Wie viel Ameisensäure?

  • Hallo,
    ich benutze den Nassenheider Verdunster professional mit Ameisensäure 60 % ad. us Vet.
    Ich möchte nun heute die Behandlung beginnen, da es die nächsten Tage etwas kühler sein wird.
    Mein Bienenstock besteht aus drei Zargen (momentan plus einer Leerzargen oben drauf). Jede Zarge enthält 10 Wabenrähmchen á 420 mm * 180 mm, das entspricht von der Fläche her etwa 2/3 Langstroth. Ich stelle den Verdunster oben auf die dritte Zarge.


    Nun meine Frage: Wie viel Ameisensäure sollte ich verwenden? Wie viel sollte pro Tag verdunsten? Über welchen Zeitraum sollte ich den Verdunster einsetzten?



    Es wäre klasse, wenn mir jemand Tipps geben könnte



    Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Hilfe!



    Grüße,
    David.

  • Hallo David,


    dem Nassenheider liegt eine Beschreibung bei, aus der ersichtlich ist, wie man behandeln sollte.


    Außerdem glaube ich kaum, dass du bei den derzeitigen Temperaturen einen Behndlungserfolg haben wirst. Guckst du mal hier http://www.bienenkunde.rlp.de/Internet/global/inetcntr.nsf/dlr_web_full.xsp?src=C5X80AJE01&p1=05Y4210002&p3=D2KEU5C709&p4=XF10F330RV.


    Postleitzahl eingeben und mal bei 60% AS Langzeit/Applikator nachsehen, ob du im grünen Bereich bist.


    Nachtrag - sehe gerade dass du in Ungarn wohnst, da bringt dir der Link nicht viel. Zweizargige Völker behandle ich mit 280ml Ameisensäure und je nach Temperatur Dochtgröße 3 oder 2. Du solltest ca. 10 Tage behandel, danach muss die Ameisensäure verdunstet sein. Ca 30ml Verdunstung pro Tag. Kann aber in den ersten drei Tagen durchaus auch das doppelte sein. Wenn nach drei Tagen immer noch zuviel verdunstet wird, dann kleineren Docht nehmen. Und meine Angaben sind für den Nassenheider professional , den ich selber verwende.


    Gruß Jürgen

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Honigbärchen () aus folgendem Grund: Ungarn liegt eben doch nicht in Deutschland.......

  • Hallo Jürgen,
    der Link nützt mir leider nichts, da ich in Ungarn bin.


    Denkst du es ist zu warm dafür? (Wir haben momentan 30°.) Kann man das auch später machen? Ist das dann nicht zu spät?


    Grüße und schönes Wochenende,
    David.

  • Hallo David,


    je nach Zustand deiner Völker und Befallsdiagnose behandle ICH normalerweise Anfangs August und bei Bedarf dann nochmal Anfangs September.


    Bis 30 Grad sollte kein Problem sein (Nassenheider spricht von 35 Grad, die kein Problem sein sollten). Wenn das Wetter bei euch passt, dann behandle ruhig, falls überhaupt nötig.


    Kann aber durchaus sein, dass bei den hohen Temperaturen ein kleinerer Docht besser wäre. Musst eben die Verdunstungsmenge kontrollieren. Sollte es aber deutlich über die 30 Grad gehen, dann warte noch ein wenig ab.


    Viel Erfolg


    Jürgen

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

  • Postleitzahl von Ungarn?


    Zunächst möchte ich mich für einen Rechenfehler in einem anderen Beitrag entschuldigen, den ich nicht mehr ändern kann.
    Es ist nicht sinnvoll in einer so großen Beute zu behandeln. Der Erfolg ist mehr als fraglich. Kannst Du nicht vorher irgendwie auf zwei Zargen deiner Größe kommen? Oder willst du das partout nicht?
    Oben den Honig runternehmen oder mit der untersten Zarge alte leere Rähmchen entnehmen. Eine Behandlung auf mehr als zwei bienenbesetzten Zargen deiner Göße solltest Du nicht machen. Da deine Beute wahrscheinlich nicht in der Anleitung des Nassenheiders angegeben ist, mach es bitte wie schon beschrieben. Zwei bienenbesetzte Zargen und in der dritten leeren Zarge den Nassenheider. Die Mengen nimmst Du von der Dadantbeute. Zwei Zargen von Dir entsprechen ungefähr dem einen Dadantbrutraum. Da ist jetzt alles drin, was Du brauchst. Da dein Nassenheider neu bestellt ist, ist die Anleitung auch dabei.
    Das Wetter ist hier allerdings wirklich nicht so toll dafür, wobei der Nassenheider ja angeblich fast wetterunabhängig sein soll.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Zitat


    Zunächst möchte ich mich für einen Rechenfehler in einem anderen Beitrag entschuldigen, den ich nicht mehr ändern kann.


    Doch, Du kannst. Schicke mir den Link/ Text der zu erstzen wäre und ich korrigiere das.


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Lieber Peter,


    David hat ein ungarisches Maß mit 18cm hohen Rähmchen (mal 42cm). 2x 18 cm sind schon 36 cm hoch. Selbst wenn ich 2x Rähmchenholz abziehe, liege ich noch über der Dadant-Brutraumhöhe. Auch mit seinen 10 Rähmchen statt 12 pro Zarge dürfte das trotzdem etwa stimmen mit der Dadantbrutraumgröße wenn er zwei von seinen Zargen nimmt.
    2/3 langstroth ist auch nur ein Annäherungswert. Zander flach sind 15,9 cm. Da wäre dann bei drei Zargen auch einiges ungenutzt im Winter. Original Zander hat ja auch nur 9 Rähmchen pro Zarge, wenn ich nicht irre. Natürlich geht alles. Vielleicht sogar üblich, aber ob es sinnvoll ist? Ich bleibe dabei, zwei von seinen Zargen reichen. Auch für den Winter. Ich denke auch in Ungarn, wobei ich nicht sehr gut über die dortigen Klimaverhältnisse informiert bin. Iss ja auch nich grade klein, das Ländchen.
    Wär ja auch ganz nett, wenn man wüßte, was in der obersten Zarge drin steckt. Das erfährt aber niemand. Munteres Rätselraten ist angesagt.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)