Wartezeit Weiselprobe

  • Hallo,
    eine Frage aus aktuellem Anlass: wie lange muss ich warten, um eine Weiselprobe einigermassen sicher ablesen zu können?
    Hintergrund: ich will gerade zwei Völker umweiseln. Die alten Königinnen sind raus, nach neun Tagen habe ich die Nachschaffungszellen gebrochen. Ich bin mir recht sicher, alle erwischt zu haben. Danach habe ich jeweils eine Brutwabe als Weiselprobe eingehängt. Hier wollte ich nun keine weiteren neun Tage abwarten (Termingründe), heute habe ich - nach zwei Tagen - einmal kurz reingeguckt, aber bei beiden Völkern auf der Weiselprobe noch keine Weiselzellen gesehen...
    Wann, meint Ihr, kann ich die mit einiger Sicherheit ablesen?


    Grüße
    Kai

  • hmmmm....
    Die alte ist raus, sie haben jeweils 20 Nachschaffungszellen gebaut, die ich gebrochen habe. Eine neue kann noch nicht geschlüpft sein. Du meinst, die Weiselprobe müsste nach zwei Tagen schon eindeutig etwas anzeigen?

  • ja....
    Nur - dann muss sie schon vor dem abdrücken der Alten da gewesen sein, das war ja erst vor elf Tagen.
    Und ne junge, wahrscheinlich auch noch unbegattete, da jetzt rauszusuchen, ist kein großer Spass....
    Ich werde es mir wohl nachher noch einmal angucken müssen.

  • Hallo zusammen,


    man wundert sich öfter mal...


    Jungköniginnen verfliegen sich gern mal und wenn sie Glück haben dann stoßen sie auf eine weisellose Kiste. Und im Spätsommer habe ich schon öfter 2 Kö auf der gleichen Wabe herumspazieren sehen.


    Gruß Jörg

  • Ich kann mich den letzten Äusserungen nur anschliessen. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Aber immer und immer wieder das am Durchschautag blinde Auge des Imkers.
    Meiner Meinung nach ist es am zuverlässigsten, über einer leeren Beute mit Absperrgitter auszusieben. Flugloch entweder dichtmachen oder auch mit Gitter sichern. Wer das nicht alleine hinbekommt, hole sich helfende Hände, die das ganze procedere erheblich entspannen. Dann geht es fix, ohne Stress und man hat WIRKLICH ein sicheres Ergebnis und kann schnell zusetzen.
    Man spart sich die Warterei, Zellenbrecherei und Generationenverluste durch Brutpausen (es sei denn, letzteres ist zwecks Varroasanierung erwünscht).
    Gutes Gelingen!

  • Nur - dann muss sie schon vor dem abdrücken der Alten da gewesen sein, das war ja erst vor elf Tagen.


    Das um diese Jahreszeit zwei Königinnen im Volk sind ist ziemlich oft der Fall. Dann hätten sie aber keine Weiselzellen gezogen. Wie hast Du denn die Zellen gebrochen? Von allen Waben die Bienen abgestoßen oder nur die Zellen gebrochen, die aus dem Bienenpelz hervorragten? Grade Zellen von alten Maden mitten in einer Fläche sind mittunter nicht so leicht zu finden.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Meiner Meinung nach ist es am zuverlässigsten, über einer leeren Beute mit Absperrgitter auszusieben. Flugloch entweder dichtmachen oder auch mit Gitter sichern.


    Was für'n Aufwand. Für Anfänger: Zweiwaben (brutleer! wichtig!) KS mit der neuen Königin (Käfig unter Zuckerteigverschluß) erstellen am Platz wo die alte Beute stand und nach drei Tagen die alte Mutti in der alten Kiste dort raus und die Kiste zurück an den alten Standort und die beiden KS-Waben mit der Neuen zuhängen. Die alte Kö sollte dann gut zu finden sein und die Kiste ohne die Flugbienen ruhig und übersichtlicher.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife