Federzugwaage nichts für (schwache) Frauen?

  • Ich wollte heute eigentlich meine einzargige Dadantbeute mit der Federzugwaage wiegen (ein leerer Honigraum steht auch noch darauf).


    Ich habe die Waage eingehakt und dann gezogen und gezogen und gezogen ...


    Leider hat sich die Beute keinen Milimeter in die Höhe bewegt. Mir fehlt einfach die Kraft dazu. Das kann ich vergessen.


    Ist das nur etwas für kräftige Kerle?:confused:

  • Wie wärs mit etwas Physik?
    Oder, wie mein alter Lehrer immer sagte: "Gewaltig ist des Menschen Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft"
    Mir persönlich sind die Beuten auch zu schwer, wenn ich sie an einer Kante mit der Waage heben will.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Ich benutze eine Federzugwaage. Wie Du.
    Allerdings habe ich mir zwei Stücken Dachlatte in T- Form zusammen geschraubt, so dass die eine Latte als Stütze auf der Erde dient, an die andere kommt vorne die Federzugwaage. Dann muss ich nicht mehr nach oben ziehen, sondern kann nach unten drücken. Ist sehr viel einfacher, und auch bedeutend weniger Kraft vonnöten, weil ja die Hälfte von der Stütze getragen wird.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Mal ein ganz anderer Denkansatz. Wenn die Beuten bzw. der Beutenbock gestrichen sind kann es vorkommen, dass sich der Bock mit der Beute bzw. der Lack davon verbindet und festklebt. Dann kann man ziehen ohne Ende. Ich drücke dann immer jede Seite des Bodens separat hoch bis es einmal kurz knackt und sich der "kleber" löst. Danach ist das Wiegen kein Problem mehr.


    Gruß
    Frank

  • Hhm... und noch ein Gedanke von mir: Wenn Du die Beute nicht mehr einseitig angehoben kriegst, dann ist die eigentlich sicher schon schwer genug (=ausreichend aufgefüttert).


    Aber oder der Boden klebt :lol: Vor allem Wachsmotten können verdammt gut zwei Hölzer kleben. Also ich würde sagen, zuerst mit dem Stockmeisßel den Boden lockern, dann erst hochheben, sonst kann eine leichte Beute bei kräftigen Zug auch mal hochfliegen, wenn der Boden zuerst klebt und dann aufeinmal nicht mehr...


    Achja und nur so nebenbei, bevor jemand das Problem wieder auf DD zurückführt. Gefütterte Zweizargige Zander- oder DNM-Völker sind nicht leichter ;-)

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Hallo Hobbiene,


    Ich kann nicht viel heben aber folgendes geht immer... Mit der Kofferwaage die Beute rechts unterhaken und heben. Dann die Beute links unterhaken und heben. Die beiden Summen addiert sind wohl so ungefähr das Gewicht. Es sollten so um die 10 bis 20 kg auf einer Seite sein. Die Beuten müssen natürlich relativ tief stehen um sie heben zu können.


    Ob die Methode exakt ist, ist mir nicht so wichtig. Da ich es von Anfang bis Ende so mache, gibt es mir genügend Informationen.


    Herzliche Grüße
    Boa

  • Lieber Michael, leider mangelt es mir immer noch an Vorstellungskraft, wie genau Du das mit dem T Dachlatten Konstrukt hinkriegst. :oops: Dachlatten o.ä. habe ich, aber dann? Der obere T-Balken steht auf dem Boden? Oder der lange Schenkel? Vielleicht mal ein Foto für so Dummies wie mich? Danke.


    Ich hebe letztes Jahr ein Kofferband mit langer Schlaufe oben um die Beuten gespannt. Durch die Schlaufe dann einen dicken Ast. Dazwischen natürlich die Waage... Und dann hat mir mein bärenstarker Bienenkumpel geholfen. 2 Mann (bzw. ein Mann, eine Frau) an jede Seite des Knüppels und schwups, hoch damit. Ging gut, setzt aber den Kumpel voraus. Ich würde es auch gerne mal alleine hinkriegen.

  • Lieber Michael, leider mangelt es mir immer noch an Vorstellungskraft, wie genau Du das mit dem T Dachlatten Konstrukt hinkriegst. :oops: Dachlatten o.ä. habe ich, aber dann? Der obere T-Balken steht auf dem Boden? Oder der lange Schenkel? Vielleicht mal ein Foto für so Dummies wie mich? Danke.



    neenneene :)


    Du baust einfach eine Art Wippe:
    die eine Latte steht senktecht nach oben auf dem Boden, oben das Drehgelenk und die andere Latte bildet die Wippe.
    Nur haben die Wippenarme verschiedene Längen:
    am kurzen Stück hängt die Beute mit der Federwaage am anderen, längeren Wippenhebel wird nach unten gedrückt:


    Die Beute hebt sich und das Gewicht kann abgelesen werden. Dabei ist der Kraftaufwand für das Drücken viel geringer als beim direkten Heben (eben abhängig von Verhältnis der Hebelarm-Längen.


    Wobei aber die auftretende Biegemomente handelsübliche Dachlatten schnell überlastet, also besser gleich stabiler bauen.


    Und dann hat mir mein bärenstarker Bienenkumpel geholfen. 2 Mann (bzw. ein Mann, eine Frau) an jede Seite des Knüppels und schwups, hoch damit. Ging gut, setzt aber den Kumpel voraus. Ich würde es auch gerne mal alleine hinkriegen.


    Das kann ähnlich gebastelt werden, einfach den bärenstarken Bienenkumpel durch einen weiteren Knüppel mit Drehgelenk ersetzen und ebenfalls die Hebelwirkung nutzen :D


    Bei geeignetem Untergrund z.B. eine Standleiter vor die Beute stellen, dort den Knüppel auflegen, über die Beute legen, hinter die Beute stellen und anheben. Aber vorsichtig sein, nicht dass dir die ganze Sache umkippt.


    Stefan

  • Hebe die Beute von einer Seite an und sie ist schwer, dann hast du genügend gefüttert. Sehe nach, hast du sechs Waben Dadant gedeckelt, dann reicht es aus. Gibt es in deiner Nähe überreifes Obst, darf es etwas weniger sein.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wenn die Beuten bzw. der Beutenbock gestrichen sind kann es vorkommen, dass sich der Bock mit der Beute bzw. der Lack davon verbindet und festklebt.


    Hallo Frank,


    dieser Fall kann bei mir nicht zutreffen - meine Beuten sind (noch) nicht gestrichen (habe das Volk sehr plötzlich erhalten, da war die Beute gerade erst gekauft).


    Merke ich mir aber auf jeden Fall für die Zukunft, danke!