Und was ist noch zu tun?

  • Liebes Forum,


    Meine Frage betrifft eigentlich den ganzen Zeitraum von der letzten Honigernte bis zur Winterruhe. Was ich in dieser Zeit vorrangig zu tun habe, weiß ich - gründlich einfüttern + Kontrolle durch Wiegen, außerdem behandeln, kontrollieren, behandeln.... und dann noch in jeweils einer Aktion Wabenhygiene und gegebenenfalls Völkervereinigung.


    Daneben würde mich aber noch interessieren: Welche Gründe sollte es für mich in dieser Zeit geben, direkt ins Volk zu schaun, also Waben zu ziehen? Ich habe das seit Anfang August kaum noch, eher stichprobenartig gemacht, weil ich auch nicht ganz genau weiß, worauf ich überhaupt achten müsste (im Gegensatz zum Frühjahr/Sommer, wo ich immer eine Plan hatte, wenn ich das Volk geöffnet habe). Mich würde mal interessieren: Wie oft schaut ihr ab August ins Volk und was genau wollt ihr sehen? Oder lasse ich die Bienen bereits in dieser Phase lieber in Ruhe?


    Danke euch und liebe Grüße,
    Angelika

  • Wie oft schaut ihr ab August ins Volk und was genau wollt ihr sehen? Oder lasse ich die Bienen bereits in dieser Phase lieber in Ruhe?


    Nach der Herbstrevision - also nach Beendigung der Fütterung, dem Abräumen der Futtergeschirre, der Kontrolle des Futtervorrates und der Weiselrichtigkeit - gehe ich nicht mehr in die Völker, bis zur Frühjahrsinspektion, die irgendwann im März/April erfolgt.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Nach der letzten Ernte kontrolliere ich bis ca. Ende September alle paar Wochen. Dabei achte ich auf folgende Punkte:


    Ausreichend Platz für Brut?
    Königin vorhanden und in Eilage?
    Stille Umweislungen? (Besonders jetzt problematisch)
    Futtervorrat?
    Sichtbare Schäden durch Varroa?


    Dabei achte ich aber darauf dass ich das Brutnest nur im Notfall durchschauen muss. Meistens reicht es wenn man sich an den Rand des Brutnestes rantastet.
    Jetzt erfolgen auch bei mir die letzten Eingriffe und dann bleiben die Völker planmäßig geschlossen bist März.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo, ich will nach der Behandlung mit AS offene Brut sehen. Mache es aber dann auch wie Wald und Wiese.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo,


    auch ich schaue nur sporadisch rein. Die (hoffentlich) letzte Behandlung ist nun durch und so will ich in der kommenden Woche noch einmal alle Völker durchschauen bzw. so weit gucken, dass ich offene Brut sehe. Dazu noch das restliche Futter auffüttern. Danach haben die Völker Imkerfrei. Danach noch bis November (erster Frost) regelmäßig wiegen, da wir noch Senftracht haben. Zwischenzeitlich noch mal im Oktober Milbenkontrolle und zwei Völker sind noch Wackelkandidaten. Die kontrolliere ich ggf. noch mal von innen. Der Rest läuft so bis Februar / März.


    Gruß
    Frank

  • Habe die Varroabehandlung abgeschlossen und es läuft die letzte Fütterung.
    Alle Völker tragen Pollen ein, so dass ich von vorhandener Königin ausgehe.
    Ich ziehe ab jetzt keine Waben mehr (mit Ausnahme der Probenziehung im Oktober, da sehe ich dann auch, falls keine Brut mehr da sein sollte. --> Vereinigung mit weiselrichtigem Volk) .
    Dann im Oktober nochmal Windelkontrolle und ggf. AS Behandlung wenn notwendig (meißtens jedoch nicht).
    Dann haben Sie Ruhe bis Weihnachten, dann OS-Behandlung. Dann sehen sie mich erst wieder im März/April.


    Grüße!

  • Bei mir sind ab Anfang/Mitte August die Bodenschieber permanent drin und werden etwa zweiwöchentlich ausgekehrt und inspiziert (30 sek pro Volk). Gemüll (bei geeignetem Bodengitter) gibt, abgesehen vom Milbenfall ausreichend Aufschluss über den Zustand der Völker, unter anderem z.B. auf welchen Wabengassen grade wieviel Brut schlüpft. Tritt z.B. durch AS-Langzeitbehandlung Brutunterbrechung ein, kann man den unterbrochenen Brutzyklus auf dem Schieber sehen, verzögert natürlich, bis Schlupf wieder einsetzt. Setzt er (selten) nicht wieder rechtzeitig ein, wird gehandelt. Aufgemacht wird nur bei Verdacht auf weitere "Unregelmässigkeiten" und wenn notwendig, eingegriffen.


    Freundliche Grüsse,
    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)

  • Falls es keine konkreten Aufgaben mehr gibt, wie z.B. MW ausbauen lassen oder Umweiseln, mach ich nur eine Abschlussdurchsicht, wo ich Weiselrichtigkeit prüfe. Die ist am nächsten Montag. Ansonsten gibt es keinen Grund, in die Völker zu sehen.


    Gruß Ralph

  • Hallo Angelika,
    in deiner Aufzählung fehlt mir der Mäuseschutz vor dem Flugloch!
    Ich bringe ein Gitter an wenn die Varroa Behandlung, Diganose und Auffütterung erst mal fertig sind, als Zeichen, dass ich nach den Völkern erstmal nicht mehr sehen muss. Im Oktober gibt es dann nochmal eine Diagnose und ein nachwiegen und gegebenfalls nachfüttern der Völker.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo zusammen,


    Das war hilfreich, danke - insbesondere der Hinweis auf die Überprüfung der Weiselrichtigkeit. Danke auch für den Hinweis auf die Mäusegitter, Wolfgang! Das hatte ich für Oktober eingeplant, aber es klingt sinnvoll, das als Signal an sich selbst gleich nach Abschluss der letzten Arbeiten zu machen.


    Beste Grüße!
    Angelika