Alles anders nach AS-Behandlung

  • Liebe Kollegen,


    irgendwie ist es komisch.
    Ich bin Neu-Imker und entspechend fehlt mir die Erfahrung. Was ist passiert?
    Ich habe meine beiden ersten Jungvölker (Zander) zweimal mit dem Nassenheider Professional behandelt. Dabei sind - je nach Behandlungszyklus - zwischen 17 und bis zu 30 ml pro Tag verdunstet. Bei extremer Hitze habe ich die Behandlung unterbrochen. Die Milbenfallergebnisse waren m.E. gut. Nach der 2. Behandlung sind nur noch ca. 2-3 Milben pro Tag gefallen.
    Nun: bereits nach der 1. Behandlung habe ich festgestellt, daß beide Königinnen die Eiablage unterbrochen haben. Vor der 1. Behandlung habe ich 1/2 Eimer Apiinvert aufgefüttert, nach der 2. Behandlung den Rest. Nun haben die Bienen (beide auf einer Zarge) in die Waben - insbesondere den mittleren Wabenbereich (dort, wo normalerweise das Brutnest sitzt) eingetragen. Bei meiner heutigen Kontrolle habe ich je Volk auf lediglich einer Wabe nur eine handvoll Stifte gefunden - abseits der Wabenmitte. Das war´s!
    Mein Problem auf einen Nenner gebracht:
    - so gut wie keine Stifte seit der 1. AS-Behandlung. Könnten die Königinnen Schaden genommen haben?
    - die Wabenmitten alle voll mit Futter besetzt - wo soll die Königin nun legen?


    Vielen Dank für Euren Rat!


    Gruß, Larry

  • Erklären lässt sich leicht was passiert ist: Bei AS Behandlung gehen die Völker aus der Brut. Das üppige Einfüttern hat dann den Raum für neue Brut genommen. Ein Problem muss das nicht sein. Jetzt ist die Brutsaison weitgehend vorbei. Wenn es mild bleibt, wird die Köngin auch weiter legen. Wenn es keine Trachtquelle gibt, wird auch wieder Platz für Brut.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Larry,


    Wolfgang hat es schon geschrieben, bei AS-Behandlungen gehen sie Königinnen meistens aus der Brut.


    Nach der Behandlung beginnen sie auch sehr schnell wieder.


    Bei Dir war es so, dass der freie Platz durch die große Menge an Futter mit dem Futter ausgefüllt wurde, bevor die Königin die Zellen neu bestiften konnte.


    Einzargig zu überwintern und zu füttern bedarf Fingerspitzengefühl beim Füttern. Die zweite Fütterung kam zu schnell und in zu großer Menge. Hättest Du eine Woche gewartet und nur kleine Portionen gegeben, wäre noch Platz für die Brut gewesen.


    Den Rest des Winterfutters gibt man ca. Mitte bis Ende September in einer großen Portion. Die Waben dürfen dennoch am Ende nicht alle voll verdeckelt sein, da sonst die Bienen erfrieren auf den vollen Waben.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene: