Unterschiedlicher Varoabefall nach Behandlung, wie geht es weiter?

  • Hallo liebes Forum. Wir sind 2 Imkerneulinge mit 2 Völkern. Wir haben vor ca. 3 Wochen eine Ameisensäurebehandlung bei beiden Völkern durchgeführt. Jetzt ist folgender Fall eingetreten, das in einem Volk weniger Befall (5 Stück in 72 h) und beim 2. Volk noch erheblicher Befall (>20) vorhanden ist.


    Was ist nun der richtige Weg mit dieser Situation umzugehen?


    Danke für eure Hilfe


    Gregor

  • Hallo Gregor,


    guck mal hier ist der Thread von Markus mit ähnlichen Problemen. Deine Situation klingt so ähnlich.


    Prinzipiell sind diese >20 Milben in 3 Tagen noch keine Katastrophe, müssen aber weiter beobachtet werden. Normal wäre, wenn der Milbentotenfall jetzt kurz ansteigt, weil sich das Brutnest stark verkleinert.


    Für eine Beurteilung wären noch weitere Angaben zu den Völkern hilfreich. Ableger/Königin/Kiste/Futterstand? usw.


    Gruß Jörg

  • Was ist nun der richtige Weg mit dieser Situation umzugehen?


    ... gar nix machen. Abwarten und im Dezember die Restentmilbung durchführen.


    Wir haben Ende September, die Winterbienen sind erbrütet, wenn der Milbenbefall zu hoch war, sind diese Bienen geschädigt und werden das Frühjahr nicht mehr erleben. Dem Volk wäre also auch nicht mehr zu helfen, wenn man alle Milben jetzt sofort eliminieren könnte.


    Der Kampf gegen die Milbe wird im Juli/August entschieden. d.h. die Würfel sind schon gefallen, meist erkennen wir das Resultat allerdings nicht .... bzw. erst im Frühjahr.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Wald und Wiese,
    aber was hätte man anders machen können? Habe einmal 8 tage behandelt dann abgebrochen wegen der Hitze. Dann drei Wochen gewartet und dann 14 Tage behandwlt. Dannach 14 Tage gewartet und den Milbemabfall gemessen. Zeitlich war ich eigentlich doch eher früh als spät drann. Behandelt wurde mit AS 60 Langzeit im Nassenheider prof. Ausser dass die Verdunstermenge mwhr war als in der Bedienungsanleitung ( ca 50%) mehr war alles normal. Es war auch keine Bienentraube aussen an der Beute etc Bienen normal? Binn für Tipps dankbar.


    Gruss Markus

  • .. aber was hätte man anders machen können?...


    So wie geschildert, hätte ich auch nichts anders gemacht.


    Ich glaube eher - Glaube und kein Wissen! - dass der erhöhte Milbenfall jetzt ganz einfach auf das Zurückgehen des Brutgeschäftes der Bienen zurückzuführen ist. Die Milben, die sich bisher in der Brut "versteckt" haben, kommen nun "ans Tageslicht". Und haben keine Möglichkeit sich zu vermehren, weil einfach die Brut fehlt. Milben haben auch nicht das "ewige Leben", jetzt, bei fehlender Brut kann man das Milbensterben beobachten. Andererseits putzen die Bienen die leeren Brutzellen und werfen all die toten Milben, die da irgendwo liegen, auf die Windel. So entsteht der Eindruck, die Milbenbelastung hätte zugenommen.
    Entscheidend ist jedoch, wieviele Winterbienen ohne Milbenbisse aufgezogen werden konnten.

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