Fragen zum Standplatz ?

  • Oh, die Güllewiesen habe ich vergessen..... Kein Problem, auf denen wächst (leider) nichts was die Bienen interessiert. Ausser Löwenzahn im Frühjahr.


    herzliche Grüße
    boa

  • ...der Pool meiner Nachbarn ist bei mir ca. 20 m weit weg. Die Bienen gehen da gar nicht hin, wahrscheinlich weil das Wasser behandelt ist. Der Pool liegt auch nicht in der Flugrichtung, das könnte wichtig sein...


    Ich kann gegenteiliges berichten. Ein Teil meiner Bienen steht etwa 100m hinter unserem Wohngebiet. Dummerweise haben Freunde von uns einen repräsentativen Pool im Garten. Dieses Jahr fanden meine Bienen diesen Pool als Tränke ganz toll... Für meine Begriffe waren es nur wenige Bienen, aber diese Nachbarn wurden regelmäßig gestochen. Auch eine höhere Chlordosierung brachte keine Abhilfe. Erst nach der Urlaubszeit und einer Abdeckung des Pools für 2 Wochen hat die Sache entspannt. Wasser ist in Form von Entwässerungsgräben in kürzerer Distanz eigentlich ausreichend vorhanden.


    Fazit: Pools und Bienen können Stress bedeuten.


    Gruß Jörg

  • Zu deinem Standort selbst kann ich wenig beitragen, aber suche dir vielleicht als Zweitplatz einen mit "Absatzmöglichkeit".


    Ich habe das Glück fast nur solche Plätze zu haben. Dr Landwirt mit Hofladen, der Reiterhof mit dem liquiden Klientel und auch das Veranstaltungshaus sind gute Kunden...sogar so gut, dass ich fast schon keinen Honig mehr habe.


    Persönlich würde ich jedem angehenden Hobbyimker raten wenigsten einen Standplatz mit "Absatz" zu suchen.

  • Hallo,


    ist das ganze im Ort oder außerhalb? Wenn innerhalb, sind 200 Meter schon ein ganzes Stück. Wenn ich hier jeden Fragen sollte, der im Umkreis von 200 Metern liegt, hätte ich viel zu tun. Ich habe nur die direkten Nachbarn mit Teich gefragt. Das hat völlig ausgereicht. Un direkt meine ich - die Kisten stehen 20 Meter naben dem Teich. Bei 200 Metern außerhalb wage ich auch mal zu bezweifeln, dass da kein Graben oder sonst was zwischen dir und dem Pool liegt. Davon mal abgesehen, dass die Bienen das saubere Poolwasser mit den Chemikalien eh nicht so gerne mögen...


    Gruß
    Frank

  • Hallo Freunde,
    2oo m sind ein ganz schönes Stück, ja richtig. Aber, wie wir an den Antworten ablesen läuft es mal so und dann eben auch anders. Stellst Du den Bienen ganz in der Nähe oder direkt am Standort eine Alternative zur Verfügung, ist das alles kein Problem. Ein Wasserspender für Federvieh z.B. oder die Babybadewanne mit Kiesfüllung. Bei Regen füllt sie sich selbst auf und bei Trockenheit Du mit dem nicht benötigten Löschwasser, Das Du als verantwortungsvoller Imker immer dabei hast, wenn Du mit Smoker in den Wald gehst :-). Auch Wellpappedeckel auf den Beuten, beschert mit einem Dachziegel wirken Wunder als Regensammler und Wasserspender. Nicht immer schön, aber sehr praktisch und geklaut werden sie auch nicht.
    Da es kein Problem darstellt eine Semi-künstliche Wasserstelle zu schaffen, lass ich noch einen Hinweis los.
    Zu einem guten Standort gehört auch ein durchgehendes Trachtangebot, eine durchmischte Vegetation die nicht nur von zwei Feldern bestimmt wird.
    Da intensiv bewirtschaftete Äcker meist garkeine und selten mal eine Tracht für 3 Wochen und den Rest vom Jahr garnichts bieten für meine Bienen, mache ich mir den Spaß, drucke das google-maps-Bild der Gegend aus, zeichne meinen Standort ein und ziehe mit dem Zirkel zwei Flugkreise. Einen mit 5oo m Radius, also der Bereich wo ein ordentlicher Überschuss rein kommen kann und einen mit 3.ooo m, der für das Überleben der Bienen sorgen kann. Dann markere ich alle Flächen die betoniert sind oder Acker und dunkle Wälder z.B. rot.
    Was übrig bleibt in grün ist die Fläche, von denen meine Bienen leben müssen. Es liegt an Dir abzuschötzen ob und für wieviele Völker das reicht.
    Ich erschrecke mich manchmal, wie wenig bei manchen potentiellen Standorten übrig bleibt.
    Viele Grüße und viel Freude mit den Bienen
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • In der Umgebung sind viele große Raps und Maisfelder , ein rießen Wald, die Blumen von den Häusern und ca 20 Obstbäume .


    Reicht das für 3 Bienenstöcke ?


    Hallo mazi94. Da Bienen bis zu 3 km im Umkreis des Standortes fliegen sollten solche Fragen nicht aufkommen. Und Maisfelder gibt den Bienen nix.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Und Maisfelder gibt den Bienen nix.


    Gruß Josef


    lass das mal nicht toyotafan lesen, er würde dann berechtigt auf die Neonicbelastung der Böden aus den Vorjahren hinweisen und die Aufnahme der Pflanze + Guttation = Mais gibt den Bienen noch immer Gift, wenn auch nicht in der Menge wie 2008 durch den Abtrift. Dazu kommen nun die ganzen "Ersatz"PSM die die verbotenen Neonics wieder auszugleichen versuchen (so wird es ja den armen Landwirten suggeriert).


    Überall wo in den Vorjahren PSM oder Neonics im Einsatz waren, sind die Böden auf Jahre kontaminiert und jede Pflanze die darauf wächst nimmt es auf und transportiert es über den Nektar,Pollen oder Guttation in unsere Bienenvölker. Zwar meist nicht mehr mit direkt sichtbarer Vergiftung, aber sie ist noch weiterhin gegeben.


    Deshalb, keine Völker in der Nähe von Mais. Gerade wenn es kaum noch andere Tracht gibt ist die Gefahr groß, dass wir dann vermehrt Maispollen in den Völkern haben und sie damit auch noch überwintern und wir dann über den Winter bzw. im Frühjahr erst die richtige Auswirkung zu sehen bekommen.
    Raps kann wieder aufgefangen/kompensiert werden und sollte bis zum Herbst auch wieder raus sein, aber Mais haben wir sehr spät und das kann unseren Völkern erhebliche Probleme bereiten.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Und wenn andere Trachtmöglichkeiten zeitgleich vorhanden sind, werden sie den Mais weitgehend ignorieren. Ich denke da an ungemulchte Wegränder, Hausgärten mit Sommer- und Herbstblumen, Friedhöfe, landw. Zwischenfrüchte etc.


    Nach all den hier vorgebrachten Warnungen und Empfehlungen möchte ich, bevor Imkeranfänger völlig verunsichert sind, aber auch einmal darauf hinweisen, dass die Wahl eines Standplatzes keine Entscheidung für den Rest des Lebens sein muss.
    Heutzutage werden ja in der Regel keine Bienenhäuser mehr gebaut, sondern ein paar Ständer aufgestellt oder 2 Kanthölzer gelegt.
    Sollte sich der Platz als ungeeignet oder ungünstig erweisen, sucht man halt einen anderen.
    Also: Versuch macht klug!


    Grüße nach Österreich


    Quirin

  • ... mache ich mir den Spaß, drucke das google-maps-Bild der Gegend aus, zeichne meinen Standort ein und ziehe mit dem Zirkel zwei Flugkreise. Einen mit 5oo m Radius, also der Bereich wo ein ordentlicher Überschuss rein kommen kann und einen mit 3.ooo m, der für das Überleben der Bienen sorgen kann. Dann markere ich alle Flächen die betoniert sind oder Acker und dunkle Wälder z.B. rot.
    Was übrig bleibt in grün ist die Fläche, von denen meine Bienen leben müssen. Es liegt an Dir abzuschötzen ob und für wieviele Völker das reicht.
    Ich erschrecke mich manchmal, wie wenig bei manchen potentiellen Standorten übrig bleibt.
    Viele Grüße und viel Freude mit den Bienen
    Wolfgang


    Hallo zusammen,


    etwas einfacher geht es auf www.homecrossing.de/beespace...


    Viele Grüße aus Eisenach
    Jan