Wespenbussard

  • Ich hab heute einen neuen Stellplatz angeboten bekommen, in einem 'Naturschutzgebiet'. Eigentlich eine Deponie für Abfälle aus einem Chemiebetrieb, der anorganische Pigmente herstellt und seine Abfallprodukte auf besagter Deponie verknappt, da drüber kommen dann eine Folie, drei Meter Kies und dann wird rekultiviert. Also Bullshit Bingo mit Buzzwords, 'Imker' wäre eins. Ich steh mit einem Stand eh im Flugkreis, die Goldrute da bspw. ist der Hit. Dazu Weiden, Robinien, offene Flächen mit Krautschicht ...


    Heute hab hab ich mit dem Verantwortlichen gesprochen, supernetter Typ, der mir echt schon oft geholfen hat, weniger aus wirtschaftlichen, mehr aus persönlichen Motiven. Der organisiert da alles (ich hab auf dem kurzen Dienstweg z.B. Strom in meiner Hütte mitten im Wald. Das Kabel war halt 'noch da'. Nur der Stromzähler fehlt.) :)


    Er ist jedenfalls total begeistert über die Natur, die sich diese Nische zurückerobert. Ich auch! Es gibt sogar ein Wespenbussardpärchen! Wie finde ich denn das als Imker? Ich hab Fledermausnistkästen am Stand aufgehängt, freue mich über all die Viecher am Stand, Hornissen, sogar Spechte, aber ein hungriges Wespenbussardpärchen am Stand!? Vom Gefühl her würde ich sagen, super, tolle Tiere und meine Kisten sind safe. Aber ein Rest Unsicherheit bleibt.


    Hat jemand diesbezüglich irgendwelche Erfahrungen?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Eigentlich eine Deponie für Abfälle aus einem Chemiebetrieb, der anorganische Pigmente herstellt und seine Abfallprodukte auf besagter Deponie verknappt, da drüber kommen dann eine Folie, drei Meter Kies und dann wird rekultiviert. Also Bullshit Bingo mit Buzzwords, 'Imker' wäre eins. Ich steh mit einem Stand eh im Flugkreis, die Goldrute da bspw. ist der Hit. Dazu Weiden, Robinien, offene Flächen mit Krautschicht ...


    Hast gleich einen schön gefärbten Honig ^^


    Erfahrung hab ich keine mit solchen gefiederten Freunden. Aber solange du deine Bienen nicht unter die Erde verfrachtest glaube ich kaum, dass hier irgendeine Gefahr besteht. Die Greife gehen ja an die Brut und da dürften sie bei einer soliden Holzbeute kaum eine Chance haben -Spechte sind mir da wesentlich unheimlicher!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Der Wespenbussard ist für meine Bienen jedenfalls völlig ungefährlich. Wir haben immer mal welche hier. Die graben Wespennester aus und hinterlassen Krater in der Wiese. Sie gehen auch an Hornissennester, wenn sie da ran kommen. An Beuten sah ich sie nie.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Der Wespenbussard interessiert sich nur für die Maden und Puppen, alternativ für allerlei Kleingetier am Boden.
    Er kann zwar gut graben, aber keine Beuten knacken.
    Er ist nur sehr kurz im Hochsommer in unserem Land, und verschwindet dann rasch wieder in den Süden.
    Kurzum: Wespenbussard und in Magazinen oder gar Freiständern/Bienenhäusern gehaltene Bienen haben keinerlei nennenswerte Berührungspunkte.


    Gruß
    hornet