Überwintern im Kieler Begattungskästchen

  • Hallo Zusammen!


    Lese hier schon seit einiger Zeit mit und habe schon ein paar hilfreiche Tips hier gefunden. Jetzt habe ich aber zum Thema "Überwintern im Kieler Begattungskästchen" zu ein paar Fragen, die sich mir stellen keine fertige Antwort gefunden. Also zu meinen Fragen:
    Ich habe im Juli bei einem leistungsschwachen Volk über die OKS- oder TuB-Methode umgeweiselt. Den Brutteil des Volkes habe ich dann sofort mit einem Zuchtrahmen ausgestattet. Dabei sind einige begattete Königinnen zuviel entstanden. Habe alle bis auf eine dann aber doch noch verwerten können.
    Die letzte, die jetzt noch übrig ist, wohnt in einem Kieler Kästchen, derzeit auf zwei Zarge, wird am Freitag noch um eine erweitert.
    Jetzt stellt sich die Frage nach Varroa-Behandlung. Schwammtuch ist vermutlich die einzig sinnvolle Option, aber wie? Wieviel AS und welche Konzentration? Wie oft? Wie kontrolliert man den Erfolg?
    Danach stellt sich noch die Frage nach der Futtermege: würde denken, so 2/3 der Waben voll wäre gut, dann ist erstmal noch genug Platz zum Brüten. Wie seht Ihr das? Oder einfach wiegen? Wie schwer müsste das Kästchen sein?


    Viele Grüße
    Alex

  • Spielerei und nochmal Spielerei. Wenn schon spielen, dann nimm die Rähmchen, befestige sie in MiniPlus Rähmchen und bau dir damit deine 3-4 MiniZargen auf.
    Sorry wenns es nun keine Antworten auf deine Fragen sind, aber wozu soll man da experimentieren wenn man zum MiniPlus Werte hat und damit zudem auch recht sicher überwintern kann.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Die letzte, die jetzt noch übrig ist, wohnt in einem Kieler Kästchen, derzeit auf zwei Zarge, wird am Freitag noch um eine erweitert.


    Mit Verlaub: Beim Gedanken, dass man in einem Kieler Begattungskästchen (wegen mir auch 3 oder 5 übereinander) ein Völkchen überwintern will, gruselt es mich!
    Das mag in sehr milden (Nicht-)Winter eventuell mal funktionieren.
    Es ist doch eine viel zu geringe Bienenmenge, die bei tiefen Nachttemperaturen sich nicht erwärmen kann! Ab in das Standmaß und unter kontinuierlichem Füttern mindestens eine Fläche von 3 DNM-Waben wachsen lassen! Alles andere ist doch todgeweiht.


    Varroabehandlung einer so schwachen Einheit würde ich nur mit Oxalsäure sprühen oder verdampfen machen wollen. Ameisensäure ist viel zu mörderisch für so eine kleine Einheit!

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Alex
    Das Überwintern von Königinnen in Kielern mit vielen Aufsatzzargen funktioniert. Ich hatte schon Türme mit 10 Aufsatzzargen gebildet. (Ein Pfahl zum anbinden sollte neben dem Turm stehen) Die Waben können mit Milchsäure besprüht werden. Futtern mußt du soviel wie reinpasst.
    Für den Winter habe ich die Kielen Kiste gegen einen Holzrahmen mit Einflugloch ausgetauscht. Die Zarge habe ich auf einen engmaschigen Draht gestellt. (gegen Mäuse und für die Gute Belüftung) Bei der Kieler Zarge ist die Lüftung für den Winter viel zu klein und wird durch Totenfall verstopft. Auch das Flugloch verstopft durch die toten Bienen, die nicht herrausgetragen werden.
    Die Bienen überwintern also nicht im Kieler sondern in den Styropor Aufsatzzargen. Mach dir wegen der Isolierung keine Gedanken, es soll sogar Imker geben die ihre Bienen im Winter in unisolierten Holzkisten überwintern.


    Gruß


    Dirk

  • Spielerei und nochmal Spielerei...


    Hallo Alex, hallo Dirk,


    der Markus wollte sicher nicht sagen, daß es unmöglich wäre solche Minivölkchen in Kieler Begattungskästchen zu überwintern. Es ist halt nur unnötige Spielerei und eigentlich auch ethisch-nicht-so-toll, weil so eine Hand voll Bienen sicher keine wirklich überwinterungsfähige Einheit sind.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg


    Vieles ergibt sich einfach, wenn man für eventuelles Umweiseln ein paar Königinnen in Reserve hat, dann werden die Kieler nicht im August aufgelöst. Wenn man die Königin im Oktober oder November nicht braucht, dann versucht man sie eben über den Winter zu bekommen. Viele Imker wären spät (oder früh) im Jahr dankbar für eine Reserve-Königin.


    Gruß


    Dirk

  • Für Kieler werden viel weniger Bienen gebraucht, um eine Königin zu "erzeugen". Der Materialaufwand und der Lagerplatz ist geringer.


    Ableger im Standmass werden auf 5 Waben überwintert und sind nicht dafür vorgesehen als Königinnenspender zu dienen.



    Gruß Dirk

  • Moinsen,


    ich habe dieses Jahr erstmalig die Kieler ausprobiert - bin aber nicht so begeistert davon. Das größte Problem für mich für eine eventuelle Überwinterung bzw. das arbeiten wie mit Mini-Plus oder normalem Standmaß ist, dass die Kieler "Rähmchen" aus den unternen Kasten (also dem Kieler-Kasten) nicht mit der Erweiterungszarge kompatibel ist. Die Bienen bauen die Wabe halt so weit, wie es der Beespace zulässt und damit ist die Wabe zu lang für die Zarge. Hier müsste man dann manuell kürzen bzw. die Wabe zurecht schneiden. Das ist nichts für mich. Damit stirbt das an sich gute konzept des vereinens, da es schlicht weg nicht geht. Daher habe ich nun alles auf Minis umgestellt und behalte meine Kieler nur für den absoluten Notfall (falls doch mal 100% der Larven zuende gepflegt werden und ich doch keine Minis mehr frei habe). Alles andere ist spielerei.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Zusammen!


    Danke für die Antworten! Natürlich ist das nicht die optimalste Form der Überwinterung, ich möchte meine Materialschlacht aber nicht mehr weiter vergrößern. Und die Kieler Zargen sind halt da.
    Dirk : Werde dann wohl noch einen neuen Boden Zimmern, Absperrgitter hab ich noch genug. Die Völkchen hatte ich vor Begattung als KS schon mit Milchsäure behandelt, sollten also noch halbwegs gesund sein. Dann werd ich wohl erst im Winter mit Oxalsäure behandeln.
    frank : das mit den unterschiedlichen Höhen nervt echt.


    Hab übrigens verschiedene Begattungskästchen ausprobiert, bin ja noch recht grün hinter den Ohren ;) Die haben alle gut funktioniert, haben halt unterschiedlich Vor- und Nachteile. Hatte Mini-Bivo, diesen Apidea-Nachbau und Kieler. Von MiniBivo hab ich zwar viel negatives gelesen, die haben bei mir aber auch funktioniert. Da muss die Königin halt nur schnell wieder raus und man muss die Plasikmittelwände noch mit Wachs behandeln (hab ich zumindest gemacht, da ich gelesen hab, dass es sonst Kaltbau im Kasten gibt, trotz anderer vorgaben. Hat bei mir prima geklappt.)
    MiniPlus hab ich nicht ausprobiert, da ist der Bieneneinsatz m.E. zu hoch, da hb ich dann lieber direkt Begattungsableger im Standmaß gemacht, erschien mir sinnvoller.


    Viele Grüße
    Alex

  • Hallo !


    Vor über einem Jahrzehnt schon hat man am BI KIrchhain einen Überwinterungsversuch mit Kleinsteinheiten gemacht.


    Hierfür wurden kurz vor dem einwintern, in Kleinstkunstschwärme Königinnen eingeweiselt.
    Diese hatten praktisch keine Arbeit zu verrichten,
    mittels Liebefelder wurde dreimal während des Winters die Bienenmenge bestimmt.
    Die Kontrollierten Einheiten hatten hohe Ausfälle.
    Die Vergleichseinheiten -ohne Mengenbestimmung- überlebten weitgehend.


    Auch hier hat es einige Imker die in Kielern überwintern, 4...5 Etagen und immer auf das Futter achtend.
    Eigene Erfahrungen bestehen erst ab 5DNM größer ....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Frank und Alex


    Für die Kieler gibt es unterschiedlich hohe Aufsätze. Bei den hohen passen die Waben von unten nach oben. Komme mit denen sehr gut zu recht, nur leider sind die kaum noch zu bekommen. Die Angaben auf den Schopseiten der Versender sind nicht immer glaubhaft.
    Hab letzten Winter auch zwei Kieler ueberwintert (Kieler + 4 Aufsätze) . War aber so nicht beabsichtigt . Waren bestellte und dann nicht abgeholte Königinnen. Normal spax ich die letzten Kieler in DN Raehmchen .Ergibt dann eine DN Zarge Naturbau.
    Wies mit den Minis geht wird die Zeit zeigen, da bin ich noch am testen.


    MfG Frank