Königin im Streik?

  • Hallo zusammen,


    vorne weg, mir ist klar das die Königin einen Treffer hat und ich das Volk demnächst auflöse, ich möchte nur wissen was da sein kann.
    Die Königin wurde Anfang Juli von der Belegstelle geholt, Stiftete ganz Normal. Eine 2. Minizarge mit Mittelwände wurde ausgebaut und bestiftet. Die 3. Minzarge würde nicht mehr ausgebaut.
    Beim umsetzen in einen 2/3 HR und dem Aufsetzen einer zanderzarge mit Mittelwänden, würde diese auch nicht angerührt.
    Die anderen 7 am Stand von der Belegstelle hatten die MW innerhalb von 6 Tagen komplett ausgebaut.
    Ich dachte schon das Volk sei Weisellos, aber siehe da, die Kö spaziert noch darin rum, über den Rest verdeckelte Brut. Es sind keine Stifte zu sehen und auch keine Anzeichen von Drohnenbrütigkeit (außer 4 Drohnenzellen).


    Daher meine Frage, hattet ihr sowas schon mal, bzw. Habt ihr eine Erklärung dafür?
    Iich werde sobald ich Zeit hab, die Kö abdrücken und das Volk abkehren, mich interessiert eben nur das warum?


    Viele Grüße,
    Max

  • Hallo Maxikaner,


    es gibt die Möglichkeit von annatomischen Problemen der Königin, höchstwahrscheinlich
    ist es jedoch zu einer mangelhaften Begattung und Füllung der Samenblase gekommen.
    Wie auch immer, besser beförderst Du die Queen in den Bienenhimmel.


    LG
    Frank

  • Das war letzets Jahr hier bei vielen Königinnen so.
    Ich vermute Pestizidschaden, auch von den begattenden Drohnen.


    Wobei ich des Imkers Behandlungsmittel auch als Pestizide einstufe.
    Denn seit hierzuland wieder massiv harte Chemie bei der Behandlung eingesetzt wird, verschlechtert sich die Qualität der Königinnen.

  • Hallo Max,


    ich habe es mal erlebt, dass das Volk die eigene Kö nach einem gescheitertem Schwarmakt so terroresiert hat, dass sie nicht mehr gelegt hat oder ihre Gelege wurde ausgeräumt.
    Die Kö war zerrüpft, mit kaum noch Haaren und mit nur noch Flügelstummeln!
    In einem Schaukasten konnte ich einmal auch beobachten, dass die Bienen die neu befreite Kö über einen Tag lang hinter der Glasscheibelang eingenäult haben, aber sie hat es überlebt und legt momentan munter weiter.


    Daher denke ich, wenn die Harmonie im Volk nicht stimmt, kann es zu Problemem kommen, die nicht direk von der Kö verursacht wurden. Es läuft aber meistens auf das selbe hinaus... und die Kö taugt nicht mehr


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Hier schaute es mit der Qualität der Königinnen auch in diesem Jahr nicht berauschend aus, trotz ausreichend Drohnen. Nur 2 von ca. 15 Ablegerversuchen (Standbegattung) sind was geworden, obwohl da wirklich schöne Schwarmzellenköniginnen dabei waren.


    Ich hab da zum einen Altlasten in Wabenform vom letzten Jahr in Verdacht, ich hab aus den toten Völkern zwar alles vernichtet, aber es hatten ja auch ein paar Bienen überlebt, deren Wabenwerk ich auch zur Ablegerbildung verwendet hatte.


    Bei meinen Waldvölkern sind immer noch die HR drauf, deren Gewichte noch minimale Zunahmen aufweisen, obwohl kaum noch Tracht vorhanden ist. Leider ist alles noch nicht verdeckelt, sonst hätte ich schon abgeräumt, es befinden sich aber einzelne ausgebaute Waben in den HRs, die werden von den Bienen nicht angerührt, obwohl sie mittendrin hängen. Und das sind alles Waben, die im letzten Jahr nach dem Raps ausgebaut wurden. Wenn man sowas im Brutraum hat, wirkt das wie ein Schied!


    Ansonsten sind die Entwicklungskurven der Völker ohne Altlasten in diesem Jahr garnicht schlecht. Das einzige, was etwas seltsam erscheint ist der plötzliche Trachtstop um den 10. Juli inkl. dem Verschwinden fast sämtlicher Läuse. Und eben auch das Ausbleiben einer Marienkäferplage, soviele Larven, wie es im Juni noch gab, da müssten draußen überall Glückskäferchen unterwegs sein.


    Grüße Sven

  • Hi Sven,


    mit der Begattung hatte ich keine Probleme.
    Auf der Belegstelle lag die Quote bei über 80% und bei meiner Standbegattung sogar über 90.


    Die Kisten sind auch alle richtig voll und die Kös geben ordentlich Gas.
    Lediglich 2 wurden umgeweiselt und die eine hängt jetzt eben durch.

  • Lediglich 2 wurden umgeweiselt und die eine hängt jetzt eben durch.


    Und das ist kein Begattungsproblem?
    Von wie vielen sprechen wird denn insgesamt? Wenn das drei von 30 sind (kein Problem), sieht das ja anders aus, als wenn's drei von zehn sind (Problem). :wink:

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Hallo Max!


    Besser jetzt umgeweiselt als erst im September...
    Und eine ausreichende Begattung war sicherlich gegeben.
    Nicht ausreichend begattete Königinnen legen weiter und es werden Drohnen.
    Es liegt an der Königin und das ist heuer ein eher normales Phänomen.
    Bei viel Waldtracht werden die Weiselzellen nicht so gepflegt, wie es sein sollte und das Gelee Royal ist irgendwie nicht so wie es sein sollte.
    Das war im Juni.
    Und bei den Maiköniginnen heuer war eher die Versorgung nicht so toll warm bei den Kälteeinbrüchen.
    War irgendwie heuer kein so tolles Königinnenzuchtjahr.
    Gute Honigjahre (insbesondere bei guter Waldtracht/Honigtautracht) sind keine so guten Köiginnnejahre, sagt Jos Guth.
    So auch meine Erfahrungen. Erst jetzt nach der Waldtracht gab es noch richtig schöne und große Königinnen.


    Und 3 von 20 sind immer mal wieder drin zum Umweiseln.
    Das ist doch schon irgendwie normal, wie ich meine.
    Also alles im grünen Bereich für die heurige Saison.


    Drum hat man ja auch einen Königinnenüberschuss, um nicht plötzlich ohne Königin da zu stehen.
    Die eiserne Minireserve macht es aus!
    :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich halte für mich gern mindestens 20% in Reserve. So I'm September steigt meist nochmal der Bedarf und dann oft im Frühjahr wenn die Völker schon voll in der Brut sind und auf einmal die First Lady fehlt. Meist 2-4 Wochen zu früh um nachschaffen zu lassen und dann bringt das Volk meist erst gegen Jahresmitte die passende Leistung.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hi Max,


    das kann auch durch stille Räuberei verursacht werden, dass eine Kö beginnt zu steiken. Das ist Streß pur fürs Volk und auch für die Kö, wenn da keine verdeckelten Futterzellen vorhanden sind, sieht man nicht mal Wachsbrösel. Und die Kisten schauen tagsüber richtig schön voll aus, wenn man dann bei Dunkelheit mit der Taschenlampe mal reinleuchtet, bekommt man große Augen.


    Bei mir ist etwa ein Drittel der Kö's nicht vom Begattungsflug zurückgekehrt, ein weiteres Drittel kam zurück, ist aber nicht in Eilage gegangen. Und dann waren noch welche dabei, die schön angefangen haben, aber nach 2-3 Brutwaben war dann plötzlich Schluß, keine frische Brut mehr, nur noch verdeckelte Brut und in den meisten Fällen waren die Jungvölker bereits Geschichte, bevor die letzte Brut überhaupt geschlüpft ist.


    Grüße Sven

  • Guten Morgen Stefan,


    danke für deinen Beitrag. Ich glaub auch nicht das es an der Begattung liegt, jedoch wenn du das mit den guten Honig Jahren sagst, könnte ein Schuh draus werden.
    Die Umweiselungskönigin ist ein richtig großes Kaliber und Sichtbar größer, wie ihre Vorgängerin.
    Solang die Sanftmut stimmt kann eine Umweiselungskönigin bei mir auch bleiben.
    Vorallem vor dem Hintergrund das ich im Flugkreis 3 Imker habe, die alle Buckfast haben :daumen:


    War aber definitiv ein interessantes Jahr für mich und ich werde jedes Jahr zwischen 20-30 Königinnen ziehen.
    Lieber Zehn Königinnen zuviel als 2 zu wenig, oder wie der Hans immer sagen würde, " Man braucht immer genug von allem, damit man nicht jedem .... hinterher weinen muss"


    Viele Grüße,


    Max