Ableger auf 6 Gassen groß genug?

  • Hallo Zusammen,


    einer meiner 6 Ableger ist irgendwie nicht so richtig hinterher gekommen.
    Bei diesem Ableger sind die Bienen momentan auf 5-6 Wabengassen (DNM) unterwegs.
    Die Randwaben oder besser gesagt die Randrämchen mit Mittelwand sind nicht ausgebaut.
    Ich hatte bei der Ablegerbildung leider irgendwie die fütterung nicht so im Fokus.
    Meint ihr die Größe des Ablegers reicht, um ordentlich über den Winter zu kommen oder sollte ich ihn lieber auflösen?
    Ich fänd es schade, nächstes Jahr ein Volk weniger zu haben, allerdings bringt es mir auch nichts wenn ich nächstes Jahr nur so ein kümmerliches Volk habe, falls es den Winter denn überhaupt überleben sollte.
    Als Anfänger im zweiten Jahr fehlt mir leider noch etwas die Erfahrung, deshalb bin ich für jeden Rat offen.


    Danke schonmal
    Roman

  • Hört sich nach recht wenig und schwach an. Ich würde auflösen.
    Leider hast du nichts über dein Beutenmaß gesagt oder die Betreibsweise.
    Gruß im Heimatort!
    Komme aus dem gleichen, können uns auch mal treffen an meinem Bienenstand!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo,
    Gruß zurück.
    Ja, ich würde gerne mal vorbei kommen. Letztes Jahr war ich bei deinem Vortrag in der Schule in Merklingen ;)
    Das Beutenmaß ist DNM ( hab ich in der zweiten Zeile geschrieben :p ).
    Ich dachte mir schon fast dass es recht wenig ist. Muss ich da irgendetwas beachten oder einfach die Königin wegnehmen und die rämchen in die restlichen Ableger hängen?


    Grüße

  • Ich würde die Kö. rausnehmen und etwas warten mit dem Einhängen woanders. Dasvolk, mit dem du den Ableger vereinigen willst, hat eine bessere Kö.?
    Sonst lass die jüngere leben.
    Treffen machen wir per PN aus. Schön, dass du beidem Vortrag warst! Ich habe einen Anfänger bei mir am Stand, der hat auch DNM. Ist
    ja eher selten in unserer Gegend.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo Roman,
    ohne die Brut zu sehen ist es schwierig zu beurteilen, ich würde Futterteig für die nächsten 4 Wochen auflegen oder langsam flüssig füttern ( In Leerzarge Tetrapacks mit 1:1 Futterlösung und Stroh als Schwimmhilfe, ca. 300ml proTag) , schauen, dass genug Platz für Brut bleibt und dann müsste es mit dem WInter klappen, wenn sie gesund sind und die Königin OK. Wenn Du fütterst, sollten sie in 10 Tagen mindestens 4 schöne Waben Brut haben, sonst eher auflösen.
    Gruss, Jan

  • Was genau meinst du mit warten? eine Stunde - einen Tag? Was bringt das warten?
    Mein Gedanke war jetzt, dass ich die Bienenmasse mit den Rämchen auf die restlichen fünf Ableger aufteile um diese noch etwas zu stärken. Ist dieser gedanke nicht ganz so schlau? Sollte ich mich auf ein Volk beschränken?
    Ich dachte mir, dass wenn das Volk schwach ist, dass die Königin dann auch nicht so toll ist? Oder liegt es einfach an meiner mangelnden Einfütterung bei der Ablegerbildung?
    Ja, im Nachhinein würde ich auch Zander wählen aber beim Anfangen mit dem Imkern hat es sich so ergeben...

  • Wenn du noch 5 Ableger hast, kannst du die mit einzelnen Rähmchen (sind ja 2/Volk) verstärken.
    Warten würde ich, z.B. einen Tag, damit sie die Kö. zu der sie kommen auch akzeptieren. Allerdings ist die
    Jahreszeit jetzt schon so weit,dass es auch ohne Wartezeit gehen sollte. Habe ich aber noch nicht probiert, ich
    habe sie immer einen Tag vorher weisellos gemacht.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Also, ohne Deinen Standort und das Futterangebot zu kennen sind Deine Fragen nicht zu beantworten. Wenn sie noch wachsen sollen, brauchen sie Futter und Wärme. Tetrapack aufs Brutnest gestellt, direkt auf die Rähmchen mit Futterspur legen wird garantiert angenommen. Ein vitales Kleinvolk geht dann nochmal stark in Brut. Wenn die anderen Ableger auch nicht so doll sind, könnten die vielleicht auch noch sowas gebrauchen. Aber wie gesagt, aus der Ferne nicht zu beurteilen.

  • Wenn Du dem Ableger eine Zukunft zutraust (Weisel ok ? Brutnest wie es sein soll ?) noch eine Alternative:
     
    Füttere weiter und warte bis die kalten Tage kommen und der Flugbetrieb eingestellt wird. Setz dann den Ableger über Streckmetall- oder Nylongitter direkt einem starken Volk auf. Bohr mit einem Forstnerbohrer ein Flugloch in die Stirnwand der Ablegerzarge. Erfahrung zeigt, dass solch kleine Einheiten im Frühjahr sehr oft geradezu explodieren können (aber nicht müssen).


    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)

  • Hallo Jan,
    auch dir Danke für Deine Hilfe.
    ich habe erst gestern eine Futterwanne in der 7Kg Futtersirup waren, nach etwa einer Woche, leer entnommen... also haben sie doch etwas abgenommen...
    Soll ich dann nochmal etwas nachlegen? das war schon die zweite Portion die sie für den Winter bekommen haben...

  • Das ist ja schonmal gut, dann sollten sie jetzt stark in Brut sein. Gerade bei kleinen Völkern passiert es schnell, dass sie sich mit Futter so zumauern, dass sie kaum Platz zum Brüten haben, also das im Auge behalten und am besten 1-2 ausgebaute Waben ans Brutnest oder zur Not Mittelwände und langsam weiterfüttern.
    Gruss, Jan

  • Die Portion habe sie nicht für den Winter eingelagert, sondern für´s Brüten verbraucht. Wenn das Futter noch so abgenommen wird, kannst du noch nachlegen.
    Die nächsten Tage sollen noch schön werden, evtl. bis 20° bei uns.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Also, sechs Wabengassen besetzt kann, wenn es nicht nur grob belaufene Waben sind, mehr als genug sein für eine vernünftige Überwinterung. Drum gibt es ja für DNM grad auch gute überwinterungsfähige 6-Waben-Hartschaumbeuten. Besser als bei der Variante, bei der eine komplette Zarge nur lose besetzt ist. Futter reinbringen muss einfach nur schnell gehen, also offenes Behältnis mit viel (!) Stroh o.ä. drin, das gerne auch über das Behältnis bis in die Wabengassen rüberhängt. Hilft den Bienen, hier schnell Strecke zu machen. Und eine Spur mit dem Futter legen, die aber bitte die Beute nicht verlässt. Aber in der Tat mehrfach kleinere Portionen anstelle einer großen geben. Und für knappe Völker gerne mal je ein ganzes Päckchen Neopoll o.ä. investieren, wird sehr gut abgenommen und in Brut umgesetzt.


    Es stimmt, das gerade solche Kandidaten im Frühjahr drauf besonders gut Gas geben. Ach ja, gerade auch bei dieser Stärke beim allem Füttern Acht geben, dass nachher nict die kompletten Waben voll Futter sind und das Volk dann zu kalt sitzt. Aber das dürfte der Platz der auslaufenden Brut schon regeln.


    Gib Dir doch die Chance, an dem kleinen Volk solche Schritte zu lernen. Und den Bienen, gut über den Winter zu kommen.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter