Forianer helfen Imker!

  • Letzten Donnerstag ist ein Wohnhaus eines Imkers, samt Bienenstand/ Imkerei, abgebrannt.
    Die traurigen Fotos sind hier zu finden:
    http://www.schwarzwaelder-bote…26-8fe6-d3a5a7f1bac2.html
    Ich möchte an dieser Stelle einen Hilferuf starten, insbesondere an die Imker die in der Nähe des Unfallortes wohnen. Ich denke der betroffene Imker kann jetzt tatkräftige Hilfe sehr gut gebrauchen!


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Und die ersten die helfen werden sind....
    Ich leider nicht da noch voll im Job und mit Bienen beschäftigt aber unser geschätzter Drohn ist heute bereits auf dem Weg und stellt bis zu 14 Tage seiner Zeit zum Helfen zur Verfügung. Morgen ist weitere Prominenz angekündigt. Vielleicht kann ja dann Markus oder Christoph Details mitteilen damit man gezielt helfen kann.


    Mein aktueller Wissensstand ist, dass wohl ein Bedarf an leeren Kartons für Honig Gläser besteht.


    Finde das echt super und hoffe nächstes Wochenende auch ein wenig meiner Zeit beisteuern zu können. Vielleicht sieht man sich ja?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • helfende Hände fehlen. Man stelle sich einfach endlos viele Apideas vor, verkohlt aber noch mit Leben, reichlich Kisten mit Bienen, HR voll mit Tannenhonig, aber keine Infrastruktur, nun fehlende Fütterer und Futter .......Panik.........................................Flatterband..............Versicherung......................, und am Himmel kreisen die Geier und warten auf einen Schnapper.


    Wer wohnt denn nun in 'der Nähe'?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wohne 70km entfernt aber meine Eltern und ein Teil meiner Bienen stehen vor Ort.


    Apideas sind wie ich gesehen hab noch ganz. Zum Opfer viel lediglich ein Zuchtvolk, der Rest steht.


    War vorhin nochmal kurz vor Ort. Den guten hat es nun nochmal gebeutelt. Nachdem ihm erst gönnerhaft im Dorf ein Quartier angeboten wurde, machte der "Gönner" nach keinen 5 Tagen dumm herum und hatte angeblich nun anderweitig vermietet....
    Nun ist Wohnwagen angesagt und Schleudern geht zum Glück in der Metzgerei.
    Wenn ich nur noch Urlaub hätte..... Aber egal wie, am Samstag bin ich Vorort. Die Völker kann man ja auch noch nachts mit Taschenlampe füttern.


    Wichtig ist nun die Völker abzuräumen, Brutraum zu erweitern, füttern und behandeln damit 2016 wieder alle auswintern.
    Da der Drohn nun ab morgen Vorort ist und sich heute schon ein kleines Bild verschaffen konnte bin ich da aber zuversichtlich. Geballte Kompetenz trifft aufeinander!


    Nun warten wir noch morgen/übermorgen auf Christophs Bericht und dann melden sich hoffentlich noch paar Helfer mehr. Im eigenen Verein liegt der Alterschnitt bei glaub 80 Jahren aufwärts, die wenigen Jungen sind halt auch berufstätig oder im Urlaub und der Rest ist froh selber zurecht zu kommen.
    Also Freiwillige vor!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich war heute dort,


    es ist schrecklich das alles anzusehen. Dem Drohn seine Hilfe wird gut gebraucht.
    Es fehlt vor allem an einem Platz für das viele Material trocken und Bienendicht einzulagern, ein Schopf oder so


    Nur mal als Beispiel: wohin mit den abgeschleuderte Honigräumen?
    wohin mit dem Winterfutter. Seine Zuckersäcke sind alle aufgelöst durch das Löschwasser und so geht es weiter..


    Alles Blockwachs ist verbrannt. Er hat also nächsten Frühling kein Wachs für die Mittelwände....


    Alle Maschinen sind verbrannt. Angefangen von so einfachen Dingen wie einem Schraubenzieher bis hin zum Akkuschrauber, der großen Kreissäge oder Hobelmaschine etc. Ja das war alles nicht neu und somit auch nicht Versichert. Jetzt fehlt es irgend wann dann doch.


    Das Schleudern geht. Im Dorf gibt es eine ehemalige Metzgerei, dort hat er Asyl für diesen Part. Die Geräte dafür konnten alle gerettet werden. Jedoch fehlen die Honiglagerbehälter.
    so und jetzt noch einige Bilder:



    hier das eine der beiden Bienenhäuser. Das andere ist total abgebrannt zusammen mit 16 Völkern. Alles waren gute Zuchtmütter



    hier stand mal das zweite Bienenhaus



    Die beiden Völkern mit den Dächern drauf haben das Feuer überlebt. Das dritte hat es nicht mehr überlebt!



    schrecklich was die Bienen hier mit gemacht haben



    viele der Apideas und andern Begattungskästen sind angeschmort. Die Bienen haben dennoch dies überlebt. Trotz den Plastik-Gasen usw.
    und doch reichen nur ein paar Nanogramm an PSM und sie Überleben nicht mehr! Hier merkt man ganz deutlich wie zäh Bienen doch sein können



    viele leere Honigzargen sind dem Raub der Flammen zum Opfer geworden



    in diesem Wohnwagen hat der Imker jetzt vorübergehend ein Dach überm Kopf. Aber bis zum Winter muss auch hier eine andere Lösung her. Allein der Anblick jeden Morgen das abgebrannte Haus anzusehen und auch der Grauch von kaltem Rauch, das muss man alles erst mal verdauen.


    Ich bin immer noch sprachlos.

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Am meisten wird man aktuell mit seiner Arbeitskraft helfen können, alles andere dürfte erstmal noch Zeit haben um dann zu sehen was dringend fehlt.
    Werde am Samstag mal genauer nachfragen und schauen ob man eine Liste an Dingen anfertigen kann die vielleicht jeder eh herum liegen hat und zu Spenden bereit wäre.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Welches Maß hat der Imker? Sieht nach Dadant aus.
    Komme gerade aus dem Urlaub und sehe das erst jetzt.
    Eine Materialliste, was alles benötigt wird, wäre nicht schlecht, bei mir findet sich vielleicht auch noch einiges aus einem Bienenhaus.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Dadant. Aber genaues wissen wir noch nicht. Wird mühsam erörtert.
    Es kommen viele Sachen zusammen die ihm hier den Hintern retten. Völker sind z.B. nicht eng geschiedet sondern sitzen auf 7-10 Waben im Brutraum. Somit kann man die meisten fast so wie sie sind einfüttern. Aber dennoch fehlen Rähmchen und Mittelwände und Unmengen FutterTeig für die Kieler und Apideas.
    Bin gespannt was der Drohn schon hinbekommen hat.
    Samstag scheinen einige helfen zu wollen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Hallo,
    gibt es eine Möglichkeit, finanziell zu helfen, eventuell über das Konto des Imkerforums bei angepasstem Verwendungszweck?
    Oder führt das zu Verwicklungen?


    Eine zentrale Bestellung wäre eventuell zielführender, als wenn alle "Weiterwegwohnenden" ein einzelnes Päckchen versenden.
    Wobei das selbstverständlich auch hilfreich ist.


    Wenn irgendwer mir eine Kontoverbindung nennt, bin ich gerne bereit, einen kleinen Beitrag zu leisten.


    lG
    Astrid

  • Ich schließe mich Astrids Frage an.


    Als "Weiterwegwohnende" kann ich leider keine persönliche Hilfe leisten, Material aus meinem Bestand kann ich auch nicht spenden, da nichts im passenden Maß vorhanden ist.


    Dennoch würde ich gerne irgendwie helfen. Vielleicht möchten andere das auch und wären zu einer kleinen finanzielle Spende bereit? Jeder, der möchte, nach seinen Möglichkeiten? (Viel Kleinvieh macht auch Mist...)


    Wenn´s nicht das Konto des Imkerforums ist, gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit?


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hartmut, könnte das nicht als einmalige Aktion über den Spenden-Button des Forums funktionieren? Finanzielle Hilfe ist wahrscheinlich das einzige, was man aus Entfernung machen kann, und Paypal wäre so schön
    niedrigschwellig...


    Viele Grüße, Henrike
    die sofort dabei wäre

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.