nach AS - Behandlung nur noch Stifte

  • Hallo miteinander,


    nachdem ich bei meinen Ablegern die AS-Behandlung mit Nh - pro gemacht habe (14 Tage), ist anscheinend die restliche verdeckelte Brut ausgelaufen und nach einer weiteren Woche sind nur (wieder) Stifte vorhanden. Die Ableger sind einzargig auf 8 Waben. Ist es normal das die Königin erst wieder nach der AS-Behandlung stiftet und sonst nichts mehr da ist?



    Gruß Pfeilstern

  • Hallo !


    AS schädigt die Bienen,
    bei der Anwendung wird offene Brut massiv geschädigt,
    aber auch die verdeckelte Brut und die adulte Biene - hier ist das nur nicht so offensichtlich.


    So ein Bild ist mehr oder mindern "normal",
    war denn eine AS Behandlung überhaupt notwendig ?


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Man kann den Erfolg noch steigern, bei > 30'c durch Verätzung der Königin, das tötet die Milbenpopulation noch nachhaltiger. Indirekt.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ja, notwendig war sie. Allerdings habe ich die Verdunster zu den heißen Zeiten die AS herausgenommen. Daher liegts nicht an überhöter Temperatur...


    Aber Gegenfrage:


    Welche Völker kommen denn ganz ohne AS aus und werden nur über Entnahme und OS behandelt?

  • Weihwasser hilft eben nicht gegen die Varroa.


    Dass die AS die effektivste, wirtschaftlichste und einfachste und auch eine rückstandsfreie Methode ist, da sind sich fast alle Bienenexperten und die Vertreter der Bienenistitute sicher, siehe deren Empfehlungen.


    Wenn ihr Mitglied in einem großen ImkerVerein seid, dann achtet mal darauf, meist sind es immer dieselben Imker die erfolgreich ihre Bienen über den Winter bringen und ich bin mir sicher meist sind das Imker, die AS Langzeitverdunster gepaart mit anderen dazu passenden Maßnahmen anwenden.


    Sicher würde ich mir auch persönlich eine schonendere Methode zur Varroabekämpfung wünschen, aber derzeit sehe ich wenig andere Möglichkeiten und will auch das Ableben meiner Völker nicht mehr riskieren oder verantworten.


    Ja die Bienen gehen massiv dabei aus der Brut, aber bei passender zeitlicher Anwendungen können die Bienen das schnell wieder kompensieren, deshalb wende ich auch die AS Langzeitverdunstung nur E. Juli für 12 Tage an. Heuer wurden es wegen der Hitze nur acht Tage und ich muss mir das alles noch mal genau betrachten.

  • Hoffe dass meine Ableger noch genügend Bienen aufbauen. Da wir bis zum ersten Schlupf der neuen Brut dann schon den 5 September haben werden hoffe ich, dass die noch schön weiterbrüten und sich vermehren. Sonst wirds eng mit einwintern und ich muss sich zusammenwerfen.


    Gruß Markus

  • Keine Sorge, das paßt schon noch. Aber wenn Du im Frühjahr mal mit richtig starken Völkern starten willst, dann machst Du es in Zukunft anders. Bei dem Wetter wie dieses Jahr, ist es Russisch Roulette. Aber Du bist in der nächsten Runde, das zählt!


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Was kann ich kommende Saison anders machen? Klar war es bestimmt recht warm. Aber durch die Brutentnahme zur Bildung von Ablegern ist in den Wirtschaftsvölkern weniger Milbenverkehr und in den Ablegern eben mehr. Ich könnte mir vorstellen in den kommenden Jahren nur noch große Brutableger zu machen. Dann möchte ich ja nicht mehr meine Völkerzahl erhöhen, sondern nur noch Volksverjüngung betreiben. So umgehe ich zu kleine Völker, denke ich.


    Gruß Markus

  • Hallo zusammen ich war am Wochenende auf einem Varroavortrag vom barischen Tiergesundheitsdienst und dort wurde
    berichtet dass bei exakter Anwendung die AS nicht auf die Brut auswirkt bzw nur minimal. Aber es zu keinen Brutausfällen kommen würde.


    Gruss Markus

  • Hallo Markus,


    das wurde auch auf jedem Vortrag in den Imkerschulen behauptet. Da die Behandlung bei 2 - zargigen Völkern nicht so stark wirkt wie in einzargigen und man wahrscheinlich nie die optimale Witterung für eine Dauer von 14 Tagen haben wird, dürfte das den Unterschied zwischen der Realität und Laborversuchen erklären. Bei meinen Wirtschaftsvölkern ist diese starke Wirkung nicht eingetreten und noch Brut in jedem Stadium Vorhanden. Dochtgröße und AS-Menge waren richtig gewählt.

  • Hallo zusammen ich war am Wochenende auf einem Varroavortrag vom barischen Tiergesundheitsdienst und dort wurde
    berichtet dass bei exakter Anwendung die AS nicht auf die Brut auswirkt bzw nur minimal. Aber es zu keinen Brutausfällen kommen würde.


    Kann ich so nicht bestätigen. Mit der Anwendung der AS im LD gehen die aus der Brut und ich habe Totenfall vor der Hütte, mit dem Nassenheider Prof. gehen dir "nur" aus der Brut - ohne Totenfall. Das habe ich bei 8 Völkern und 3 Behandlungen getestet - alle sind aus der Brut gegangen...


    Gruß
    Frank

  • Ameisensäure hat den Vorteil, dass sie auch in die verdeckelte Brut wirkt und die dort sitzenden Milben abtötet.


    Ich glaube nicht, dass man es in Frage stellen muss, ob die Behandlung sinnvoll ist, sollte es auch minimale Brutschäden geben. Lieber ab und zu eine abgetötete Bienenmade wegen AS mit Vernichtung der Parasiten, als eine geschädigte, lebensunfähige Bienenmade mit mehreren gesunden Varroen.


    Ich hatte noch nie Probleme, dass die Winterbienenerzeugung deswegen gelitten hätte, die erfolgt ja dann erst zu einem späteren Zeitpunkt.

  • Ich habe dieses Jahr zur ersten AS Behandlung mit dem Nassenheider Prof. die eingesetzte Ameisensäure und damit die Dauer minimiert. So habe ich nur mit 200 ml - oder ca. eine Woche behandelt (bei ein paar Testvölkern). Wenn die AS so gut in der verdeckelten Brut wirkt, sollte das ja auch gereicht haben. Im September kontrolliere ich dann und behandel eventuell erneut. Mal schauen, wie das Ergebnis dann aussieht.