Überwintern im Kieler Begattungskästchen

  • So: kleiner Zwischenstand.
    Habe das KBK soweit möglich aufgefüttert. War ja auch schon recht spät,aber aufgrund des warmen Wetters haben sie noch lange Futter angenommen un auch Waben gebaut. Bis auf zwei Mittelwandstreifen direkt über dem Futtertrog haben sie zwei Zusatzzargen ausgebaut.


    Zusätzlich habe ich nachdem ich einige Milben gesehen habe auch noch eine Ameisensäurebehandlung durchgeführt. Hierzu hab ich mir den Apidea-Verdunster als Vorbild genommen und nachgebaut. Habe mit dem Volumen einer halben Zarge gerechnet und etwa 10-15cm^2 Verdunstungfläche "freigelegt". Habe hierzu ein halbiertes Schwammtuch in einen Gefrierbeutel gepackt und in diesen zwei 5x1cm Streifen geschnitten. Ich hoffe,dass die Verdunstung ausreichend war. Nach 10 Tagen war etwas Restfeuchte im Schwammtuch. Bis jetzt sind jedenfalls noch ne Menge Bienen vorhanden, falls es nochmal dazu kommt werde ich aber vorher noch ein paar mehr Gedanken hierein stecken... Im Dezember werde ich aber auch das KBK mit Oxalsäure behandeln.


    Das Futter sollte wohl wenn es jetzt etwas Kälter wird bis Anfang Februar reichen. Hatte etwa 2,5 - 3 kg Zucker verfüttert. Werde aber zwischendurch wiegen, sicher ist sicher.



    Viele Grüße
    Alex

  • Hallo Alex,


    ich weiß gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll wenn ich deinen Beitrag lese.
    AS Behandlung im November? Ganz großes Kino.
    Du erinnerst mich nicht an einen Imker, du erinnerst mich an einen Jungen mit einer Lupe und einen Ameisenhaufen...

  • OK, eigentlich dachte ich, dass es klar genug formuliert gewesen wäre. Ein genaues Datum habe ich aber nicht geschrieben, das stimmt wohl. Derzeit haben alle meine Bienen Ruhe vor mir.


    Also nochmal in präzise zur Ameisensäurebehandlung:
    - Die Ameisensäurebehandlung mit einem Langzeitverdunster mit 85%iger Ameisensäure wurde am 18.9.2015 begonnen (85% wegen der relativ niedrigen Temperaturen bei uns in dieser Zeit) und wurde nach 10 Tagen beendet. Hierbei war etwas Restfeuchte im Schwammtuch vorhanden.
    - Die Säuremenge betrug 40 ml und wurde von mir als 1/3 der Angabe von 120ml für ein einzargiges Volk mit Apidea-Verdunster gewählt unter der Annahme, dass mein KBK mit Zusatzzargen etwa einer 1/3 Zarge entspricht.
    - 10 - 15cm² Verdunstungsfläche, d.h. ich habe 2 etwas größere 5x1cm Löscher in einen Gefriebeutel geschnitten, in dem ein halbiertes doppeltgelegtes Schwammtuch verpackt ist. Die Fläche ergibt sich ebenfalls aus der 1/3-Zargen-Annahme, etwas mehr, wegen niedriger Temperatur.
    - Die Lüftungsöffnung im Boden habe ich nicht verkleinert, um aufgrund des kleinen Fluglochs eine Überdosierung zu vermeiden. Die Bodenöffnung ist von den Dimensionen ja eher mit einem großen Flugloch als mit einem Bodengitter zu vergleichen.


    -Fütterung: Zwei Futtergaben (eigentlich drei, initial hatte ich Futterteig bei der Bildung der Begattungseinheit gegeben) haben vor der Behandlung stattgefunden (Ende August). Die restlichen dann nach abgeschlossener Behandlung. Bei Bildung des Mini-Kunstschwarms hatte ja bereits eine Behandlung mit Milchsäure stattgefunden.


    Natürlich ist mir klar, dass das gesamte "Projekt" einen Junge-mit-Lupen-Chrakter hat. Aber ich möchte klarstellen, dass ich mir sehrwohl Gedanken vor einer jeden Aktion mache.


    Viele Grüße
    Alex

  • Ameisensäure (und dann noch Langzeit!) hat in so kleinen Einheiten nichts verloren und der Zeitpunkt war zusätzlich grottig. Warum und wieso interessiert dann halt nur noch am Rande.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ameisensäure (und dann noch Langzeit!) hat in so kleinen Einheiten nichts verloren und der Zeitpunkt war zusätzlich grottig. Warum und wieso interessiert dann halt nur noch am Rande.


    Beste Grüße,
    Ralf


    Das ist absolut auch meine Meinung, AS in so kleinen Einheiten, das kann nur schiefgehen

  • So sieht es aus kurt & Ralf


    Alles nur Spielerei die zu Lasten der Bienen geht. Auch wenn es gut gemeint ist, den Bienen tut man damit nichts gutes.


    Am Ende werden sie noch unterm Bett überwintert ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo,


    macht mal halblang mit Euren Antworten. Alex versucht eine Königin über den Winter zu bringen. Auch ich hab heuer zwei Königinnen im Kieler Begattungskästchen.
    Bis letzte Wochen sind sie schön geflogen. Mach dann im Dez. eine Oxalsäure-Behandlung (die einzige Varroa-Behandlung!) - seine AS-Behandlung war vielleicht heftig
    aber er meinte es gut.


    Ich wollte eine junge, brave standbegatte Königin (Mutter - Belegstelle) im Oktober oder November nicht in den Boden zu stampfen. Denn das ist meiner Meinung nach auch nicht ok. Lieber teste ich und mach eine Erfahrung. Bis jetzt hatte ich immer guten Erfolg mit meinen Methoden und Ansätzen.


    Mein Kieler: Brutraumzarge mit drei Aufsätzen.


    Und wenn Kieler oder Segeberger in lettischen Wintern funktionieren, dann funktionieren die auch im "warmen Deutschland".
    Bitte mal darüber nachdenken.


    Viele Grüße aus dem Allgäu.
    Ruth

  • Hallo Ruth!
    Danke für die Antwort! Wollte auch zunächst auf die AS-Behandlung verzichten, hatte aber viele Milben auf den Bienen gesehen (zwar noch keine verkrüppelten Bienen, aber halt viele Milben). Verstehe zwar noch nicht, warum es ein grundsätzliches Problem in solch kleinenen Völkchen ist, mir ist aber schon klar, dass die Dosierung leichter schief gehen kann. Das ist aber scheinbar gut gegangen, zumindest war Mitte November noch die Hölle los und die Königin war auch noch da. Jetzt ists ja endlich mal etwas kühler geworden.
    Und an Markus: keine Sorge, unterm Bett werden die Bienen nicht landen ;) Will auch das Kästchen nicht mit maximalem Aufwand betüddeln, sondern nur etwas genauer auf das Gewicht achten, damit die nicht verhungern.


    Viele Grüße
    Alex

  • Hallo Philipp!


    Das Völkchen hat es super durch den Winter geschaft. Hatte zwei Zusatzzargen auf das Kästchen gestellt, musste aber trotzdem ein bisschen nachfüttern.
    Drei voll aufgefütterte Zargen hätten vermutlich gereicht.
    Im April habe ich die Mini-Waben dann in DNM-Rähmchen geklemmt und das Völkchen zu einem Ableger aufgebaut, den ich dann verschenkt habe. Das daraus entstandene Volk hat sogar noch Honig geliefert dieses Jahr.
    Hier habe ich ein bisschen Tagebuch geführt: http://hoeck.koeln/category/ko…enzucht/kbk-ueberwintern/


    Wenn ich es länger geplant hätte, hätte ich es versucht, wie ich in einem Königinnenzucht-Buch gelesen habe: Vor dem Winter so viele Futterwaben ausbauen lassen, dass diese über den Winter reichen. Die kann man dann auch ausserhalb des Völckchens lagern. Dann kann man im Winter mit Futterwaben füttern. Ist bestimmt für kältere Winter besser geeignet als Futterteig. Und ausserdem kommt man laut Autor ohne Aufsatzzargen hin. Ist jetzt aber schon wieder knapp, die werden Dir vermutlich nicht mehr ausreichend Waben ausbauen...


    Viele Grüße,
    Alex


    P.S.: kannst ja mal berichten, wie es bei Dir funktioniert, fände ich interessant, dieser Winter wird ja bestimmt anders als letzter...

  • P.S.: kannst ja mal berichten, wie es bei Dir funktioniert, fände ich interessant, dieser Winter wird ja bestimmt anders als letzter...


    Ja genau, probier das doch mal! Und nächstes Jahr dann im EWK. Weil MiniPlus ist ja leider noch nicht erfunden oder in eine normale Beute, wohin sie dann im April umziehen können, können sie ja jetzt unmöglich auf fünf Waben überwintern. - Warum sollte man das probieren? Weil man's kann? Das sind immernoch Lebewesen Leute. Spielt mit etwas, was nur Geld kostet, wenn es kaputt geht, aber nicht mit Bienen.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife