Ganze Zarge auffüllen?

  • Hallo,


    ich habe eine Frage zu meinem Ableger,
    momentan habe ich 6 Rähmchen in der Zarge hängen. Die Bienen sitzen auf dreien und bauen die äußeren Rähmchen nicht weiter aus.
    In der Mitte sind 2 Rähmchen mit Brut, der Rest ist weitestgehend mit Sirup und Pollen aufgefüllt.


    Ist es besser wenn ich die ganze Zarge mit Rähmchen/Mittelwänden auffülle?
    Oder soll ich alles so lassen bis die Bienen alles 6 Rähmchen vollständig besetzt haben?


    Frage #2
    wie oft oder wie viel soll ich zufüttern?
    Wenn ich bisher mit Sirup zugefüttert habe, haben die Bienen fast alles eingelagert und es war wenig platz für Brut vorhanden.



    Grüße


    Christian

    "Gehe nicht gelassen in die gute Nacht. Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt. Dem sterbendem Licht trotze wutentfacht." -Dylan Thomas

  • Hallo Christian. Du solltest sofort in kleinen Portjonen 1X1 täglich mit Zuckerwasser füttern und die Zarge komplett mit Mittelwände auffüllen. Das dünne Futter regt die Bienen zum Bauen an und die Königin zum Eier legen, denn es wird den Bienen Tracht vorgegaukelt. Zucker und kein Sirup, denn Sirup darf nicht mit Wasser verdünnt werden, er kandiert dann später in den Waben.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo !


    Du solltest sofort in kleinen Portjonen 1X1 täglich mit Zuckerwasser füttern und die Zarge komplett mit Mittelwände auffüllen. Das dünne Futter regt die Bienen zum Bauen an und die Königin zum Eier legen, denn es wird den Bienen Tracht vorgegaukelt. Zucker und kein Sirup, denn Sirup darf nicht mit Wasser verdünnt werden, er kandiert dann später in den Waben.


    1:1 Die Empfehlung steht so.


    Erst letzte Woche habe ich mit unserem regionalen Bienenfachberater gesprochen.
    Dort im Institut füttert man sehrwohl Sirup mit Wasser gemischt, angeblich ohne Probleme.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,
    wenn Du so füttern willst, wird es garantiert Probleme geben!!
    Die Bienen werden dieses Futter eintragen, aber es könnte kristallisieren!
    Füttere einfach 1:1
    Gruß Harri

  • Hallo Harri !


    wenn Du so füttern willst, wird es garantiert Probleme geben!!
    Die Bienen werden dieses Futter eintragen, aber es könnte kristallisieren!


    Zwischen Garantiert und könnte liegen - aussagetechnisch: Welten


    und:
    Eigene Erfahrung oder worauf beruht Dein Aussage (Dein Wissen ?) ? ? ?


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • Hallo,
    was soll ich Dir jetzt erzählen:
    Kein Dokument, keine Aquise
    Gruß Harri

  • So wie es aussieht setzt eine Verdünnung den hohen Fruchtzuckeranteil herrab der dafür sorgt das der Sirup eben nicht kristallisiert.
    Auch die Haltbarkeit wird dadurch negativ beeinflusst.


    Allerdings kann ich aus Ermangelung von Erfahrung nicht sagen welche Mischungsverhältnisse tatsächlich zum kristallisieren führen und warum nicht auch Haushaltszucker kristallisieren sollte.

    "Gehe nicht gelassen in die gute Nacht. Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt. Dem sterbendem Licht trotze wutentfacht." -Dylan Thomas

  • im Institut füttert man sehrwohl Sirup mit Wasser gemischt, angeblich ohne Probleme.


    Kommt vielleicht auf den Sirup an, ob auf (Weizen)Stärke- oder Rübenzuckerbasis? Von meinem Verständnis her ist letztere doch 'normaler' Zucker, bloß schon angemischt. Dann wäre verdünnen ziemlich unproblematisch. Bei ersterem weiß ich's schlicht nicht und hab die bekannten Warnungen im Ohr. Ich verdünne meinen 'Zucker'Sirup bei Bedarf auch.


    Wir werden sehen :roll:


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Kann mir mal bitte jemand eine sinnvolle Begründung geben, warum mit Wasser verdünnter Sirup bei Einlagern kristallisieren sollte? Mir fällt erst mal nichts ein. Ist das wirklich schon mal jemandem passiert und war die Ursache eindeutig das vorherige Verdünnen?


    Ich bin geneigt, das erst mal für eine Legende zu halten, bis ich vom Gegenteil überzeugt werde.
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Von meinem Verständnis her ist letztere doch 'normaler' Zucker, bloß schon angemischt


    Und das stimmt eben NICHT .
    Selbst in Wasser aufgelöster Zucker (Saccharose ) muss von den Bienen invertiert werden .
    Fertiger Invertzuckersirup ist wie der Name schon sagt invertiert und wird von den Bienen nicht mehr besonders bearbeitet sondern direkt eingelagert .


    Gruß Andre

  • Ich bin geneigt, das erst mal für eine Legende zu halten, bis ich vom Gegenteil überzeugt werde.


    Einfach mal beim falschen Anbieter bestellen und schon wird die Legende zur traurigen Gewissheit. Gibt hier schon ein paar Freds zum Thema aus dem Jahr 2011.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hi,


    wir füttern (drei Kollegen) seit 2010 Sirup vom Amelunxen, immer 3t pro Jahr. Einer davon verdünnt seinen Sirup seitdem und hat noch nie Probleme damit gehabt. Er macht das aber wegen seiner antiquarischen Beuten und Fütterungssysteme. Es ist ein Kollege dessen Aussagen ich vertraue. Ob das evtl. mit Sirupen verschiedener Provenienz unterschiedlich ist weis ich nicht. Mit dem vom Amelunxen funktionierts allerdings.


    Gruß
    Reine

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Fertiger Invertzuckersirup ist wie der Name schon sagt invertiert und wird von den Bienen nicht mehr besonders bearbeitet sondern direkt eingelagert .


    Demnach müßte gefütterter verdünnter Honig dann auch kristallisieren?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Er macht das aber wegen seiner antiquarischen Beuten und Fütterungssysteme.


    Ich mach das, weil ich will, das die Damen bauen, ohne sich das Brutnest dauerhaft einzuschnüren. Die sollen, so meine Theorie, bauen und eindicken und -lagern und dann wieder umtragen, auf das ihre Hoheit diese neuen Zellen bestiften kann und ihr Brutnest ausdehnen. Final Einfüttern mach ich dann auch mit unverdünntem Sirup! Bislang funktioniert es. Das ein Teil der verdünnten Gabe durchaus auch dauerhaft eingetragen und nicht unmittelbar verbraucht wird, habe ich bislang nicht als Gefahr gesehen, eher im Gegenteil. Sollte ich's?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife