Ab wann zählt das Füttern zur Wintereinfütterung

  • Am 2. Juli habe ich einen Naturschwarm erhalten (Dadant mod. 10 Rähmchen). Naturwabenbau mit Anfangssteifen.
    Ich füttere ihn nun schon von Anfang an. Zuerst mit Zuckerwasser 1:1; dieses Wochenende Fütterung Zuckerwasser 3:2 (als beginnende Wintereinfütterung).


    Wenn ich nun berechnen möchte, wie viel ich noch einfüttern soll für den Winter, soll ich da die 1:1-Zuckerwasserfütterung in der Berechnung außen vor lassen oder wird diese ganz oder teilweise mit einberechnet? Eigentlich diente diese ja dem Wabenbau und Volksaufbau und noch nicht dem Futtervorrat.


    Oder hilft nur vorhandene Futterwaben zu zählen?

  • Ne du zählst keine Futterwaben, du wiegst die Kiste. Du musst ja schließlich die Zeit reinholen , die du durch nicht mögliche Kippkontrolle bei Dadant angeblich verloren hast. Schau dass du um diese Jahreszeit 10 kg Futter in der Kiste hast. Such mal hier im Form wie das mit dem wiegen geht.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Diese Frage bekomm ich oft genug gestellt. Die meisten denken, sobald man füttert hat dies was mit Einfüttern zu tun.
    Früher war dem auch so, da hat man den Honig raus und die Kästen mit Zuckerwasser vollgeknallt und musste bis zum Frühjahr nicht mehr an die Bienen.
    Ab der da der Mensch ja lernfähig ist und herausgefunden hat, dass Bienen bei einer vorgespielten Tracht ihr Brutgeschäft aufrecht erhalten und sogar steigern, nutzt man es aus um stärkere Bienenvölker zu bekommen.
    Also alles was über das Jahr verfüttert wird (sollte im Normalfall mit 1:1 erfolgen) zählt zum normalen Vorrat und um damit die Bienen zum Bauen und zu mehr Brut anzuregen. Warum auch immer hier die Meinung von 5 Kg füttern auf einen Schlag nach Entnahme des Honigs geht, entzieht sich mir und lässt sich nur mit weniger Arbeit begründen. Lieber jeden Tag 1Liter und dann nach einer Woche ans Behandeln denken. Kann man wunderbar neue Waben ausbauen lassen und die Mädels haben eine Beschäftigung.


    Nun bewegen wir uns langsam auf den Herbst hin, wir haben bisher noch immer alle 2-3 Tage mit 1:1 gefüttert -bis die Waben soweit ausgebaut waren wie wir es wollten und das Brutnest beläuft sich auf stattliche Größe von X Waben (je nach Beutentyp). Die Bienen haben ihren Wintersitz eingerichtet, breite Fütterkränze über der Brut. Nun muss man das Leergewicht seiner Beute mit leeren Rähmchen kennen, kann dann dazu etwa 5 Kg an Pollen, Wachs, Bienen und Brut dazu rechnen und jetzt gilt es zu rechnen, wieviel welches Volk benötigt.
    Nicht vergessen, auch im September benötigt ein Volk noch +-4KG im Monat.
    Um nun keinen Fehler zu machen -der wäre durch Gabe von 5 oder 10l Futter direkt erfolgt- füttert man kleiner Gaben um das Brutnest nicht auf einmal vollzuballern. Damit kann man das nun immer kleiner werdende Brutnest bestens aufrecht erhalten und die Einlagerung erfolgt unmittelbar um selbiges.
    Diese letzte Futtergaben zählen für mich zum Einfüttern und sind in Abhängigkeit vom vorhandenen Futter individuell zu ermitteln. Im Normalfall hat man jedoch 90% der Völker auf dem gleichen Futtervorratslevel. Hier erfolgt nun auch die im Grunde letzte Kontrolle bei der man nur noch schaut ob das Brutnest noch ausreichend vorhanden ist und die Königin stiftet bzw. noch da ist. Nun ist auch die Zeit um Schwache und Weisellose zu sanieren! Beim Vereinigen bleiben einem dann auch direkt Reservefutterwaben fürs Frühjahr falls es irgendwo knapp wird.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit