Was tun mit wild gebauten Waben?

  • Gestern wollte ich meine Nassenheider Verdunster in die Beuten stellen. Ich hatte nach dem Füttern die Wannen drin gelassen. Eine Futterwanne hatte die Wachsreste von der Honigernte zum Ablecken, die andere Futterwanne war leer. Die erste Beute war völlig normal, die mit der leeren Wanne hatte riesige Wabengebäude mit frischem Honig und Unmengen von Bienen unter der Wanne, ich habe die Futterwanne kaum rausbekommen. Ich habe nun den gesamten Wildbau rausgenommen (Bienen waren stinkwütend und haben danach außerdem in großen Mengen außen an der Beute gesessen) und den Verdunster reingestellt. Was macht man aber nun mit dem rausgenommenen Zeug? Es waren ja noch viele Bienen drin und offen kann man das nicht stehen lassen. Als Notbehelf habe ich alles in eine Futterwanne getan und oben in meine Ablegerbeute gehängt, in der Hoffnung, die fremden Bienen fliegen raus und die Ablegerbienen lecken den Wildbaumatsch in der Wanne aus. War eh eine ziemliche Schweinerei, gut daß ich Gummihandschuhe anhatte. War das so okay oder habe Ihr eine bessere Idee? Hatte übrigens in die Ablegerbeute unter die Wanne einen Liebigdispenser gestellt.


    Annette

  • Das kann für deinen Ableger böse ausgehen, mit Glück bleiben die im Ableger oder fliegen zurück und mit Pech kommen sie mit ihren Schwestern wieder und holen sich zurück was ihnen gehört und noch etwas mehr...
    Am besten sauber heraus schneiden und auf die Oberträger legen, da wird es dann auch umgetragen. Ist die Beute vielleicht schon so voll mit Futter, dass sie nach oben bauen? Dringend prüfen und ggf. Platz geben!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich habe eigentlich nur 5kg Zucker gefüttert nach der Honigentnahme, abgeschleudert habe ich mehr. Das Volk steht auf 2 Zargen, und als ich den Wintersitz Ende Juli eingerichtet habe, war da viel Platz. Dieser Wildbau war ja auf die Oberträger gebaut. Kitten die das dann dort nicht einfach wieder fest und bauen oben darüber, wenn ich es abschneide, umlege und drin lasse?
    Platzmäßig wird es jetzt auch etwas schwierig, weil der Verdunster ja jetzt auf den Oberträgern steht. Es ergab eine komplette Wanne voll, die 5l faßt.Wenn die Futterwanne bienefrei ist, kann ich sie vielleicht rausnehmen und in einen verschlossenen Raum stellen, bis die Verdunster fertig sind. Irgendwie blöd. Oder könnte ich eine freie Beute nehmen und nur die Wanne übergangsweise reinhängen? Überleben dann die restlichen Bienen, wenn ich das Flugloch verschließe?
    Und dann - ist es jetzt nicht vielleicht schon zu spät, die anderen Bienen von eventueller Räuberei abzuhalten? Ich kann das frühestens heute Abend oder morgen früh korrigieren. Hatte gestern Abend keine bessere Idee, und es wurde langsam dunkel ... Hatte mit sowas nicht gerechnet.
    Beim nächsten Mal kann man ja vielleicht mal die Methode mit den Thujazweigen probieren (anderer Thread), damit sich die Bienen neu einfliegen müssen, dann bleiben sie vielleicht da. Aber dafür ist es in diesem Fall zu spät.


    Annette

  • Ja, genauso ist es. Nie direkt auf die Oberträger legen, immer Folie darunter und darauf achten, daß bis zum Bienensitz noch etwas Platz verbleibt. Sobald einzelne Teile von dem Wabenwerk leer sind, diese abschneiden und entfernen. Bleibt es zu lang drin, so sehen die Bienen das als dazugehöriges Wabenwerk an, sonst nur als Trachtquelle.


    Offenbar haben Diene Bienen Langeweile, gib ihnen was zum bauen. Den Rahmen kannst Du dann z.B. in den Ableger umhängen.


    Merke: Waben IMMER bienenfrei umhängen!

  • Wenn ich den Beitrag so sehe, denke ich, ich hätte das Zeug einfach nur innerhalb der Beute in die Futterwanne tun müssen, statt in den Ableger ... Irgendwie hat mich der Nassenheider Verdunster davon abgehalten und die Idee, daß das aus der Beute weg muß einschließlich der angekitteten Wanne. Oder hätten die neuen Wildbau dort gemacht, wo auf den Oberträgern noch Platz ist und die Wanne wieder eingekittet?
    Außerdem hatte ich, glaube ich, den Fehlschluß, daß sich Füttern und Varroabehandlung ausschließen, aber das kann bei eigenen Waben ja eigentlich kein Problem sein. Gut, sollte das wieder vorkommen, habe ich jetzt wenigstens eine Strategie, aber es passiert dann wahrscheinlich was anderes, womit ich nicht gerechnet habe.
    Also dann doch noch mal gründlicher reingucken. Mal sehen, wo sie mich dann wieder hinstechen. Irgendwie schaffen sie es neuerdings immer wieder, unter meinen Schleier zu kommen, hab die richtige Schwachstelle (Anzug) noch immer nicht gefunden.


    Aber was mach ich denn jetzt am gescheitesten mit der Wanne im Ableger. Abwarten, ob alles gut ausgeht?


    Annette

  • Kitten die das dann dort nicht einfach wieder fest und bauen oben darüber, wenn ich es abschneide, umlege und drin lasse?


    Flach hinlegen mit zellen nach oben und unten, dann tragen die das um, verbauen die Unterseite leicht mit den Rähmchen -vor dem Wegschaben mit dem Stockmeisel einfach gut Rauch geben, dann wird es bienenfrei.



    Und dann - ist es jetzt nicht vielleicht schon zu spät, die anderen Bienen von eventueller Räuberei abzuhalten? Ich kann das frühestens heute Abend oder morgen früh korrigieren. Hatte gestern Abend keine bessere Idee, und es wurde langsam dunkel ... Hatte mit sowas nicht gerechnet.
    Beim nächsten Mal kann man ja vielleicht mal die Methode mit den Thujazweigen probieren (anderer Thread), damit sich die Bienen neu einfliegen müssen, dann bleiben sie vielleicht da. Aber dafür ist es in diesem Fall zu spät.


    Annette


    Hoffen wir es waren nicht zuviele und keine Flugbienen, dann passiert auch nix.


    Thuja bringt was für ein Volk/Ableger aber nicht für heimatlose Bienen ohne Königin.



    Ja, genauso ist es. Nie direkt auf die Oberträger legen, immer Folie darunter und darauf achten, daß bis zum Bienensitz noch etwas Platz verbleibt. Sobald einzelne Teile von dem Wabenwerk leer sind, diese abschneiden und entfernen. Bleibt es zu lang drin, so sehen die Bienen das als dazugehöriges Wabenwerk an, sonst nur als Trachtquelle.


    klar geht das, dann kommen sie auch bestens an die Unterseite. Wichtig ist es die Wabenstücke waagerecht hinzulegen und nicht zu stellen.



    Wenn ich den Beitrag so sehe, denke ich, ich hätte das Zeug einfach nur innerhalb der Beute in die Futterwanne tun müssen, statt in den Ableger ...


    Aber was mach ich denn jetzt am gescheitesten mit der Wanne im Ableger. Abwarten, ob alles gut ausgeht?


    Annette


    Am besten bienenfrei wegpacken und nach der Behandlung wieder drauf oder bienenfrei dem Ableger auf die Oberträger legen.
    Jetzt ist es eh zu spät, heut Abend schauen ob beim Ableger alles ok ist -wenn nicht und geräubert wird, dann aus dem Flugkreis stellen (3km).

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit