich gibt! Und der war auch im frühen Jahr in Lux.....

  • Sorry Jörg ich erkenne keine Anzeichen von Sauerbrut.
    Ich hab sie aber auch nicht in Natura gesehen. Ich hab nach den gängigen Anzeichen gesucht wie löchrige Zellendeckel oder eben Tote Maden die versucht wurden auszuräumen.
    Ich kann mir nicht vorstellen das ein Veteran wie Jungels Bilder von Völkern in seine Präsentation einbaut, wo er übersehen hätte das die Völker an Sauerbrut leiden.


    Vielleicht ist auch einfach nur wieder viel neid im spiel von einigen "ernst zu nehmenden Imkern"


    Grüße Max

  • Jörg ,
    ich mache absolut keine Werbung für ein "Produkt".
    Du wirst absolut sicher keine Königinnen aus dem Projekt von Paul bekommen können.
    Was du bekommen kannst, ist die Beschreibung wie man durch Züchtung zur toleranten Biene kommen kann und das jeder der sich in der Lage fühlt das knowhow bekommen kann.
    Deine Vermutung zu den Bienen von Paul teile ich absolut nicht!
    Ich kenne Paul persönlich und ich kann dir versichern, dass da keine kranken Völker gehalten werden.
    Eigentlich bist du das beste Beispiel dafür, dass eine ehrliche über viele Jahre andauernde Arbeit, Misstrauen und Missgunst weckt.
    Keine Ahnung warum. Ich jedenfalls habe höchsten Respekt, was er leistet und wie ausdauernd er seine Ziele verfolgt.
    Nur mal nebenbei, er lebt von der Imkerei und nicht von seinen Königinnen.


    beehead

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  • Und wie erklärst Du die vielen Viererketten?!
    Zufall? Auf mehreren Bildern?


    Was es auch ist - es ist mit ziemlicher Sicherheit von den fütternden Ammen an die Brut verteilt worden.


    Hey Jörg ich glaube du verrennst dich da ein wenig, diese 4er Kette hat nichts mit Bruterkrankungen zu tun.
    Zu Erinnerung die Varroa wechselt auch von einer Ammenbiene in die Zelle.

  • Hey Jörg ich glaube du verrennst dich da ein wenig, diese 4er Kette hat nichts mit Bruterkrankungen zu tun.
    Zu Erinnerung die Varroa wechselt auch von einer Ammenbiene in die Zelle.


    Aha. Interessante Thesen.


    Ob das von beehead beworbene Produkt ("Bitte spenden!") eine "Königin" oder "Zucht-Know-How" ist, ändert erstmal nichts daran, dass man es hinterfragen darf bzw. sollte.


    Interessanter Weise ist dies auch nicht der einzige Verdacht auf EFB bei Toleranz-/ Resistenzzuchtprogrammen.
    Die Amis haben (oder hatten) laut beesource.com definitiv diverse Probleme in der Richtung.
    Und auch Bilder anderer namhafter Anti-Varroa-Züchter zeigen die gleiche eigenartige Kettenbildung.
    Hier z.B.: http://www.elgon.es/diary/wp-c…/07/Bald-brood-300x79.jpg


    Übrigens ist es absolut lächerlich, mir Buckfast-Hass oder Neid auf PJ andichten zu wollen.
    Hier fliegt u.a. sowohl als auch.

  • Jörg ,
    ich hatte das Wort "Buckfast" oder Hass gar nicht erwähnt.
    Bei Arista, kann jeder Imker mitmachen egal welche Bienenherkunft, es geht nur um das Ziel.
    Das bei Bienen Krankheiten auftreten können ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Erfahrene Imker wissen was zu tun ist,oder?
    Das ein Imker sich mit Haut und Haar einem Ziel verschrieben hat und seine Arbeiten/Erfahrungen mit anderen teilt, scheint vielen suspekt.
    Paul schreibt auch, dass in allen Bienenherkünften tolerante Völker zu finden sind und er wünscht sich eine breitere Mitwirkung.
    Das dies möglich werden kann, teilt er bzw. die Stiftung mit, wie es gelingen kann.
    Die Stiftung will unabhängig arbeiten können und dazu ist Geld nötig.
    Ich finde den Ansatz super und freue mich das jeder Teil haben kann.


    beehead

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