Streit um Bienenvolk in einer Allee in Zweibrücken

  • In einem Baumstamm einer Allee in Zweibrücken hat ein Bienenvolk Quartier bezogen.
    Imkermeister Markus Bärmann fordert, der Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken müsse für den Schutz vor Verroamilben sorgen.
    Der UBZ-Chef widerspricht.


    Zu den Details:
    http://www.pfaelzischer-merkur…ierwelt;art447597,5889007


    Wie seht Ihr das?


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Ich finde der Markus hat absolut recht. Die Stadt macht ein Schild dran, das es von der UZB betreut wird. Auf Anfrage wie die Betreuung aussieht (Varrobehandlung etc.) wird behauptet es ist ein wild lebendes Volk.
    Wenn es wild wäre, könnte sich ein Imker das Volk ja aneignen.
    Lt. Markus sind potentielle Gefahrenquellen wie Altglascontainer etc. auch in unmittelbarer Nähe.

  • Moin, moin,


    Impfung ist natürlich Blödsinn, da hat der Journalist die Verrohamilbe* nicht recht verstanden... Betreuen sollte man die und also auch behandeln und beproben. Und wenn die Stadt sie sich, ausweislich des Schildes zu eigen macht, ist sie auch zuständig. Es fehlt allerdings womöglich an der Sachkunde.


    Die Gefahr für die Zweibrücker Imkerschaft halte ich für nicht so gewaltig. Wahrscheinlich sind die ja auch einem von denen entflogen.


    Gruß Clas


    *weiterentwickelte Schreibweise aus dem Artikel.

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich finde es toll, das so Völker ein Zuhause behalten dürfen. (und die schützende Hand darüber gehalten wird)
    AAber, wir wissen das, so ein Volk hat nicht die geringste Chance auf Dauer ohne anti Milbenhilfe etabliert zu bleiben.
    Sicher, Markus hat Recht da beist die Maus keinen Faden ab. Was ist denn dagegen einzuwenden dem Volk die NÖTIGE Hilfe zukommen zu laßen?
    Zudem, der Artikel escheint mir etwas unwahr und oder schlecht recherchiert, Sensationsgier inbegriffen...Impfen!... (ein Schmirfink?)
    Der Amtmann sollte auf den Bärmann hören, weil, wir wissen das , Milben verteilt werden und Völker ohne Behandlung hoffnungslos sind.
    Wenn Dummheit vorprescht muß gezügelt weden!

  • Seitdem ich Bienen habe, erlebe ich häufig, daß in Zeitungsberichten nicht immer genau das wiedergegeben wird, was tatsächlich gesagt wurde.


    Sollte Herr Boßlet wirklich der Meinung sein, die Varroamilbe gäbe es dort nicht, spricht das Bände über seine Sachkunde.
    Dann wird ihm wahrscheinlich auch die Faulbrutgefahr nicht bewußt sein. (Siehe auch Markus ergänzende Kommentare unter dem Artikel)


    Von daher: Gut, daß Markus sich darum kümmert! :daumen:


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Also ich sehe das ganz anders.


    Zwischen diesem Volk und den unzähligen anderen, die in Dachstühlen, ungenutzten Schornsteinen, Mauerspalten und Kirchengemäuern eingezogen sind, macht das Volk mit demaufgehängten Schild keinen Unterschied.


    Besser so als: wir müssen den Baum wegmachen, weil die Bienen eine Bedrohung der Bevölkerung darstellt. Eben genau sowas hätten wohl andere Gemeinden veranlast: da kommt erst der Schädlingsbekämpfer mit der Giftspritze und dann wird das Loch mit Zement ausgegossen, damit nicht erneut "so Viecherzeugs" einzieht.


    Wenn da jetzt noch mehr auf den Busch getrommelt wird mit "da muss was gemacht werden" (eben Varroabehandlung, Faulbrutuntersuchung...) ist kontraproduktiv. Denn genau ein solches Verhalten führt dazu, dass die Verantwortlichen in den Gemeinden in der Gemeinde aufräumen lassen:


    Alte Weiden werden abgesägt, denn da könnten ja ein Stöckchen abfallen und die darunter geparkte C-Klasse oder den Cayenne verkratzen, was wieder Schadensersatzansprüche bedeutet...



    Stefan

  • Das wär doch was, wenn sowohl Mayen und die Stadtverwaltung das so ok finden! Dann betreue ich (und vermutlich die meisten Berufs- und Hobbyimker) in Zukunft nur noch Wildvölker! Keinerlei Auflagen mehr, keine Konsequenzen, grandios.


    "Was'n, das sind doch nicht meine Bienen auf meinem Grundstück, sondern WILDE BIENEN! Und jetzt husch husch runter von meiner Einfahrt, ich will ernten und behandeln und sowas!" "Tierseuchenkasse!? Für WILDBIENEN!?"


    Mal drei Milimeter weiter gedacht.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es geht hier doch gar nicht so sehr um das eine Volk, hier geht es um das Verhalten des öffentlichen Unternehmens UBZ.


    Die guten Absichten waren sicher vorhanden als das Bienenvolk in ihre "Obhut" genommen wurde. Aber! Wenn ich als Unternehmen keinerlei Erfahrung in diesem Bereich habe, melde ich mich doch umgehend hilfesuchend beim nächsten Imkerverein, oder noch besser, beim ansässigen Imkermeister. Zusammen mit einer fachkundigen Person, könnte man dieses "wilde" Bienenvolk doch zu einem Aushängeschild für den Naturschutz in dieser Region machen. Aber ohne jegliches Fachwissen, solche Behauptungen von sich zu geben, ist für mich unverständlich.


    Das war ein Eigentor!


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)


  • Ich werd nun lauter Schilder anfertigen und damit sämtliche ungezeichnete Bienenstände und Beuten in meine Betreuung überführen die mir begegnen.
    Wehe da macht sich einer ans Werk und behauptet es sind seine...

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Daß der UBZ-Chef keine Ahnung von Bienen hat, dürfte jedem klar sein. Aber daß er nicht so handelt, wie ihm der Imkermeister (!!!) rät, kann ich nicht verstehen....


    Kopfschüttelnde Grüße


    Margit

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Der ist halt Chef und das hat er etwas zu gut verinnerlicht. Schlimm ist, wenn andere, die es besserwissen müßte, auf den Zug aufspringen. Aber wie gesagt, wenn auf diesem Wege Meldepflichten und alles was so mit Amt und Gesetzt verbunden ist ausgehebelt werden kann, ich wär dabei. Versuch mal wilde Bienenvölker in der Anlage N unterzubringen :)


    Beste Grüße,
    Ralf (Wildbienenschützer)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Navhdem dieser Artikel erschienen ist, müßte doch das Kreisvetirinäramt aufwachen und von amtswegen handeln. Eine regelmäßige Oxalsäurebedampfung ist doch auch in jeder Baumhöhle möglich (aAuch wenn in D nicht zugelassen, so wirkt sie auch hier, nur der Begaser muß intelligent genug sein, um sich nicht selbst zu schädigen.).
    Markus bleib "am Ball", besser am Bien!
    Wolfgang, der Dir und dem Bien viel Erfolg wünscht.

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Ja wohl!
    Aber der scheint Herodes nachzueifern, (HÄNDE UND UNSCHULD) !
    Ich denke, wenn das den Markus Bärmann schon so sehr betrifft,
    Muß
    Ihm gelegenheit gegeben werden, sich dazu hier zu äußern....
    Wenn er Möchte!!
    (Ich denke, dass er möchte!!)
    Ich! würde ein
    dD
    sehr begrüßen
    db