Volk einfüttern?

  • Ich hab mal eine Anfänger- Frage:
    Ich habe 7 Völker an meinem Standort stehen, hier im Bergischen wächst viel Springkraut.
    6 der Völker haben sich auch schon gut selbst eingefüttert, zwischen 1 und 7 kg musste ich zugeben, um den nötigen Wintervorrat zu bekommen.
    Nur 1 Volk, es war im Mai geschwärmt ( allerdings waren das 2 weitere an dem Standort auch) braucht nun laut Gewichtskontrolle noch 16 kg!
    Das Volk ist gut entwickelt, beim Beleuchten des Gitterbodens abends hängt eine Traube über 7 Waben. Milbenbefall im Rahmen, Varroabehandlung 1. Mal abgeschlossen. Da ich Zuckerwasser füttern muss, weil ich keinen Sirup mehr habe, stellt mich das Einfüttern von 16 kg vor ein praktisches Problem, auf einmal kann ich das nicht füttern, das passt ja in keine Futterkiste. Aber das spielt ja keine Rolle, eher treibt mich die Frage um, ob ich ein Volk, das so wenig eingetragen hat, besser auflösen soll?
    Und wenn ja, wann wäre der besten Zeitraum? Die Königin dieses Volkes wäre in dem Fall ja dann eher zu eliminieren, oder?
    Danke für Antworten.

  • Füttern mit Aufsatzzarge und Schüssel/Wanne/Eimer + Schwimmhilfe.


    Warum ein starkes Volk/Schwarm/Ableger auflösen nur weils kein Honig gab? Neue Königin rein und gut!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Das verstehe ich jetzt nicht so ganz.
    Da ist ein Volk, das sich doch wohl im normalen Schwarmgeschehen eine junge Kö gezogen hat. Die ist doch offensichtlich auch gut in Eilage. Nun bemängelst Du, dass das Volk nicht auf dem gleichen Level (futtermässig) ist, wie die anderen.
    Alles andere, schreibst Du, ist ok. Varroa i.o., keine sonstigen Auffälligkeiten. Und das ist dann schon das Todesurteil für eine junge Madame?
    Also, ICH würde die aus der geschilderten Situation heraus nicht abmurksen. Vielleicht sind sie mit dem Sammeln in Verzug geraten, als Du sie gg Varroa behandelt hast. Vielleicht ist das Volk aber auch dermassen im Brutaufzuchtfieber, dass es alle Energie dorthinein steckt und nun einfach Hilfe braucht, um eine gesunde Balance herzustellen.
    Gib ihnen doch eine Chance.Es wäre doch auch ratsam, sich mal in aller Ruhe die Waben einzeln anzusehen und sich eine Übersicht zu verschaffen. Du schreibst nur von durchhängender Traube an 7 Waben. Guck doch mal durch und analysiere. Wenn das Volk natürlich weitere Eigenschaften zeigt, die Dir missfallen, könnte man umweiseln oder Auflösen. Ich fände das allerdings schade.
    Natürlich stellt sich mal wieder die Grundsatzdiskussion, was erhaltenswert ist, aber so schnell zum Tode verurteilen???Nein.

  • sollte denn jetzt schon das gesamte Winterfutter drin sein???


    ... nach meinem Dafürhalten: Ja.
    Die Einfütterung sollte - zumindest hier - spätestens Anfang/Mitte September erledigt sein.
    Wenn es erstmal da draußen kalt sein wird (jetzt hat es aber 33°C), dann nehmen die Bienen das Futter sehr schlecht oder gar nicht mehr ab.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Ihr meint also, entweder Umweiseln ( dazu fehlt mir die Austauschkönigin) oder alles belassen, weil es ggfs gar kein Problem gibt.
    Ich war halt stutzig, weil alle Völker sich gut eingedeckt hatten , nur das eine nicht. Dachte, da stimmt vielleicht etwas nicht. Durch die Varroabehandlung ist das Volk nicht in Verzug gekommen, denn es wog schon vor der Varroabehandlung so wenig.
    Ich hatte es im Zuge der Wabenhygiene auch komplett durchgesehen, ich habe nichts gesehen, was auffällig gewesen wäre.
    Ok. Dann füttere ich jetzt, muss das aber in 2 Portionen machen, denn 16 kg krieg ich nicht auf einmal in die Futterschüssel in der Zarge.


    Und ja, die Erfahrung hab ich auch, wenn es erstmal kälter ist, nehmen die Bienen das Futter nicht mehr ab.

  • Hallo honigbanane,


    so würde ich es nun auch tun.Flugloch schön eng und dann 2x 8-10 kg Futter on Top. Das wird noch, Du wirst sehen, es ist noch im grünen Bereich mit der Auffütterung. Wenn das Volk stark ist, ist das Zeug ratz-fatz verarbeitet. Du schreibst, dass es schon VOR der Behandlung so wenig wog...warum hast Du denn da nicht schon vorher mal ordentlich den Suppenteller vollgemacht???

  • Ihr meint also, entweder Umweiseln ( dazu fehlt mir die Austauschkönigin) oder alles belassen, weil es ggfs gar kein Problem gibt.


    ... auf keinen Fall umweiseln! Es könnte sein, dass es nächstes Jahr dein bestes Volk ist (... oder es ist das Schlechteste .... man ist erst im Nachhinein klüger).
    Ansonsten ist doch die Einfütterung in kleinen Portionen kein Problem. Dieses Jahr z.B. füttere ich einen Teil der Völker in 4l-Portionen ein, weil mir Eimer fehlen.
    Futterzargen habe ich gar nicht, die sind entbehrlich, so meine Meinung.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Auf jeden Fall ist es mein bravstes, das hab ich gestern nochmal feststellen dürfen:lol:
    Insofern habt Ihr sicher recht, es war eigentlich auch vorher ein gutes Volk. Ich hatte einfach nur die Befürchtung,dass dieser doch so deutlich geringere Futtereintrag eventuell ein schlechtes Zeichen ist. Bin halt noch nicht so erfahren.
    @ Landpomeranze:
    Was ich mit vorher meinte, war, dass ich ganz kurz vor der Behandlung gewogen hab. Das mache ich rein interessehalber mit all meinen Völkern.
    Danach hab ich gleich behandelt, das Wetter war auch passend.
    Dazwischen hätte kein Suppenteller mehr reingepasst:wink:
    Aber jedenfalls war es nicht die Behandlung, die sie vom Futter eintragen abgehalten hat. Was auch immer dazu geführt hat, ich weiß es nicht.
    Wald und Wiese:
    Ich bin immer in Sorge beim Einfüttern, weil es schnell kälter werden kann. Und sie dann nicht mehr gut das Futter abnehmen. Bin immer froh, wenn es drin ist. Vorgestern hab ich 10 kg Zucker gegeben, mal sehen, wann der weg ist. Seit gestern morgen ist es 15° kälter hier und es regnet oft.