AS Behandlung und Winterfutter von meinen Ablegern

  • Hallo.


    Ich habe dieses Jahr mit 3 Ablegern angefangen, welche nun auf zwei Zanderzargen sitzen. Die unteren Zargen sind bei allen nun stark gefüllt. In der oberen ist jetzt auch schon einiges ausgebaut, jedoch keine Brut. Vor ca. einer Woche war der nat. Milbenfall bei zwei Völkern bei einer Milbe je Tag, beim dritten bei zwei Milben je Tag. Winterfutter habe ich schon begonnen zu geben, allerdings habe ich das Gefühl, das davon ein großer Teil noch für den Ausbau der Mittelwände draufgegangen ist.
    Nun meine eigentliche Frage nach eurer Erfahrung, da ich einige verschiedene Sachen gelesen habe: wann sollte ich die Ameisensäurebehandlung bei meinen Jungvölkern durchführen, und wann den Rest einfüttern? Soll ich die Säure für zwei Zargen geben, obwohl die obere nicht voll besetzt ist?
    Ich hoffe ihr könnt mir da weiter helfen.
     
    LG Marcel

  • Hallo,
    ich würde bei Jungvölkern keine As-Behandlung machen. Jetzt eine MS-Behandlung, einfüttern (ca. 20 kg, mit Kofferwaage kontrollieren) und in drei Wochen noch eine MS-Behandlung.
    Da bist Du auch vom Wetter unabhängig. Ab Oktober sollte dann Ruhe sein auf dem Bienenstand. Und bitte Anfang Dezember die Oxalsäurebehandlung nicht vergessen.....
    Gruss G.

  • Hallo Gerold,


    ich bin zwar noch nicht so lang bei den Imkers dabei, aber Milchsäure bringt doch nur was bei Brutfreiheit. Die Milben sind doch jetzt auch in der Brut!
    Die Ableger sollten eigentlich schon beim Erstellen bei Brutfreiheit mit MS behandelt worden sein. Ist das so?
    Marcel, wenn du mit AS behandeln willst, dann denke an das Wetter (varroawetter.de). Wenn du 2 Zargen drauf hast musst du nach Anleitung auch die AS für 2 Zargen rechnen.
    Jungvölker sollte man erst nach dem Auffüttern behandeln, wenn´s vorher keine Not tut.
    Die erfahrenen Imker können können bestimmt auch noch weiterhelfen.


    Viele Grüße aus der Westlausitz

  • Hhm, mit Ferndiagnosen ist es schwierig und auch ich möchte niemanden in falscher Sicherheit wiegen.


    1 Milbe (natürlicher Totenfall) pro Tag ist ja quasi nix. Allerdings haben die Jungvölker jetzt auch noch massig Brut. Also kann da in 4 Wochen noch einiges zu Vorschein kommen, was jetzt nicht zu sehen ist.


    Ich würde im Zweifelsfall das Brutnest angucken. Wenn es schön kompakt und flächig aussieht, dann ist es ein gutes Zeichen. Dann würde ich bis zur Winterbehandlung warten. Wenn es löchrig aussieht, mit ausgeräumten Zellen (offene Puppenzellen), dann würde ich sofort behandeln.


    Und AS nach Rähmchen oder Zargenanzahl berechnen. Und ja, die Jungvölker verbrauchen jetzt noch viel Futter.


    Gruß Jörg

  • Ich danke euch für die Antworten.


    Bei der Ablegerbildung wurden diese mit Milchsäure behandelt. Jetzt scheint mir das aber ehrlich gesagt auch nicht als die richtige Variante, nachdem was ich dazu gelesen habe, denn Brust wird auf jeden Fall noch da sein.
    Bisher wollte ich die AS Behandlung mit Leerzarge und Liebig-Dispenser machen, heute habe ich mir dann aber doch noch Nassenheider vertikal-Verdunster gekauft. Letzteres scheint sicherer zu funktionieren, oder welche empfehlt ihr mir?


    Heute habe ich nach 3 Tagen die Windel gezogen, wieder fast keine Milben. Diesmal musste ich jedoch ein paar Ameisen sehen die auf dem eingeölten Küchentuch rumgerannt sind. Also kann ich mich leider auf das Ergebnis nicht verlassen. Ich werde es nochmal, mit noch mehr Öl versuchen.


    Ich muss auch zugeben, dass ich seit die zweite Zarge drauf ist, ich nicht mehr Waben aus der unteren gezogen habe. Die Völker sind alle stetig gewachsen und es waren immer Bienen mit Pollen unterwegs. Sollte ich das in Zukunft ändern? Als Anfänger habe ich ziemlich Angst jetzt im Herbst noch aus Versehen die Königin zu töten. Mir scheint es wahrscheinlicher, dass ich diese beim Nachschauen verletzte als das von selbst etwas passiert. Und da in der Oberen Zarge keine Brut ist muss ich ja auch den Wabensitz nicht richten, oder?


    LG Marcel