Jungvolk füttern

  • Hallo,


    ich bin Jungimker und habe seit 5 Tagen zwei Jungvölker (Nordschwarzwald). Diese sind in Zander Liebig Beuten auf je einer Zarge. Alle 10 Zargen sind in Benutzung. Am ersten Tag habe ich a. 1,5 l Apiinvert in die Futterzarge getan. Nach 3 Tagen war das schon alles komplett weg. Ist das Normal? Wie viel sollte ich Ihr geben? Ich bin etwas verunsichert, da ich Angst habe, Sie haben bei starker zufütterung in der einen Zarge nicht ausreichend Platz, da das Volk ja schon ziemlich stark ist.


    viele grüße, Stefan

  • hi Stefan


    Also ich fütter je nach Möglichkeit alle 2 Tage ca 1l Zuckerwasser (ca 1kg Zucker + 1l Wasser gelöst). Das jeweils am nächsten Tag alles aus dem Futtereimer (1kg Joghurtbecher in Leerzarge oben auf) weggetragen. Die Bienen lagern dies alles ein. Bei einigen Ablegern muss ich jedoch aufpassen, dass nicht alle Zellen für Futter belegt werden, sondern die Königin noch ausreichend Platz zum Eierlegen hat. Sonst hat man im September viele Futterwaben aber die Völker sind sehr schwach, weil der Nachwuchs fehlt.


    Wenn deine Völker also freie Wabenfläche haben, dann kannst du auch alle 2-3 Tage weiterhin 1,5l Apiinvert geben.


    Stefan

  • Was ich Dir unbedingt ans Herz legen würde sind Kurse zu belegen damit du wenigstens schon mal die Grundlagen weisst und ich persönlich finde kein Buch oder youtube können das ersetzen was du praktischen Teil lernst. Und wenn es nur das erkennen und differenzieren von den unterschiedlichsten Brutstadien ist, Königinnen zeichnen oder aber was jetzt dann kommt die Varroabehandlung.
    Gruß Markus der findet das Bienenjahr für Jungimker sollte im Februar mit Anfängerkurse beginnen und im Mai mit dem erhalt von Ablegern.

  • Futterzargen, egal wie voll sind bei mir am nächsten Tag immer leer.
    Ich mache immer zwei Fütterungen, einmal ca.5kg damit der Brutraum nicht verhonigt, und im September dann den Rest.


    Gruß
    Marco

  • Futterzargen, egal wie voll sind bei mir am nächsten Tag immer leer.
    Ich mache immer zwei Fütterungen, einmal ca.5kg damit der Brutraum nicht verhonigt, und im September dann den Rest.


    2 mal 5kg ist für Ableger zuviel auf einmal. Ableger sollten jetzt bis Mitte September behutsam und kontinuierlich gefüttert werden, damit die Bienen das Gefühl eines steten Futterstromes haben. Mitte September wird dann der fehlende Rest eingefüttert, damit es über den Winter reicht.


    Nichts ist schlimmer, als jetzt die dringend benötigten Brutzellen mit Winterfutter zu belegen.


    Stefan

  • Stefan so ist es und nicht anders.
    Am besten noch genug Mittelwände geben und laufend geringe Mengen geben um sie bei Laune zu halten. Bei mir bekommen alle jeden 2. Tag 1l mit 0.5kg Zucker. Damit wird der Bauten angeregt und sie können das Futter in die auszubauenden Mittelwände tragen ohne das Brutnest dicht zu machen. Bei den starken Ablegern und Völkern wird das eh noch alles verbrütet und dann ab Mitte September gibt es über die Woche verteilt bis zu 5kg. Bei mir honigt da eh nix mehr und somit kann ich voll auffüttern -aber das Brutnest im Auge behalten!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Und beobachten, zwei meiner Maischwärme haben noch soviel Honig intus, das man entscheiden muss ob Honigwaben wegnehmen und füttern, oder Honig lassen.


    Wenn die gut dastehen kannst sie ja so lassen -je nach Honigsorte kannst den auch drinn lassen oder hängst die Waben an die Außenseite, da kommen sie erst im Frühjahr hin. Um weiter aufzubauen würde ich jedoch entnehmen und Mittelwände geben + leicht füttern. Bringt dem Volk bzw. Dir mehr an Winterbienen und eine bessere Schlagkraft im Frühjahr.


    Meine Ligustica fütter ich im Gegensatz zu den anderen auch mal aus der Brut. Damit lässt sich der Futterverbrauch verringern und etwaiges Durchbrüten wird unterbunden was mir die Möglichkeit zur Varroabehandlung gibt.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Vielen Dank für die Antworten. Gestern hatte ich die Beuten geöffnet, nicht alle Waben gezogen, jedoch ist zu erkennen dass noch Platz vorhanden ist, für Brut und Futtereinlagerung. Einige Rähmchen sind auch noch nicht voll ausgebaut (Vorbesitzerin hatte einige nur bis zur Hälfte mit Mittelwände versehen). Auf jeden Fall werde ich vorsichtig und kleinere Mengen füttern um Sie bei Laune zu halten. Alle zwei Wochen mal zur Kontrolle Öffnen sollte reichen oder?



    viele grüße Stefan