Futterwahnsinn

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    Hallo!
    Mann bin ich froh über das was ihr als erfahren Imker schreibt! Da wir ja völlig unbedarft sind habe ich mir extreme Sorgen gemacht.
    Bei unseren Völker ist es ähnlich, wir haben mächtig (natürlich in kleinen Portionen, da Jungvölker) gefüttert; und siehe da: kaum eine Gewichtszunahme, stattdessen nur Brut!
    Und jetzt seit einer Woche steigt endlich, und zwar ziemlich rasant, das Gewicht! Die Mädels fliegen auch noch wie verrückt, verstopfen das verengte Flugloch, so beschäftigt sind die.
    Hoffen jetzt dass unsere fleißigen Bienchen den Winter so überstehen.


    Grüße
    Cornelia und Ramona

  • Hallo,


    bei mir habe ich beide Enden der Fahnenstange.
    Gleicher Standort für 2 neue Wirtschaftsvölker. Das eine hat während der AS-Behandlung - woher auch immer - Honig ohne Ende eingetragen und mir das ganze Brutnest verhonigt.


    Zweites Volk, gleicher Standort, gleiche Behandlung, nahezu selbes Ausgangsgewicht.
    Nach der Behandlung kaum mehr Honig vorhanden, direkt angefangen aufzufüttern.


    So unterschiedlich können Bienenvölker mit (fast) den selben Ausgangsbedingungen sein.



    LG,


    Steven


  • Das eine hat während der AS-Behandlung - woher auch immer - Honig ohne Ende eingetragen und mir das ganze Brutnest verhonigt.


    Zweites Volk, gleicher Standort, gleiche Behandlung, nahezu selbes Ausgangsgewicht.
    Nach der Behandlung kaum mehr Honig vorhanden, direkt angefangen aufzufüttern.


    So unterschiedlich können Bienenvölker mit (fast) den selben Ausgangsbedingungen sein.


    Wenn da nicht die Nachbarmädels bei der Nachbarin die Kirschen vom Baum geklaut haben....
    Musst mal genau beobachten, sonst kannst beim einen bald noch aufsetzen und das anderen zusammen kehren.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich habe im Verein schon alle Imker gewarnt, die immer predigen, dass bis Ende August komplett aufgefüttert sein muss. Die werden sich umschauen, weil die Beuten schon wieder halb leer sind.


    Moin,


    deren Beuten werden nicht halbleer sein. Die Königin hatte ja keinen Platz, um richtig in Brut zu gehen. Dann wurde auch nicht soviel Futter in Brut umgesetzt. Frage dort ist vielmehr, haben die Völker genug Winterbienen? Das 'Problem' entsteht, wenn Du in kontinuierlich in kleinen Portionen dünn fütterst, dann entsteht sehr viel Brut, aber kaum Futtervorrat. Wenn jetzt ein Handballgroßes Brutnest über vier Waben mit verdeckelter Brut vorhanden ist, kannst Du Futterstoßen wie Du willst, da kommt auf die Schnelle kein Futter hin. Wie auch. Diese 'so, dann so und dann so, fertig!'-Rezepte sind alle nix wert, wenn Du nicht reinschaust. Da muß jetzt kontinuierlich die auslaufende Brut durch Sirup ersetzt werden, aber eben auch nicht, 'bis voll ist', sondern ein paar leere Zellen müßen bleiben :)


    Nur wiegen hilft Dir auch nicht, wenn das Futter an der falschen Stelle lagert.


    Edit: Ich fahr jetzt zum Geller und kaufe Futter nach. Bös verschätzt hab ich mich. Autsch :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn da nicht die Nachbarmädels bei der Nachbarin die Kirschen vom Baum geklaut haben....
    Musst mal genau beobachten, sonst kannst beim einen bald noch aufsetzen und das anderen zusammen kehren.


    Danke für den Hinweis! Weiß gar nicht warum ich da noch nicht drauf gekommen bin. Ich werde das mal schnellstmöglich inspizieren.
    An jeden Mist denkt man, aber nicht an das naheliegende....



  • *smile* Halbleer mit "WAS" habe ich nicht erwähnt - entweder halb Futterleer, oder halb Bienen leer ;-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.


  • Edit: Ich fahr jetzt zum Geller und kaufe Futter nach. Bös verschätzt hab ich mich. Autsch :)


    Beste Grüße,
    Ralf


    Da kenn ich noch so einen, gestern nochmal 500kg Zucker geholt damit am Wochenende alle ihr "hoffentlich" letztes fehlendes Futter bekommen. Dann wird erstmal stichprobenartig geprüft und jedes kurz gekippt um auffällige zu finden, aber dann sollte es übernächstes Wochenende gegessen sein und der wohlverdiente Bienenurlaub beginnen können.
    Hatte glaub auch meine Minis vergessen mit in die erste Hochrechnung einzubinden, aber soviel machen die dann auch nicht aus.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Gutenabend miteinander,
    Eigentlich ist das ein wochenalter Thread, doch ich muss hier nun doch nocheinmal anknuepfen...


    Habe heute mal kurz meine beiden Ableger angehoben (von `oben betrachtet` beide voller Bienen) und war etwas geschockt, weil sie mir so leicht vorkamen.
    Hatte bis vor vier Wochen auf das Zielgewicht aufgefuettert, dann noch bei jedem einen Siruprest oben aufgestellt - eher um die Eimer sauberzubekommen -. Es haette nun also reichlich Futter drin sein muessen...In den letzten zwei Wochen war sehr mildes Wetter und massiver Flugbetrieb und Polleneintrag.
    Heute nun also schleunigst nachgewogen: Je 4 Kg Futter unterm Zielgewicht.
    Ich bin sehr irritiert. Das gute Wetter wird wohl noch anhalten, das Brutgeschaeft laeuft weiter.
    Da bleibt doch jetzt nur noch abwarten und spaeter notfuettern, oder?
    Danke fuer Ratschlaege und einen schoenen Feierabend
    FrauBrezel

  • Solange die noch fliegen, oder zumindest nicht in der Wintertraube sitzen, kannst Du doch noch nachfüttern? Hab ich bei einigen ganz leichten Kandidaten so gemacht. Ist doch noch regelmäßig zweistellig. Was hattest Du denn als Zielgewicht angestrebt und bei was für einem Volk? Besser jetzt freiwillig wie im frühen Frühjahr mit Tricks und Kniffen.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Kurze Frage: Wenn man die Bienen jetzt weiter füttert, hält man sie dann noch weiter in der Brut? Die sollen doch endlich mal Ruhe geben. Ist Füttern in dieser Hinsicht nicht kontraproduktiv?


    Ich habe in meine Völker locker dreimal so viel Zucker gefüttert, wie ich Honig rausgeholt habe. OK, ich habe auch aus vier Völkern acht gemacht. Was hätten die ohne mich gemacht? Verhungert??? :confused:


    Viele Grüße
    Kikibee

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Grüßgott nochmal,
    danke für die aufmunternden Worte!
    Eine Futtertasche passt leider nicht mehr rein in die Einzarger (d.h. Ableger-Jungvölker) - die Bienen sitzen üppig in allen Wabengassen (zumindest tagsüber - abends oder frühmorgens schaff ich es zur Zeit nicht mehr raus in den Garten) - da müsste ich schon "mit Gewalt" nachhelfen, also Rähmchen rausnehmen, doch dann wäre wohl kein Platz mehr für´s Futter.


    Also bleibt nur, die Futterzarge nochmal draufzupacken. Oder ist es sinnvoller, für die Zeit der Auffütterung kurzzeitig zwei Randrähmchen von unten in eine Leerzarge darüber hochzuhängen und die Futtertasche an die Leerstelle darunter einzusetzen (d.h. kürzeste Wege anzubieten)?


    Zielgewicht war 25 kg plusminus (inkl. Zarge etc.), das eine Volk war dann vor einem Monat bei 24 kg, das andere bei 26 kg (zzgl. gab´s dann noch reichlich Sirupreste aus den Eimern).
    Das ist aber nun alles passé...

    Ich hätte das vermutlich heute sofort richten sollen. Doch klingen mir immer in den Ohren all die Gebote der erfahrenen Imker und der Handbuchautoren, sodaß ich noch sehr unsicher dabei bin, mich über die Lehrbuchweisheiten (die ja ihren Sinn haben) hinwegzusetzen.
    Daher also besten Dank nun für die pragmatischen Ratschläge!


    Beste Grüße
    FrauBrezel

  • Hhm, sind die 4kg Differenz zum theoretischen Zielgewicht wirklich so schlimm? Ich wiege gar nicht, hebe nur ab und zu mal an. Wenn mir ein Volk zu leicht erscheint dann markiere ich es und würde es im Februar/März besonders beobachten und dann Futterwaben umhängen/dazuhängen.
    Wenn Du noch füttern willst: Hast Du vielleicht hohe Böden? Eine passende Schüssel mit Stroh (o.ä.) reinstellen. Dann musst Du nicht oben so an den Bienen rumwirtschaften.


    Gruß Jörg