Frage vom Neuling

  • Hallo zusammen
    Ich möchte mich mal kurz vorstellen bevor ich mit meiner Fragen starte. Ich bin der Niko bin 38 und Wohne im schönen Hochtaunus. Die Hobbys für draußen sind Kitebuggy fahren, Tauchen und Fotografieren. Zuhause basteln ich an Webseiten und ein wenig Elektronik. Wir holen uns schon seit Jahren für unser Frühstück den Honig von einem Imker aus dem Dorf und aus Neugier hab ich angefangen mich in das Thema einzulesen (mit Büchlein „1 mal 1 des Imkers“ und „ Meine Betriebsweise“ hab ich angefangen). Beim Lesen ist es nicht geblieben mittlerweile war ich auch bei einem Imkerverein in der Nähe und habe mich auch dort angemeldet, das nächste Jahr beginnt also schon mal mit dem Grundkurs der Bienenhaltung. Ich habe mich dafür entschieden mit 12er Dadant US Beute zu Imkern.
    So nun zu meiner Frage.
    Ich möchte mir zwei Dadant Beuten kaufen was brauche ich für den Anfang. Vom Verein bekomme ich zwei Ableger. Ich bin irgendwie überfordert, würde am liebsten ein Set bestellen wo alles zusammen passt. Was brauche ich im ersten Jahr auf jeden Fall was kann ich mir im Jahresverlauf dazu kaufen (ich meine nicht Schleier, Stock Meisel und Smoker). Würde mir gerne bis Ende September alles soweit bestellen. Möchte die Rämchen einlöten die Beuten streichen und aufstellen können ohne jeglichen stress, damit ich gut ins neue Jahr starten kann.
     
    Danke schon mal
     
    Gruß Niko

  • Hallo Nico,
    willkommen im Forum.


    Für den Anfang empfehle ich dir:
    1a. Mindestens zwei komplette Beuten oder besser dritte als Reserve (je Boden mit Varroaschub, Anflugbrett, Brutraum mit Schied, zwei Honigräume, Absperrrgitter, Innendeckel, Außendeckel)
    1b Rähmchen für Brutraum und Honigraum
    1c Mittelwände
    2. Wandergitter (für Transport und sonst immer mal hilfreich)
    3. später je Wirtschaftsvolk Deckel mit Bienenflucht ggf. jetzt Innendeckel mit Möglichkeit zum Einsetzen der Flucht nehmen
    4. Beutenbock oder irgendwas worauf du die Beuten stellen kannst
    5. Füttermöglichkeit - Futteraufsatz, Futtertasche
    6. persönliche Schutzausrüstung inkl. säurefester Handschuhe für Varroabehandlungen (Schleier bis Imkeranzug je nach Geschmack, Handschuhe, säurefeste Handschuhe)
    7. persönliche Arbeitsgeräte (Smoker, Stockmeißel, Abkehrbesen oder Feder, optional: Königinnenfangclip, Zusetzkäfig, Zeichengeräte...)
    8. Varroabekämfungsmittel (je nach Plan: Milchsäure, Ameisensäure, Oxalsäure jeweils ad us vet, Sprüher, Schammtuch, Verdunster)


    Also zu den ersten eigenen Bienen als Ableger brauchst du sicher bereits die Nummern 1, 4, 6 und 7 und ggf. Beutentaugliche Farbe/Lasur und bis auf die Bienenfluchten den Rest im Verlauf der ersten Saison. Ich empfehle dir immer eine leere Beute in Reserve zu haben, weil es einfach doof ist, wenn man eine gute Gelegenheit nicht nutzen kann (Schwarmfang...), weil man in der Hauptsaison erst noch eine Beute auftreiben muss. Wandergitter finde ich für den Transport praktisch und ansonsten schützt es meine Honigraumwaben bei luftiger Lagerung vor Mäusen usw.


    Bei den Herstellern gehen die Meinungen auseinander - einfach mal im Forum suchen. Leider sind nicht alle 100% kompatibel, sodass man sich vorher überlegen sollte, worauf man Wert legt und wo man das am besten erreicht. Gerade Rähmchenrechen limitieren oft die Rähmchenherstellerauswahl.


    Viele Grüße
    Kurt

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Hallo,


    nachtrag zum Thema Hersteller. Ich habe schon einiges zum Thema Hersteller getestet. Aktuell kann ich sagen, dass die Grundartikel untereinander kompatibel sind. So passt z. B. der Boden vom Wagner auf die Brutraumzarge vom Weber. Ähnlich ist es mit Bergwinkel und Bergwiesen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Zargen und Böden kompatibel sind. Leider sieht es bei den Rähmchen anders aus. Nutzt du keine Rächen, sind auch die Rähmchen uneingeschränkt kompatibel. Nur wenn es Rächen sein sollen - also im Honigraum, ist der Spaß zuende. Alle Hersteller (bis auf Weber), die ich bisher gefunden habe nutzen Ohren, die gleich breit sind wie der Oberträger des Rähmchens. Nur Weber macht hier eine Ausnahme. Da sind die Ohren schmaler als der Oberträger. Das führt dazu, dass du die Honigräume mit Rächen nicht wild kaufen kannst. Auch kannst du Rähmchen vom Weber nicht in Wagnerhonigräumzargen packen und umgekehrt. Brutraum geht noch - solange man keine Brutraumrähmchen in zwei Honigräume hängen will (z. B. zur Königinnenzucht). Das nervt und ist schon eine große Einschränkung. Eigentlich bin ich mit Weber ganz zufrieden, aber nochmals würde ich deswegen nicht bei ihm kaufen. Man macht sich einfach die Tür für andere Lieferanten zu (wenn im Juni mal zufällig die Rähmchen beim Weber ausgehen, hast du echt schlechte Karten).


    Ansonsten stimmt die Liste soweit.


    Gruß
    Frank


    Gruß
    Frank

  • Hallo Niko,


    auch von mir ein herzliches Willkommen im Imkerforum und bei den Bieneninfizierten.
    Was Du im Laufe des Jahres noch brauchen wirst, ist Futter für Deine Ableger. Je nach dem, wie Du´s Dir einrichten kannst, Zucker oder flüssiger Sirup. Immer schön in kleinen Portionen füttern - hat bei mir dieses Jahr super geklappt, meine Ableger haben sich bis jetzt sehr gut entwickelt.


    Grüße
    Margit

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Die Weber-Rähmchen sind dafür, genau wie der Service, qualitativ gut bis sehr gut und günstig. Bei anderen Herstellern kann man da lustige Überraschungen erleben, solche blieben mir aus Gera bislang erspart. Ich bin sehr zufrieden. Ab einer gewissen Völkerzahl kommt man eh nicht umhin, zusätzlich zu den ganzen Geraffel noch eine Kiste Rähmchen auf Vorrat rumstehen zu haben, das bzl. des Engpaß im Juni.


    Zu der Aufzählung: Ihr habt Platz vergessen. Zwei Völker + ein Ableger bedeutet gespiegelt für den Keller mittelfristig einen Raum voll mit Bienenkram oder wahlweise die Garage. Ferner braucht es viel Toleranz bei den Mitmenschen, nicht jeder hat Verständnis für leere Hobocks in der Badewanne oder Futterkanister im Flur.


    Wird schon, wir sind ja alle mehr oder minder in die Falle getappt :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Niko,


    willkommen hier bei den Bienensuchties!


    Ein guter Pate/Bienenfreund/-in und genug Zeit für die Bienen helfen ungemein.


    Vielleicht kannst Du noch ein paar Bücher lesen: Phänomen Honigbiene/Tautz und Imkern in Großraumbeuten/v. Orlow würde ich empfehlen.


    @Ralph::daumen::daumen::daumen:



    Gruß Jörg

  • Hallo,


    Herzlich Willkommen auch von mir. Ich bin auch Neuling hier und möchte auch nächste Saison mit dem Imkern anfangen.


    Ich habe mir hier mal eine kleine Auflistung zur Bestellung bei Weber gemacht, teilweise mit Kommentaren meines Paten. Ich hoffe, das hilft.


    Wo du bestellst ist dir natürlich überlassen

  • Zwei Honigräume je Volk? Und dann komm der Wonnemonat Mai und hui, brauchst Du noch ein, zwei Extraböden, Brutraumzargen, Deckel, Überdeckel und Rähmchen, aber es gibt keine Rähmchen und Du lernst mal so richtig rudern. Schwärme sind was feines, aber so richtig schön sind nur die von anderen Imkern! Fertige Sets werden immer mit zwei HR angeboten, aber wenn es richtig knallt reichen auch drei nicht. Deswegen rechne je Volk fünf. Dann kannst Du auch mal einen HR mit nach Hause nehmen und direkt einen neuen mit Mittelwänden draufstellen, das schafft Dir die Zeit, die Du als Anfänger brauchst, damit nicht alles explodiert!


    Was man theoretisch braucht ist das eine, was man hat, wenn es gebraucht wird eine gaaaaaanz andere Sache! Auf Kante genäht bestellen kann in der Imkerei nichts, außer Dir das Rudern beibringen. Imkern IST anfangs teuer und Material- und Logistiktechnisch auch dauerhaft die Hölle. Anfangs kannst Du auch kein Geld durch basteln einsparen, weil Du keine Ahnung hast, was Du wirklich brauchst, und da kommt jetzt der hundertfach wiederholte Rat ins Spiel, in dem Maß mit dem Imkern beginnen, in dem auch Dein/Euer Pate imkert, denn: wenn Du wo anrufen kannst um Dir sauschnell mal den grade Sonntagnachmittag fehlenden Boden zu leihen, das ist durch nichts zu ersetzen. Wenn der Schwarm vom vorgestern durchgeschauten Volk über der Kaffeetafel im Apfelbaum hängt.


    Denn eins ist sicher: den Bienen sind Euere Pläne völlig egal.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Alle Hersteller (bis auf Weber), die ich bisher gefunden habe nutzen Ohren, die gleich breit sind wie der Oberträger des Rähmchens. Nur Weber macht hier eine Ausnahme. Da sind die Ohren schmaler als der Oberträger. Das führt dazu, dass du die Honigräume mit Rächen nicht wild kaufen kannst. Man macht sich einfach die Tür für andere Lieferanten zu (wenn im Juni mal zufällig die Rähmchen beim Weber ausgehen, hast du echt schlechte Karten).


    Lieber Nico,


    sofern Du mit Rechen arbeiten möchtest: Frank hat recht, Rähmchen fremder Anbieter passen nicht in die Weber-Rechen (Ausschnitte zu schmal). Aber: Ich benutze die Weber-Rähmchen lieber, gerade weil sie schmalere Ohren haben. Da kann ich mit den Fingern gleich ordentlich zugreifen und muß mir nicht erst mühsam Platz schaffen oder nachfassen o.ä.
    Unabhängig von Rechen oder nicht: Meine Anfängererfahrung lehrte mich, wie gut es ist, wirklich reichlich Rähmchen im Winter vorzubereiten, damit man dann im Mai/Juni, wenn es bei vielen pressiert, ganz entspannt in sein eigenes Vorratslager zurückgreifen kann. Da macht es einem auch nichts aus, wenn bei Weber die allseits begehrte Händler-LKW-Ladung kurz vor dem Ziel in einen Unfall verwickelt wird...
    Ein wenig unfreiwillig hatte ich drei Mal soviele Rähmchen, als ich für Brut- und Honigräume gerechnet hatte (bei mir einheitlich Zander) - und ich habe sie fast alle benutzt! Freilich hängt das auch damit zusammen, wann Du wieviel Rähmchen wieder frei/leer bekommst durch Ausschleudern bzw. einschmelzen. Der Materialpuffer schafft Dir so auch zeitliche Freiräume, wenn Du Arbeiten an den Rähmchen in weniger arbeitsintensive Zeiten verschieben kannst. Bei der Bedarfskalkulation übersieht man im anfängerlichen Überschwang auch leicht den Mehrbedarf im Zuge der Wabenerneuerung.


    Rähmchen aus Teilen selbst zusammensetzen - das hilft im Winter über die Ungeduld hinweg und erhält über Wochen die Vorfreude auf das Frühjahr - auch wenn man im Nachhinein über die aufgewandte "Arbeits"-zeit staunt.
    Das hält den einen oder anderen von schlimmeren Basteleien ab und fördert auch das Verständnis und die Akzeptanz von Rähmchen- und Beutenpreiskalkulationen der Händler...


    Einen schönen Bienen-Advent wünscht - Gottfried

  • Hi,


    ich kann das was die anderen schreiben, insbesondere Ralf, nur unterstreichen: Imkern ist ein sehr platzintensives Hobby. Eine Ecke im Abstellkeller für ein paar Zargen und Eimer, wie man sich das anfangs vielleicht vorstellt, reicht einfach nicht. Und du solltest definitiv mehr Beuten besorgen als die zwei, für die du schon Ableger eingeplant hast. Wenn du also wirklich zwei Völker kaufen willst, dann ist eine dritte Beute auf jeden Fall Pflicht, aber vier Beuten wären auch nicht übertrieben.
    Und die zwei Honigraumzargen, die üblicherweise im Handel beim Kauf einer Beute dabei sind, sind ein Witz. Zwei Zargen pro Beute reichen nicht. Die fünf Zargen, die Ralf nennt, sind realistischer. Das heißt nicht, dass unbedingt alle fünf mit Honig voll werden, aber man braucht halt Rangierplatz, und gerade in guten Jahren, wenn man vielleicht Schwärme fangen und Ableger bilden muss und auch noch der Honig fließt, dann sind im Handel gerade keine Zargen lieferbar, zumindest aber keine Rähmchen und ggf. Mittelwände mehr.


    Es haben schon viele mit der Imkerei angefangen, die eigentlich 'nur ein paar Bienen halten und etwas Honig für den Hausgebrauch ernten wollten'. Aber ein oder zwei Völker sind auf Dauer meist nicht stabil, entweder man steht dann hin und wieder ohne Bienen da, oder aber man ist selbst als Kleinstimker doch schneller auf vier bis acht Völker als man denkt. Und dann kann man den Honig nicht mehr alleine mit der Familie und den Nachbarn verbrauchen. Das heißt: die Honigverarbeitung und -lagerung nimmt deutlich mehr Raum ein, als man sich vorher ausgemalt hat, selbst wenn man auf eine eigene Schleuder verzichtet. Man braucht Eimer/Hobbocks, Abfüllkübel, Siebe, evtl. Rührer. Leere Gläser, Deckel, Kartons, Etiketten...


    Von Wachsverarbeitung noch gar geredet: wenn man bebrütete Waben oder Waben mit Pollen außerhalb eines Bienenvolkes rumliegen lässt, dann kommen unweigerlich die Wachsmotten, und das ist nicht schön (ich weiß wovon ich rede :-(). Also sollte man die Möglichkeit haben, Wachsreste möglichst zeitnah einzuschmelzen. Das hört sich leider einfacher an als es ist, denn diese Waben schmelzen eben nicht wie eine Tafel Schokolade restlos. Man hat Wachs, Trester, Futterreste, das muss irgendwie getrennt werden, ohne Räuberei. Aber, zugegeben: das ist nicht unbedingt ein Problem des ersten Jahres.


    Grüße,
    Robert

  • Danke erst mal an alle für eure Tipps und Ratschläge. Bei mir ist nicht der Platz das Problem. Da wir genügend Weiden zum aufstellen haben. Die Zargen Lehrer Rämchen und alle unproblematischen Teile kommen in ein Gartenhaus. Rädchen mit Waben oder Futter usw. Kommen in ein unbenutzten Kellerraum. Ich habe 500€ für die Erstausstattung eingeplant. Denke damit komme ich fürs erste hin ( hab deine Liste mal als Grundlage genommen SAPLING ). Werde im Januar werde ich Dan eine Nachbestellung machen. Damit ich nicht in die Bredouille komme. Hoffe ich komme damit für den Anfang gut aus. Bin zur Zeit nur ein Theoretiker und auch ein wenig ungeduldig. Natürlich möchte ich auch nicht das ich am Anfang unnützes kaufe weil man einfach übereifrig ist.
    Deswegen danke nochmal.
    Ich werde die Tage eine Aufstellung machen und sie hier reinstellen. Hoffe ihr kuckt mal drüber und korrigier dies.
    Bis dann Niko

  • Hallo,


    Herzlich Willkommen auch von mir. Ich bin auch Neuling hier und möchte auch nächste Saison mit dem Imkern anfangen.


    Ich habe mir hier mal eine kleine Auflistung zur Bestellung bei Weber gemacht, teilweise mit Kommentaren meines Paten. Ich hoffe, das hilft.


    Wenn ich es nicht überlesen habe, dann fehlen zu den Rähmchen im Brutraum noch Abstandshalter, die ich dringend empfehlen würde. Seit ich es beim ersten Volk vermisst habe, achte ich auch vor dem Besiedeln immer noch darauf, dass in der Beute am Rand einer für die erste Wabe einer dran ist.


    Shadowdiver : Trafo brauchst du auch für die ersten Mittelwände, aber da kann man auch mal einen leihen und ein paar auf Vorrat einlöten. Rähmchen würde ich mehr kaufen als reinpassen, weil man immer mal welche noch nicht wieder einsatzklar hat, wenn man frische braucht. Oft gibt es bestimmte Verpackungseinheiten, die dann Rabatt bringen. Honigernte wird im ersten Jahr mit Ablegern wohl nicht das große Thema werden und kannst du vermutlich im Verein oder beim Kollegen machen. Bei einer Komplettbeute in Reserve hättest du auch die zusätzlichen Honigräume, die rase empfohlen hat.


    Als Lektüre fand ich noch Reiner Schwarz: Imkern mit Dadant und Mini-Plus super für den Einstieg und lese dort immer mal wieder was nach. Die letzte Auflage gibts gratis zum Download auf der Homepage und die aktuelle kann man dort bestellen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Wenn ich es nicht überlesen habe, dann fehlen zu den Rähmchen im Brutraum noch Abstandshalter, die ich dringend empfehlen würde.


    Ja, stimmt die habe ich nicht drauf, mein Pate hat da noch eine ganze Kiste von und meinte, dass ich für's erste welche von ihm haben könnte

  • 500€, tja, so naiv war ich anfangs auch, kicher!!!
    Die Begehrlichkeiten wachsen überproportional zur Anzahl vorhandener Völker. Als Dadantimkerin kann ich mich den anderen nur anschliessen. Ganz wichtig ist es tatsächlich, Kontakte in der nächsten Umgebung zu pflegen, um Austausch und Hilfe zu gewährleisten.
    Der Rat, sich ein umfassendes Lager insbesondere an Rähmchen und Zargen zuzulegen, ist Gold wert. Ich hatte vor rd anderthalb Jahren ein Sonderangebot an fast 150 Brutraumrahmen erworben und stöhnte, als ich das Paket sah. Was soll ich sagen: bis auf 12 Rahmen verbraucht...und das bei einer Völkerzahl von derzeit 6. Wabenerneureung inkl. TBE und auch einem befreundeten Imker mit Material aushelfen, und schwupps, is das Zeuch wech. Die Zargen eignen sich prima als Zwischenlager für alle Sorten Rähmchen, und nicht zuletzt braucht man zum Füttern (wenn mit Eimer oder Schalen) und auch, wenn man Ameisensäure verdunsten möchte, zumindest die Honigraumzargen.
    Im Zargenturm kann man auch im Inneren platzsparend Eimer, Siebe und anderes Gerät unterbringen. Wenn Du ungeduldig bist, schaffe Dir Holzbeuten an, die Du streichen kannst. Um den Bienen das Heimfinden zu erleichtern, insbesondere, wenn Du in Reihe aufstellst, kommen auch selbstgemalte Eingangsmuster über dem Flugloch sehr gut. Da kann man die zappeligen Hände gut mit beschäftigen. Und Rähmchen schon mal spannen und MW einlöten, so Du sie nicht allzu kühl und mäusedicht lagern kannst, es gibt ja der imkerlichen Betätigungen soooo viele!
    Viel Spass dabei!
    Ach, fällt mir grad ein. In einem Jahr musste ich zwangsläufig im späten Frühjahr 2 Schwärme in je 2 Honigraumzargen mit improvisierten Böden und Notdeckeln einquartieren, weil zu dem Zeitpunkt bundesweit nichts lieferbar war. Sollten Deine Ableger nicht gerade Superqueens haben und um Dich herum 2500 Imker keine Schwarmverhütung betreiben, wird es nicht gleich so dicke kommen. Aber: unverhofft kommt eben oft.