Vom Imker verschuldete Räuberei

  • Manche hier können sich offensichtlich nicht vorstellen, wie klein ein Flugloch sein kann/muß, ohne daß die Bienen Luftnot hätten. Ich möchte mal ein Beispiel geben: Bei unseren alten Hinterladern sind am Flugloch 2 Reduzierblenden, eine auf 8x60mm und eine auf 8x25mm. In diesen Beutentyp passen 26 Waben DNM, sind also auch schon ein paar Bienen. Unter günstigen Umständen, wie zur Rapszeit, kann man die Blenden weglassen und hat dann eine Öffnung von ca.15x150mm. Mehr geht schon mal gar nicht. Wenn das Volk die Kiste ganz füllt, stelle ich den 8x60-Wirbel ca. 7mm hoch, ganz auf mache ich nie. Alle normalen Völker haben bei mir das ganze Jahr 8x60. Ableger haben bei mir 8x25 bis zu einer Größe von mind. 10 Waben. Außerdem liegen immer Klötzchen an den Fluglöchern, die bei Bedarf zum Verengen davorgeschoben werden können.


    Und das alles im Querbau, und selbstverständlich ohne Gitterboden.


    Gitterböden machen alles noch schlimmer. Zwar kommen die Bienen nicht rein, aber sie sind dadurch alarmiert. Und dann ein Fehler und es geht los. Meine habe ich das ganze Jahr komplett zu.

  • Da stimme ich dir zu. Auch mit den Gitterböden. Dieses Jahr hab ich fast 50% auf geschlossene Böden umgestellt und alle Ableger sind auch damit ausgestattet. Sie suchen zwar und sind immer bereit, aber bisher wurde noch kein Ableger ausgeräubert. Die MiniPlus werde ich nächstes Jahr umrüsten, die machen mir dieses Jahr eher Probleme.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich möchte die nächsten Tage mit mildem Wetter dazu nutzen, zwei meiner 7 Völker, bei denen das Futter knapp werden könnte, etwas nachzufüttern. Alle 7 Völker stehen in einer Reihe. Ich könnte mit gekauftem Futterteig von oben füttern, oder aber mit flüssigem, dunklen 2015er Sommerhonig (mit Linde) aus eigener Ernte, dessen Wassergehalt nicht so perfekt ist, wie er sein sollte.


    Füttern mit Honig hätte aus meiner Sicht den Vorteil, dass er nicht umgearbeitet werden muss und die Bienen kein zusätzliches Wasser brauchen. Als mögliche Nachteile sehe ich den erhöhten Gehalt an Ballaststoffen, und den potentiell aus der Beute strömenden Wohlgeruch, der die Nachbarvölker zu Räuberei verleiten könnte.


    Wozu würden Ihr mir raten?


    Bei Fütterung mit Honig: Hat jemand einen Tipp zur Verabreichungsform? Evtl. Gurkenglasmethode?



    Danke schonmal und mit schönen Grüße aus dem sonnigen Süden


    Johannes