• Moin Peter,


    in Carvitz habe ich am Falladahaus die Hecke davon gesehen, die der Autor seinerzeit für seine Bienen pflanzte. Asclepias syriaca. Echt unbeherrschbar wirkt die nicht auf mich. Sie wird dort als nördlichstes Vorkommen dieser Art erläutert und wirkt gut beflogen, als wir da waren, hauptsächlich Hummeln; Bienen werden dort nicht mehr gehalten, zur Zeit. Man bräuchte dort wohl einen Imker, der sich mit Kuntschzwillingen auskennt, wenn man das Bienenhaus im Sinne des Museums dort weiterbetreiben will.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Steht seit einem Jahr bei meinem Kollegen am Haus, wir haben uns gefragt, was das Teil wohl zu einem 'normalen' Winter sagt (der letzte war ohne einen Tag im Minusbereich). Es wird wahnsinnig gut beflogen! Auf einer Dolde 10, 15 Hummeln, Bienen und sonstiges Getier. Wirklich beeindruckend. Treibt Ausläufer und verbreitert sich ziemlich fix. Ob es sich auch generative Vermehrt, keine Ahnung. Sollte man abklären, bevor man damit in die Breite geht. Ich hab jetzt einen Ableger hier im Garten, es ist zur Blütezeit wirklich eine Show!


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,
    laut Tante Google gilt die Planze als Neophyt. Samenstände sollten vor der Reife entfernt werden. (Wer macht das?)
    Rhizomensperre oder Kübelplanzung wären angebracht.
    Winterhärte in unseren Breiten ist wohl nach einigen geschützten Einwachsjahren gegeben.
    Alle Teile der Planze sind giftig und können Hautirritationen hervorrufen.


    Hier einer der vielen Links:
    http://www.br.de/fernsehen/bay…ikon/seidenblumen100.html


    Bitte nicht auswildern.


    lG
    Astrid

  • Moin, moin,


    och...! Natürlich ist die syrische Schwalbenwurz hier ein Neophyt... Die Frage wäre aber doch: ist sie auch invasiv und unterdrückerisch? Den Eindruck hatte ich dort nicht, und ihre heimische Verwandte ist eine ziemliche Seltenheit inzwischen...


    Und schließlich muss man weder alle Pflanzen essen, noch sich nackt drin wälzen...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    och...! Natürlich ist die syrische Schwalbenwurz hier ein Neophyt...


    Gruß Clas


    Hallo Clas,
    erst mal sorry, dass ich Dich zu einem "och" animiert habe.
    Nein, ich habe keine eigenen Erfahrungen mit der Pflanze und mein Wissen ist nur ergoogelt.


    Bei Neophyten frage ich mich nur allgemein, wo fängt "invasiv" an?


    Hier in der Nähe haben wir eine recht uneinsehbare Stelle, ca. 200qm groß, die mit Herkulesstaude bewachsen ist.
    Nur 100m weiter ist der nächste Bienenstand.


    Ein Schelm...


    Der Imker hat es inzwischen "drangegeben". Die Herkulesstaude ist immer noch da.


    Nein, es sind keine Quadratkilometer, die von dieser Planze besiedelt werden, aber auch auf diese wenigen Quadratmeter gehört sie nicht hin.


    Es scheint unter Imkern durchaus Usus zu sein, in der Nähe der Bienenstände "tolle Trachtplanzen" anzusiedeln.
    Da spricht auch nichts dagegen, solange dies im "kontrollierten" Raum geschieht.


    Ich finde es nur nicht toll, wenn da irgendwo etwas angebaut wird, was dann beim Auflösen des Bienenstandes "vergessen" wird.


    Es ist meine Meinung, dass man keine auch noch so tolle Trachtpflanze auswildern sollte, wenn sie hier nicht hingehört.


    Daher war es mir schlicht und ergreifend wichtig, darum zu bitten, solche Planzen nicht auszuwildern.


    Das die "Globalisierung an un' für sich" eh nicht mehr aufzuhalten ist, ist mir schon klar, aber man muß das ja nicht noch aktiv fördern.


    lG
    Astrid

  • Hallo,
    in unserem Garten im Weimarer Bienenmuseum haben wir auch eine Ascl. Syriaca, durchaus beherrschbar und nur langsam in die Breite wachsend. Die Hecke in Carwitz kenne ich auch, sehr beeindruckend.
    In freier Natur habe ich noch kein Exemplar gesehen. Und mit der heimischen Schwalbenwurz ist sie meines Wissens nicht verwandt, aber es gibt noch farbenfreudigere Ascl.-Arten, leidet kleinblütiger und mit weniger Nektar.
    Vermehrung am besten durch Ableger.