• Guten Tag zusammen!


    Ich komme mit folgender Frage auf Euch zu: Ich habe gestern in 2 meiner Völker geschaut (beide in diesem Jahr gefangene Schwärme), da auffällig wenig Betrieb am Flugloch war. Innen zeigte sich folgendes Bild: Der erste Schwarm hat sich nur recht schwach entwickelt. Die Bienen sitzen auf 5 Waben, die jeweils zu etwa 30% der maximalen Wabengröße gebaut sind und die sie selbst gebaut haben (Betriebsweise mit ausschlieblichem Naturbau.) Die Waben waren, bis auf wenige, kleine Teile mit verdeckelter Brut, vollständig leer - kein Honig, kein Pollen, keine Stifte, keine Larven. Bienen hingegen war vorhanden - wenn auch nicht unglaublich viele - und auch die Königin. Ich wohne in einem Gebiet (Südfrankreich) mit guter Trachtlage (bis vor Kurzem Maronen, und nun Heide) und kann mir nicht recht erklären, aus welchem Grund die Königin nicht legt bzw. die Bienen nicht arbeiten. Eine Idee wäre ein schlechter weil ungeschützter Standort, der die meiste Tageszeit über die heißen Temperaturen hier abbekommt.


    Aber erstmal zum anderen Volk: Hier hatte der Schwarm die Dadantbeute fast vollstänig bebaut (10 - 11 Waben zu etwa 100% im Naturbau). Doch auch hier muss irgendetwas passiert sein, denn abgesehen von einigen Futterkränzen auf den mittleren Waben ist hier ebenfalls alles leer. Eine Hornisse kam mir ausserdem entgegen als ich den Brutraum geöffnet habe. Hier habe ich allerdings nur die Randwaben gezogen und nicht die im Zentrum, wo sich noch Bienen befanden. Möglich, dass auch hier noch die Königin da ist. Auf den Waben habe ich mehrere entdeckelte Schwarmzellen gefunden. Der Schwarm ist also geschwärmt (Was in der Gegend mit sehr viel Maronenbäumen nicht unüblich ist) - aber wieso ist da nun nichts mehr los? Varroa würde ich eher ausschließen, da der Befall sich bei Naturschwärmen ja eher in Grenzen hält.


    Ja, soviel zur Situation. Über Ideen und Nachfragen würde ich mich freuen!


    Vielen Dank
    Ciao Alex!

  • Hallo Alex,


    so, wie das klingt, sind die Völker, insbesondere das erste, am Verhungern. Weder wurden sie als Schwarm sorgfältig gepflegt noch wurden sie regelmäßig nachgeschaut.
    Warum hast Du Bienen, wenn Du einen Schwarm schwärmen lässt und die Bienen nicht fütterst?



    Verwundert


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Hallo Hans!


    Vielen Dank für deine Rückmedung.


    Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Bienen verhungert sind, da die Trachtlage sehr gut war bei gleichzeitig sehr wenigen Regentagen. Zudem hat sich Schwarm 2 ja sehr gut entwickelt und hatte nicht nur Vorräte, sondern hat noch immer Futterkränze im Zentrum.
    Ein weiteres Indiz dafür, dass es nicht an mangelnder Fütterung liegt, ist, dass ein weiterer Schwarm, der am gleichen Standort steht und nicht gefüttert wurde, bereits 12 Waben in Dadantgröße gebaut hat und einige gut mit Honig gefüllt sind.


    So denke ich, dass die Ursache woanders liegt und das Problem des Verhungerns beim schwachen 1. Schwarm als Folge eines anderen Problems nun tatsächlich mögich ist.


    Zu deiner Frage: Ich füttere meine Bienen nicht, auch nicht für den Winter, da ich die Fütterung mit Zucker für fragwürdig halte.


    Vielen Dank!
    Ciao Alex!

  • Hallo Alexander,
    wenn Du einmal mitteilen könntest wo Du mit Deinen Bienen zu Gange bist.
    Es packt mich nämlich langsam das Grauen - natürlich nicht nur wegen Deinen Beiträgen.
    Welche Trachtlage war den in den letzten 2-3Wochen sehr gut - bei Dir.
    Und auf welchen Trip bist Du eigentlich, dass Du mit einer solchen Aussage zur Fütterung bzw. Zuckerfütterung im Allgemeinen hier rüberkommst. Die Du ablehnst.
    Wenn Dir wirklich geholfen werden soll hier vom Forum sind einige mehr Information von Dir notwendig.
    Es steht Dir natürlich frei zu handeln wie Du es für richtig hältst - aber bedenke immer dass Du Bienenvölker in Deine Obhut genommen hast.



    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Eisvogel () aus folgendem Grund: der Zorn erzeugt auch Schreibfehler

  • Die Waben waren, bis auf wenige, kleine Teile mit verdeckelter Brut, vollständig leer - kein Honig, kein Pollen, (...) und kann mir nicht recht erklären, aus welchem Grund die Königin nicht legt bzw. die Bienen nicht arbeiten.


    Hier habe ich allerdings nur die Randwaben gezogen und nicht die im Zentrum, wo sich noch Bienen befanden. Möglich, dass auch hier noch die Königin da ist. Auf den Waben habe ich mehrere entdeckelte Schwarmzellen gefunden. Der Schwarm ist also geschwärmt (Was in der Gegend mit sehr viel Maronenbäumen nicht unüblich ist) - aber wieso ist da nun nichts mehr los? Varroa würde ich eher ausschließen, da der Befall sich bei Naturschwärmen ja eher in Grenzen hält.
     
    Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Bienen verhungert sind (...) Ein weiteres Indiz dafür, dass es nicht an mangelnder Fütterung liegt, ist, dass ein weiterer Schwarm, der am gleichen Standort steht und nicht gefüttert wurde (...) So denke ich, dass die Ursache woanders liegt und das Problem des Verhungerns Zu deiner Frage: Ich füttere meine Bienen nicht, auch nicht für den Winter, da ich die Fütterung mit Zucker für fragwürdig halte.


    Geilomat. Eigentlich ein Fall für Imkersofa. Aber mal ganz langsam:


    Du glaubst, es wär eine Königin da, weißt es aber nicht, weil, äh, ach frag ich doch mal das Internet. Ein paar Völker sind am verhungern, aber hey, ist halt Natur. Aber frag ich doch mal das Internet. Und das Internet antwortet:


    "Du hast keine Ahnung von Bienen, vom Imkern und Verantwortungsgefühl für Dir anvertraute Tiere hast Du auch nicht. Dafür aber viel Meinung, Rechthaberei und Ideologie. Super Mischung! Ich wünsch den armen Viechern, das sie schnell und schmerzlos sterben, daß das Material superteuer war und Du somit schnell die Lust an diesem 'Hobby' verlierst und Dir ein anderes suchst. Eins was Dich erfüllt und wo keiner unter Deiner Art leiden muß. Also vielleicht besser nix mit Tieren oder Menschen, die auf Deine Empathie angewiesen wären."


    Beste Grüße,
    Dein Internet

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hu hier Kochen se wieder auf die Gefühle was ich verstehen kann.


    Versuchen wir mal deinen Fehler oder Problem zu finden.


    Bitte mach ein Foto von einer Randwabe und der Mittelwabe von beiden Völkern den ein Foto sagt mehr als tausend Worte.
    Um diese Jahreszeit sollten nicht nur die Waben in der Mitte Futterkränze haben sondern alle.
    Du Fütterst gar nicht oder nur nicht mit Zuckerwasser sondern Sirup?


    Trachtlage is z.b. bei mir nix und zwar gar nix mehr und man darf nie unterschätzen was so ein Volk an Futter verbraucht.


    Bedenke weiter nicht jedes Volk ist gleich, es kann sein das nur das eine Volk was sich gut entwickelt ne Trachtquelle gefunden hat und das anderen nicht.


    Der Ort wo deine Völker stehen wäre auch ganz nützlich vllt ist wer aus dem Forum in deiner nähe und kann mal kucken.


    Gruß Heiko

  • Der Kollege wohnt in einem Gebiet in Südfrankreich. Glaube nicht, dass da grad zufällig einer ums Eck wohnt.


    Klingt aber schon stark nach verhungern was du da schilderst. Rein Interesse halber, entnimmst du den Völkern Honig? Ich mein, wenn du schon nicht fütterst...

  • Ich bedaure es sehr, dass Du diese Experimente mit den Bienen machst. Survival of the fittest müsste demnach ja auch gar nicht erst zu einem Foreneintrag führen, denn man wird eben sehen, welche Bienen mit dieser Haltung klarkommen. Es gibt hierfür keine Hilfestellungen, denn wir wollen hier imkern und darüber sprechen. Also eine komplett andere Herangehensweise.


    Ich bedaure aber auch, dass die Bienen als Bestrafung für den Halter eingehen sollen. In beiden Fällen absurd.

  • Hallo Alexander,


    da die Trachtlage sehr gut war bei gleichzeitig sehr wenigen Regentagen


    ohne genug Feuchtigkeit honigt es nicht! Und zumindest bei uns ist es derzeit furztrocken -- mal abgesehen davon, dass sowieso nichts mehr blüht. Anfänger mit leeren Waben und (ver)hungernden Völkern gab es in letzter Zeit mehrfach. Zwei Beispiele.
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47155
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47004
    Bitte dringend füttern -- am besten noch heute Abend!

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Hallo Alexander,



    ohne genug Feuchtigkeit honigt es nicht! Und zumindest bei uns ist es derzeit furztrocken -- mal abgesehen davon, dass sowieso nichts mehr blüht. Anfänger mit leeren Waben und (ver)hungernden Völkern gab es in letzter Zeit mehrfach. Zwei Beispiele.
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47155
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=47004
    Bitte dringend füttern -- am besten noch heute Abend!


    Hallo,
    Traugott hat Recht!
    Hier liegt eine Unterversorgung der Bienenvölker vor!!!
    Gruß Harri

  • Hallo zusammen!


    Erstmal: Vielen Dank Abadoon und Max Droni für eure Beiträge. Zu euren Nachfragen: Ich wohne im nördlichen Baskenland (Frankreich). Hier stehen sehr viele Maronenbäume. Momentan blüht die Heide und wird dies auch noch bis in den September hinein tun. Es besteht ausreichend Tracht für den Sortenhonig Bruyère (Heide). Ich füttere vollständig nicht, und belasse den Bienen ausreichend Honig für den Winter.


    An Eisvogel: Du sagst es packt dich das Grauen, aber sagst nicht was eigentlich inhaltlich das Problem ist. Dass ich nicht füttere? Nun, ich belasse den Bienen für den Winter ausreichend viel Honig. Wo ist das Problem? Oder packt dich das Grauen, dass ich auch Schwärme nicht füttere? Dazu lies bitte meine Kommentare an Traugott und Buckfast.


    An rase: Viel gepöbel und null Inhalt. Kann man eigentlich garnicht drauf eingehen, weil kein konkretes Argument genannt wird.


    An Traugott: Ich habe einige Punkte aufgezählt, aus denen ich den Schluss ziehe, dass es sich wahrscheinlich nicht ursächlich um Verhungern handelt. Zudem finde ich keine tote Bienen in oder vor der Beute. Warum soll ich einem Volk Futter geben, das Vorräte hat? Die Frage ist doch, warum wird kein Futter eingetragen und warum legt die Königin keine Eier.
    Ich danke dir für deinen Beitrag und möglicherweise hast du ja auch recht aber wenn du meine Gedanken einfach übergehst bzw. keine besseren aufscheibst, warum solte ich dann irgendetwas heute abend noch machen?


    An Buckfast Imker: Von welchen Experimenten sprichst du? Von dem Experiment, den Bienen ihren Honig zu belassen? Ich füttere meine Bienen nicht und im letzten Jahr sind, bis auf eines, alle durch den Winter gekommen. Bei damals 12 Völkern liege ich damit doch eher ganz gut im Schnitt, wenn ich mir die durchschnittlichen Winterverluste vor Augen halte.
    Du hälst es für eine Bestrafung, Bienen ihre Nahrung selbst suchen zu lassen und ihren Wachs selbst bauen zu lassen, so, wie es ihrer Natur entspricht, aber findest es richtig, Bienen ihren Honig weitestgehend wegzunehmen und diesen durch Zuckerlösung zu ersetzen? Und das dieser Zucker mit Mitteln behandelt wird, die den Bienen widerum schaden findest du auch richtig?


    Ich danke allen konstruktiv gemeinten Antwortern. Macht euch nicht die Mühe zu antworten. Ich werde nicht mehr an der Diskussion teilnehmen. Eigentlich bin ich eher dafür Dinge auszudiskutieren aber in diesem Forum glaube ich nicht, dass das möglich ist.


    Also dann..
    Ciao Alex


  • Der Titel lautet: "Leere Waben"


    Warum soll ich einem Volk Futter geben, das Vorräte hat?



    Ein Volk, das (nur) leere Waben hat, keine Brut mehr aufzieht, weil Nahrungsmangel herrscht, das hat schlichtweg KEINE Vorräte.
    Und keine Vorräte haben widerspricht auch "den Honig lassen". Wenn nichts da ist, dann kann man auch nichts da lassen.


    Ich schließe aus deinen Schilderungen, dass die Bienen vor Hunger schon die eigene Brut aufzehren, eben weil keine Vorräte mehr im Volk sind. Und einem hungerndem Bienenvolk nicht die benötigte Hilfe (eben Futter zu geben) anzubieten ist schlecht.


    Wenn du in die Völker reinschaust und nichts eingelagert wird, dann ist es unerheblich, ob draussen was zu holen wäre: Gib dem Volk Futter und es wird Brut aufziehen.


    Stefan

  • Alex,


    ich habe nicht davon geschrieben, dass Du mit Zucker füttern sollst. Ich schrieb von Füttern. Die Bienen fressen ihre Brut, sie sind hungrig!


    Schwärme bringen nicht immer genug eigenes Futter mit. Flugbienen sind nicht immer in genügender Anzahl vorhanden, Trachtquellen werden nicht gefunden, weil die Scoutbienen nicht gut genug gesucht habe etc.
    Gründe, warum es zu einem solchen Desaster kommt, gibt es viele.
    Du bist Imker, nicht wahr?


    Also füttere die Völker auf!
    Wenn die anderen Völker am Standort etwas finden, dann hänge Futterwaben um. Reiß die Wachsdeckel auf, damit die das Futter gut annehmen.
    Oder verdünne etwas von Deinem Honig und füttere den!


    Keiner erwartet, dass Du von Deinen Grundsätzen abrückst! Aber alle hier erwarten, dass Du den Bienen gerecht wirst, die Du hältst. Da gehört gelegentliches Füttern als Unterstützung unbedingt dazu!


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • "Ich fütter nicht, weil ich das Füttern mit Zucker für fragwürdig halte" ist im Falle eines Notfalls Ideologie auf Kosten der Biene. Du nennst den Thread "leere Waben", behauptest aber, Futtermangel kann nicht sein. Schon wieder Ideologie. Du weißt nicht, ob noch eine Königin da ist, weil Du bei den Randwaben Deine Nachschau abbrichst. Du findest geschlüpfte Weiselzellen, ob die neue Queen legt oder nicht ist für Dich nicht erklärbar. Das die manchmal nicht vom Begattungsflug zurückkommen könnte, kommt Dir nicht in den Sinn, ist jedenfalls kein Grund, doch mal genauer hinzuschauen. Das ist kein Imkern. Das Naturschwärme keine Varroaprobleme haben eine Mischung aus Ahnungslosigkeit und Ideologie, diese Tatsache zumindest mal zu überprüfen wäre Imkern, aber vielleicht auch schon zuviel Arbeit. Lieber mal machen lassen. Was mich so an*****, ist diese Mischung aus falsch verstandenem Naturschutz, dicke Hose und Ignoranz auf Kosten der Bienen. Deswegen der Rant. Wenn es Deinen Bienen gut ginge, wär mir das alles egal. Wenn sie aber verrecken und da kommt nur 'ja aber' und 'kann nicht sein', dann wird es schwierig. 'Pöbeln' würd ich das nicht nennen, wenn ich Dir empfehle, Dir ein anderes 'Hobby' zu suchen, nimm die Anführungszeichen als Hint, das Bienen vielleicht gar kein Hobby sind? Jedenfalls nicht die Verlängerung Deines Egos auf Kosten der Bienen.


    Just Saying.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife