Frage zu Nassenheider Professional

  • Hallo Imkerfreunde,


    Kurze Frage zum Verständnis. In der Anleitung des Nassenheider Professional steht 1. Behandlung August danach 2. Behandlung September (4 Wochen später).


    Bedeutet das nun z.b. 15. August und dann am 15. September nochmal oder zweite Behandlung vier Wochen nach Beendigung der ersten AS- Behandlung?


    Vielen Dank schon mal.


    Grüße

  • Ich würde den Bienen nach Ende der Behandlung ca. 4 Wochen behandlungsfrei gönnen, damit sie zumindest einen Satz Brut aufziehen können, bevor die nächste Behandlung kommt. Ich habe letztes und auch dieses Jahr jeweils Mitte/Ende Juli und Ende August/Anfang September die Behandlung mit dem NHP gestartet.


    Grüße
    Tobias

  • Hallo !


    Kurze Frage zum Verständnis. In der Anleitung des Nassenheider Professional steht 1. Behandlung August danach 2. Behandlung September (4 Wochen später).


    Behandeln nach Schema F ist unangebrach !


    Ermittele den Varroabefall nach Schadschwelle (Puderzucker) ....
    .... oder schätze zumindest den Befall mittels Bodenschieber.


    Wir haben weder mit dem NS horizontal noch mit dem NS professional jemals mehr als eine Varroabehandlung gemacht.
    Warum ? Weil es noch niemal nicht nötig war - und das mit AS60.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Tobbes !



    Ich habe letztes und auch dieses Jahr jeweils Mitte/Ende Juli und Ende August/Anfang September die Behandlung mit dem NHP gestartet.


    Weil es nötig war ?
    Weil Du ohne Kontrolle einfach mal behandeln wolltest ?
    Oder weil es einfach mal so in einer Anleitung stand ?


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Klares jein. Ich denke, ich weiß, worauf du hinweisen möchtest. Ich habe mir den Einstieg in die schadschwellenorientierte Behandlung für kommendes Jahr vorgenommen. Ich möchte die Behandlung schrittweise verringern, je besser ich mich der Beurteilung der Notwendigkeit gewachsen fühle. Damit möchte ich verhindern, dass mir Völker an Varroa eingehen, weil ich die Befallssituation falsch beurteilt habe. Natürlich ist jede unnötige Behandlung eine unnötige Belastung, darüber muss man nicht diskutieren.


    Grüße
    Tobias

  • Hallo Vortex!


    Ich imkere im Alpenvorland und kann aus Erfahrung sagen, dass man die 2. Behandlung, zumindest in unserer Gegend so um den 15. September machen sollte. Einerseits schreitet der Herbst voran und es kann schon ziemlich kalt werden. Der Erfolg der AS-Behandlung wird immer schwieriger erreicht. Andererseits wenn man die 2. Behandlung zu früh durchführt, dann könnte Reinvasion eine größere Rolle spielen.


    Die ersten AS-Behandlung führe ich sofort nach der letzten Honigernte durch, das ist bei mir so etwa um den 20. Juli herum.


    MfG
    Honigmaul

  • Eine weitere Möglichkeit (zumindest für Imker aus Östereich) bestände darin den Behandlungszeitpunkt
    der etwaig erforderlichen zweiten Behandlung extra weit nach hinten zu legen (erste/zweite Oktober
    Dekade) und bei der AS Behandlung ein paar Prozente draufzulegen (AS 85).


    LG
    Frank

  • Hallo !


    Genau, das ist nämlich die einzige Möglichkeit sich gegen die Trottelimker-Vorwürfe zu rechtfertigen, wenn was schief geht.


    Dagegen kann sich ja wohl jeder Schadschwellen orientiert arbeitende Imker / Bienenhalter verwehren.


    Pauschalbehandlung ist doch gerade auch etwas was wir der Agrarindustrie vorwerfen,
    von der diese aber in meinen Augen schon gut abgekommen ist.


    Warum sollte ein Bienenhalter dann noch "pauschal" behandeln ?


    Wenn es doch zumeist nicht nötig sein dürfte ?


    Ich zitiere nochmal: Wir haben noch NIE zweifach AS60 mit dem NS behandelt (AS85 eh noch NIE) !
    Weil noch NIE nötig.


    Um bei Deinen Worten zu bleiben: >> Trottelimker behandeln pauschal nach Schema F <<


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • Hallo Bienenknecht!


    Es ist dein gutes Recht schadschwellenorientiert zu behandeln, aber deswegen alle anders denkenden Imker als Trotteln hinzustellen finde ich doch etwas arrogant.


    Es gibt nämlich schon ein paar Argumente geben warum man das nicht machen will.


    1. Der Imker hat mehrere Völker und einfach keine Zeit sich jedem Volk einzeln zu widmen.


    2. Der Imker will nicht, dass seine Bienchen von Milben angebohrt werden. Man bedenke das Größenverhältnis. Auf einen Menschen übertragen würde das heißen, dass sich eine Rattenfamilie aus dem Bohrloch im Menschen ernährt und ihre Jungen groß zieht.


    3. Der Imker ist Anfänger und kann die Lage noch nicht sicher einschätzen.


    4. Der Imker hält von der schadstoffschwellenorientierten Behandlung nichts. Übertragen auf einen Menschen der Kopfläuse hat würde das heißen, er denkt sich ein oder zwei Läuse machen keinen Schaden, ich verwende das Läuseshampoo erst wieder wenn das Jucken und der Blutverlust unerträglich werden.


    Da gäbe es sicherlich noch ein paar andere Argumente.


    Man denke darüber nach. Ich bleibe liebend gerne ein "Trottelimker".


    MfG
    Honigmaul

  • Danke schon mal an alle die geantwortet haben.


    Also nehmen wir mal an, ich bin ein Trottelimker und behandel die Völker zwei mal (um auf meine Frage zurück zu kommen). Wieviel Zeit muss nach Ende der ersten Behandlung vergehen? Oder stimmt ihr alle der Antwort von Tobias zu?


    MfG

  • Hallo Honigmaul,


    Es ist dein gutes Recht schadschwellenorientiert zu behandeln, aber deswegen alle anders denkenden Imker als Trotteln hinzustellen finde ich doch etwas arrogant.


    Der Begriff "Trottelimker" wurde in #6 von Berggeist ins Spiel gebracht,
    lediglich zitierte ich diesen Begriff mit umgekehrten vorzeichen.
    Ich sehemichn icht als arrogant an, schon eher leute die das Behandeln nach Schema F predigen,
    das ist wie zu sagen: am 1.Mai fällt der erstes Schwarm des Jahres und am 2 Juli WE schleuder ich ab .....



    Schade das Du möchtest, das ein Jungimker zu einem Pauschalimker wird,
    und Du Ihm nicht die Chance lassen möchtest, bedarfsorientiert mit den Bienen zu arbeiten.




    Es gibt nämlich schon ein paar Argumente geben warum man das nicht machen will.


    1. Der Imker hat mehrere Völker und einfach keine Zeit sich jedem Volk einzeln zu widmen.


    Honigindustrie ... dazu zählt der Themenstarter nicht !
     

    2. Der Imker will nicht, dass seine Bienchen von Milben angebohrt werden. Man bedenke das Größenverhältnis. Auf einen Menschen übertragen würde das heißen, dass sich eine Rattenfamilie aus dem Bohrloch im Menschen ernährt und ihre Jungen groß zieht.


    Dafür möchte dieser Bienenhalter mit seiner Ameisensäurebehandlung,
    das hunderte Larven und Eier, tausende Puppen sterben und durch das Volk entsorgt werden müssen.
    Das die restlichen Bienen - eben auch wichtige Winterbienen - einen Schaden von der Behandlung mitnehmen.



    3. Der Imker ist Anfänger und kann die Lage noch nicht sicher einschätzen.


    GERADE hier ist die Schadschwellenbehandlung doch angebracht,
    ein FALSCHES Pauschales Behandeln ist dem Jungbienenhalter schnell antrainiert ....
    ... und schwer wieder abtrainiert.d
    Das ist wie mit jedem Fehlverhalten -denk mal an Kinder !!




    4. Der Imker hält von der schadstoffschwellenorientierten Behandlung nichts. Übertragen auf einen Menschen der Kopfläuse hat würde das heißen, er denkt sich ein oder zwei Läuse machen keinen Schaden, ich verwende das Läuseshampoo erst wieder wenn das Jucken und der Blutverlust unerträglich werden.


    Der, den Du hier Imker nennst möchte diese Pauschalbehandlung dann wohl auch in der Landwirtschaft.
    Er möchte, das der Agrarwirt auf die Nachbarfelder alles draufgespritzt,
    was der Pestizidmarkt an Pflanzenschutz so zu bieten hat, denn dieser könnte ja den letzten Käfer nicht erwischt haben.
    Diese von Dir Imker genannte Personmö chte auch das sein Apfel den er gekauft hat möglichst gegen jeden Wurm
    und jeden Schorf deran Äpfeln nur vorkommen kann behandelt wurde und auch ja radioaktiv bestrahlt ist um lange frisch zu bleiben.


    Ich möchte so einen Agrarwirt nicht, ich möchte einen der Bedarfsorientiert agiert.
    Schade das du dies offensichtlich nicht möchtest.




    Da gäbe es sicherlich noch ein paar andere Argumente.


    Argumente ...ja jede Menge .... kannst mal mitwelc hen anfangen.




    Man denke darüber nach. Ich bleibe liebend gerne ein "Trottelimker".


    Wenn Du honigmaul, Dich so bezeichnen möchtest, bitte.
    Wenn wir Dich so bezeichnen sollen, dann lass doch bitte Deine Usernamen entsprechend ändern.



    Verstehe nur nicht, warum viele Bienenhalter so extrem behandeln müssen,
    wenn wir noch nie zwei AS Langzeitbehandlungen machen mußten.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Meine Antwort wird in eine falsche Richtung gedeutet.
    Das einzige, was ich damit ausdrücken wollte war:
    Mir sind in den letzten Wintern immer Völker gestorben.
    Es gibt reichlich Lehrer, die diese Verluste immer auf die Varroa beschränken (es kann doch nichts anderes sein) und fast alle haben ein perfekt funktionierendes System, um die Völker über den Winter zu bringen.
    Wenn ich mich nicht akribisch genau an diese Vorgehensweise halte, kann ich nicht beweisen, bzw. gut begründen, dass es eben nicht immer an der Varroabelastung liegt.
    Halte ich mich nicht genau an die Vorgaben, bin ich halt der Trottelimker, der zu blöd zur Varroabekämpfung ist. Da ist einfach kein Platz für eigenständiges Denken.
    ...für Vernunft schon mal gar nicht.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)