Imker verliert Bienenkästen / Bienenangriff


  • Hier http://www.chiemgau24.de/chiem…-angegriffen-5331240.html ließt sich das schon deutlich sachlicher, auch wenn das Verhalten des Imkers absolut nicht zu akzeptieren ist.


    VG Martin

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  • Schlimm so was. Für alle Beteiligten.


    Aber mal eine Frage am Rande dazu:
    Wie ist denn eigentlich die Rechtslage in so einem Fall?
    Versicherung mal ausgenommen, ob die bezahlt weiß man auch nicht.
    Eventuell sind die der Meinung, das wäre fahrlässig.


    Muss der Imker den gesamten Einsatz, Rettungsflug, Krankenhausbehandlung etc. bezahlen?
    Womöglich käme noch Schmerzensgeld dazu.


    Gruß Doro


  • Muss der Imker den gesamten Einsatz, Rettungsflug, Krankenhausbehandlung etc. bezahlen?
    Womöglich käme noch Schmerzensgeld dazu.


    Also so wie ich es aus dem Bericht lese, wird es schwer, ihm das alles aufzubürden:


    Der Autofährer hätte ja nicht helfen müssen, die Bienenkästen aus dem Graben aufzusammeln. Vorallem ,weil er ja selbst von seiner Allergie hätte wissen sollen.


    Eine Ordnungswidrigkeit allerdings wegen mangelhafter Ladungssicherung könnte verhängt werden: je nach dem, ob LKW oder Pkw und ob der Bestand einer "Gefährdung" erfüllt ist: zwischen 35 und 70€ und 0-1 Punkte.


    Stefan

  • Ich vermute mal mangelnde Ladungssicherung...
    Das wäre auf jeden Fall mindestens fahrlässig, vielleicht sogar eher grob fahrlässig?
    Auf jeden Fall wird die Haftpflicht wohl erst einmal bezahlen.
    Hätte der Imker die Beute richtig gesichert, wäre die nicht herunter gefallen oder wie auch immer.
    Wobei nehmen wir mal das an, was man in einem solchen Fall immer machen sollte und unser Rechtssystem so vorsieht:


    Zunächst einmal ist der Verursacher unschuldig.
    Näheres klären Polizei und Staatsanwaltschaft, die bei Körperverletzung wie hier auf jeden Fall eingeschaltet wird.


    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • A Vorallem ,weil er ja selbst von seiner Allergie hätte wissen sollen.


    Hallo Stefan,


    warum hätte er von seiner Allergie wissen müssen? Besteht eine allgemeine Bienenstichallergietestpflicht? Ich habe, bevor ich mit dem Imkern angefangen hatte, noch nie einen Stich von einer Biene erhalten. Mal ein zwei mal eine Wespe, aber Biene noch nie. Als ich mit dem Imkern anfing, habe ich auch erst auf die Reaktion des ersten Stiches gewartet. Aber vorher wusste ich auch nicht, ob ich allergisch reagiere.


    Zur Hilfe find ich auch cool. Immer wieder heißt, es wie dreißt die Autofahrer sind, dass die einfach weiterfahren und nicht helfen. Jetzt hilft mal einer, und dann ist er selber Schuld.



    Gruß
    Frank

  • da möchte ich widersprechen.


    Die Spektren beider Gifte überschneiden sich.
    Mann kann gegen beide allergisch reagieren.
    Das ist aber nicht die Regel.


    Das Hauptallergen bei Bienengift ist im Wespengift nicht enthalten.
    Umgekehrt dürfte es ähnlich sein.


    Was wahrscheinlicher ist:
    Biene + Hummel
    Wespe + Hornisse


    Gruß Doro

  • Siehe meine Nachforschungen im Beitrag http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=46809&p=480918#post480918:


    Ursächlich für die allergische Wirkung von Bienengift:
    Phospholipase A2
    Hyaluronidase
    saure Phosphatase
    Histamin


    Ursächlich für die allergische Wirkung von Wespengift:
    Antigen 5
    Phospholipasen A1 und A2
    Hyaluronidase


    So zumindest meine Ergebnisse und bei mir ist keine Allergie gegen Bienengift vorhanden, bei Wespen dafür umso mehr

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit