Wespen überfallen meine Bienen

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    Moin Moin, heute waren nicht viele Wespen am Volk unterwegs..eher undramatisch.
    Dafür war zwischen 14:30 und 16:00 eine riesen Bienenwolke vor dem Flugloch unterwegs. Hat einer eine Idee was das gewesen sein kann. Waren das Jungbienen die sich eingeflogen haben? Da war ein riesen Stau am Flugloch so das die Sammlerinnen nicht rein konnten und ständig sind neue raus geflogen. Heute Abend saßen alle wieder drin.



    Gruß


    Christian

    "Gehe nicht gelassen in die gute Nacht. Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt. Dem sterbendem Licht trotze wutentfacht." -Dylan Thomas

  • Eure Völker sollten einfach stärker sein.
    Remstalimker


    Manchmal kann man sich das nicht aussuchen.....
    Ein Brutableger oder Kunstschwarm wird auch kurzfristig schwächer oder die Königin legt nicht sofort oder ....
    Deshalb bin ich als Imker oder Bienenhalter bei solchen Ausnahmesituationen wie heuer in Bezug Wespe auch oft jahreszeitlich erforderlich für meine Bienen verantwortlich und helfend da. Ich für Sie und Sie für mich und ihr Tod ginge mir sehr nahe, besonders wenn ich einen Fehler machen würde oder sogar zuschauend den Wespen das Feld überließe.
    Täte ich das nicht wäre ich kein Imker oder Bienenhalter sondern ein Schauer....
    Sie haben ohnehin kein einfaches Überleben mehr.
    In Bezug Wespen scheint jetzt die größte Invasion abzuschwächen.

  • Da, wo die Wespen leichtes Spiel haben, stimmt nach meiner Beobachtung sehr häufig mit dem Volk was nicht. Wer so spät umweiselt, wird vermutlich Pech haben - ich habe seit Anfang August bei mir keine Drohne mehr gesehen...

  • Da, wo die Wespen leichtes Spiel haben, stimmt nach meiner Beobachtung sehr häufig mit dem Volk was nicht. Wer so spät umweiselt, wird vermutlich Pech haben - ich habe seit Anfang August bei mir keine Drohne mehr gesehen...


    Das gilt alles für normale Jahre, aber heuer war ein Jahrhundertsommer in Bezug Hitze und Wespen, deshalb ist und war heuer in vielen Aktivitäten des Imkers am Bienenvolk mehr Flexibilität und rechtzeitiges Einstellen auf dieses Extremsituationen vonnöten.

  • Hallo Xaver und Luffi,
    Für einen Kunstschwarm müssen zwei Völker Bienen liefern, deshalb vermutet man in Südtirol, das die Paketbienen aus Süditalien zu Teil aus Ägypten kommen und da ist der Beutenkäfer heimisch. Jetzt Luffi, es scheint nicht nur eine Frage der Volksgröße zu sein bei der Räuberei. Meine Minipluse stehen auf dem Platz der Wirtschaftsvölker und werden bis zum Zeitpunkt nicht ausgeraubt.
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Für einen Kunstschwarm müssen zwei Völker Bienen liefern
    Gruß
    Herbert


    Nix Italien sondern Berliner Bienen,
    es waren nach Bernhard sogar Bienen aus 3 Völkern :p.
    Was das ausrauben betrifft so spielt hier wohl das Umfeld bzw. die Bienendichte eine Rolle. Soll heißen die alles entscheidende Frage ist ob der Nachbar Imker oder Bienenhalter ist :roll:.
    Ich denke Deine Wirtschaftsvölker werden derzeit nicht Hunger leiden und daher taugst Du bzw. Dein Bienenstand nicht als Beispiel :wink:.


    LG
    Andreas

  • Hi Leute
    Es bleibt dabei:
    Völker, die jetzt den Wespen zum Opfer fallen, sind zu klein.
    Oder anders ausgedrückt: Nicht lebensfähig. Die schützt und päppelt und behandelt und verstärkt ihr jetzt, nur um im Frühjahr leere Kisten wegzuräumen.
    Die Wespen sind nicht schuld, für sie ist ein solches Volk wie für unsere Teenager Mc Donalds, Burger King und Subway gleichzeitig. Es gibt Flugbenzin (für die erwachsenen Tiere) in Form von Honig, und gleichzeitig Fett und Eiweiß für den Nachwuchs.

  • Michael, wenn es ein normales Jahr wäre müsste ich dir zustimmen, aber
    es war kein normales Wespenjahr.


    Sicherlich hätten vielleicht viele Ableger oder Kunstschwärme die Angriffe überlebt, aber die ständige Abwehr von Dutzenden von Wespen schwächt und behindert diese doch sehr, was auch bei anderen Tiergattungen bei ständigem Stress von äußeren Einflüssen zu beobachten ist.


    Mittlerweile ist das Thema Wespen vom Tisch und alle Ableger oder Kunstschwärme haben jetzt Zeit bei ständigem Futterstrom und ohne Varroaprobleme Zeit zum Wachsen.


    Mich beschäftigt schon das Thema Völkerverkauf im Frühjahr. Man sollte es nicht verschreien, aber ich denke, dass wir in Gegenden von minimaleren Einwirkungen der PSM eine gute bis hervorragende Überwinterung, da heuer anscheinend die Varroa mehr oder weniger der Hitze zum Opfer fiel, bekommen und die Imker (mich eingeschlossen) die heuer ihre Völker verdoppelt oder verdreifacht haben im Frühjahr entweder massiv Zargen zukaufen müssen
    oder ihre Völker verschenken können.


    Es wird interessant werden.

  • Danke Remsi!


    Ich dachte mir es einfach und du hast es dir schreiben trauen!
    Respekt!


    Ich widerspreche die Meister ungerne, aber warum sind meine (einzargigen) Mini+ und Apidea noch am Leben, trotz vielen Wespen!
    Es kommt nicht nur auf die Größe an :roll:

    Hymenoptera schrieb:

    Das Volk ist das Problem - nicht die Wespen! Die sind das Symptom, nicht die Ursache. Bienen räubern auch und komischerweise kommt da keiner auf die Idee "Bienenfallen" aufzustellen...


    Wie Recht du Hast! Wenn die Völker gegen Wespen sich nicht verteidigen können, wie können sie sich dann gegen Räuberei verteigen! Oder haben alle eure Nachbarimker bis zum geht gar nicht mehr gefüttert und ihr könnt eine Räubereigefahr ausschließen?

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Auch ich bin seit langem der Meinung, dass es nichts bringt irgendwelche Kunststücke zu vollbringen um ein Volk vor den Wespen zu retten. In diesem Jahr gabs wirklich viele, aber Probleme hatte ich damit weder bei Jungvölkern noch bei Wirtschaftsvölkern etc. Falls sich so ein jahr einstellt, muss man halt auch bei den Arbeiten darauf reagieren. Ableger macht man sehr früh um zur Wespenzeit schon ein harmonisches Volk zu haben, dem die Räuber nichts anhaben werden.
    Kunstschwärme macht man, wenn die Wespenzeit schon ab ausklingen ist. Sie können sich dann mit geringen Störungen zu einem harmonischen Volk zusammen finden.
    Begattungseinheiten die dann noch da sind, sind ebenfalls eine harmonische Einheit, da sie schon seit einigen Wochen die gleiche Königin und eine gute Arbeiterinnen Mischung haben.
    Falls dann Völker durch Wespen ausgeräubert werden, "ist was faul im Staate Dänemark". Einem Freund ist 2013 ein ganzer Stand mit >15 Völkern an Wespen verloren gegangen. Ich konnte das nicht fassen. Meine obige Theorie bekam Risse, da ich es nicht glauben konte dass bei Ihm so viel schief gelaufen sei. Im Frühjahr stand er mit insgesamt 75% Verlusten da. Da war was ganz anderes schief gelaufen! U.U. kann eine im letzten Jahr verpennte Varroabehandlung und der damit verbundene Anstieg der Milbenpopulation die Volkssituation verändern, so daß die Wespen ein willkommenes Objekt vorfinden.
    Deshalb werden die Tricks nicht zielführend sein, auch wenn sie manchmal etwas bringen. Schaut mal ob im Frühjahr das wirklich ein Bringer ist das Volk! Oder nur Arbeit macht. Ja, besondere Jahre erfordern besonderes Handeln, aber nicht Tricks sondern Arbeiten mit Hirn und Bienenverstand, ihr versteht was ich meine (hoffe niemand dabei zu nahe zu treten).


    VG
    Reiner

  • Hallo,


    ich besitze zwar erst ein einziges, sehr gut entwickeltes Volk, und auch bei uns schwirren dieses Jahr (wie ja überall) extrem viele Wespen herum.


    Dennoch konnten sie meinen Bienen bisher nichts anhaben.
    Ich hoffe demnach natürlich auch, dass diese Problematik viel damit zu tun hat, wie stark und gesund das Vok ist.

    Liebe Grüße, :Biene:Christina :Biene:

  • Oder haben alle eure Nachbarimker bis zum geht gar nicht mehr gefüttert und ihr könnt eine Räubereigefahr ausschließen?


    Hallo Salsero,
    ich konnte sie in dem speziellen Fall wo ein Gitter dran ist nicht ausschließen und mein Gitter ist nicht wegen der Wespen dran sondern wegen eines in der Nähe liegenden Bienenstandes.
    Reiner hat in diesem Fall nur bedingt recht, vieles ist in der Natur berechenbar, der Bienenhalter in der Nachbarschaft ist es manchmal nicht... :roll:
    Da ich das Handeln Anderer nicht beeinflussen kann muss ich zu unkonventionelleren Maßnahmen greifen... in diesem Fall das Gitter
    LG
    Andreas

  • Michael, wenn es ein normales Jahr wäre müsste ich dir zustimmen, aber
    es war kein normales Wespenjahr.


    Stimmt, es war ein gutes Jahr - bei manchen vermutlich sogar ein Spitzenjahrgang. In Berlin zumindest überdurchschnittlich. Und wie jedes Jahr machten sich die schwarz-gelben gerne über die schwarz-braunen her...insbesondere die armen Altbienen oder andere "Defektbienen" wurden da fleissig, noch zappelnd, zerlegt. Und immer wieder huschten sie auch mal in die Stöcke. Aber selbst die schwächsten Völker, die aktuell noch auf 5 DN 1,5 sitzen, haben sich die Räuber gut vom Leibe halten können.


    Viel ärger war heuer die Bienenräuberei beim ersten Futterstoß...das habe ich noch nicht erlebt! Normalerweise ist Sirup (kleckerfrei in Segeberger Futterzargen angeboten) gar nicht so attraktiv aber die ersten 6 so in Einfütterung befindlichen Völker hatten arg zu kämpfen. Eines musste ich wirklich für eine Weile komplett verschliessen (Dank Gitterboden und kleinem Temperaturtief war das möglich) um die Räuberei zu beenden!
    Also das war schon enorm...legte sich zum Glück dann als alle Damen den ersten Schwung intus hatten...


    Melanie