Bienen anmelden = Steuern zahlen? Kontrollen etc....

  • Hallo liebe Imkerfreunde,


    ich habe dieses Jahr zu Imkern begonnen und lerne viel von einem "alten" Imker. Nun habe ich eine Frage:


    ich muss meine Bienen beim Veterenäramt anmelden. Das habe ich jetzt vor (ich weiß, das hätte schon längst passieren müssen), da ich es erst gestern erfahren hab, dass es Pflicht ist. Nun bekomme ich ja eine Betriebsnummer...habe schon einige, da ich ein bisschen Landwirtschaft neben dem Studium mache.


    Also, muss ich meinen Honig, den ich ausschließlich von Tür zu Tür verkaufe dann steuerlich geltend machen? Bzw. bekomme ich Post vom Finanzamt, Kontrollen etc. ? Es sind nur sechs Völker und nun wenn ich sie alle durch den Winter bekomme vier starke Ableger, die ich im Frühjah verschenken möchte.


    - ich verschenke sie, weil ich die Imkerei nicht wegen des Honigs mache sondern weil ich etwas dazu beitragen möchte, dass es mehr Bienen gibt und gerade Anfängern einen leichteren Einstig in die Imkerei ermöglichen möchte. Es ist für mich ein reines Hobby, fast ganz ohne Eigennutz!


    Für eine Antwort währe ich sehr Dankbar!
    Besten Gruß
    Brutus

  • Ein klares NEIN!
    a) das Veterinäramt gibt keine Daten weiter! Jedenfalls bei uns nicht.
    b) sechs Völker sind Viiieeeel zuwenig, dass sich das Finanzamt dafür interessieren könnte und würde.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo !


    Also, muss ich meinen Honig, den ich ausschließlich von Tür zu Tür verkaufe dann steuerlich geltend machen? Bzw. bekomme ich .... Kontrollen etc. ?


    Mit Kontrollen kann man schon mal rechnen, wenn auch nicht vom Finanzamt.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Die etwaigen Kontrollen werden vorher vereinbart und beziehen sich auf den Gesundheitszustand der Bienen (Futterproben, ob Sporen von AFB vorhanden sind).
    Sie haben mit Steuern überhaupt nichts zu tun.
    Bis 30 Völker ist steuerfrei. Auch für die Ableger kannst Du in aller Ruhe Geld verlangen, sie haben Dich schließlich auch was gekostet (Rähmchen, Futter, Varroamittel, Arbeit...)

  • Es kann auch Kontrollen von der Lebensmittelüberwachung geben. Die interessieren sich für den Schleuderraum und die Honigdeklaration. Bei Hobbyimkern sind sie aber zufrieden, wenn eine Edelstahlschleuder dasteht, der Fußboden gewischt werden kann, wenn Einweghandtücher vorhanden sind und der Honig ordnungsgemäß deklariert ist.


    Gruß Ralph

  • Leider geben die Veterinärämter doch Daten weiter. Sie sind (oder fühlen sich) dazu verpflichtet.
    Nach der Zusammenlegung mit den Lebensmittelüberwachungsämtern besteht auch keine Trennung mehr.
    So besteht keine Pflicht als Imker sich irgendwo zu melden, wenn man Märkte beschickt. Märkte unterliegen der Kontrolle durch das Lebensmittelüberwachungsamt. Durch die vorgeschriebene Meldung beim Veterinäramt hat man sich nun gleich auch bei der Lebensmittelüberwachung gemeldet. Da das Veterinäramt Zugriff auf die Meldedaten der TSK hat, weiß nun auch der Lebensmittelhygieniker, daß aus XX Völkern mehr Honig fließt, als selbst gegessen wird und kann das In Verkehr bringen begründet annehmen und natürlich kontrollieren.


    Dem Finanzamt und dem Zoll erteilen alle Ämter Auskünfte, weil nicht die informierenden Ämter einschätzen, ob ihre Informationen zur Aufgabenerfüllung beim Finanzamt notwendig sind, sondern diese Bewertung dem Empfänger überlassen. Übrigens ganz gegen das Datenschutzgesetz, welches vorschreibt, daß derjenige, der Informationen weitergibt, überprüfen muß, ob der Empfänger diese Informationen für seine Arbeit zwingend braucht.


    Wird in Zukunft auch das Eichwesen den Lebensmittelüberwachungs und Veterinärämtern übertragen, dann melden sich die Imker gleich bei noch mehr Sachgebieten (bei denen sie nicht meldepflichtig sind) wenn sie ihrer Meldeverpflichtung beim Veterinäramt nachkommen.


    In der Meldepflicht heißt es übrigens wörtlich: "bei der zuständigen Behörde". Von Vet.-Amt steht da nichts. Die Verwaltung kann mit ihren Strukturgesetzen folglich auch regeln, daß die Meldung woanders zu erfolgen hat. Einzig festgelegt ist mit dem Wörtchen "der" daß es tatsächlich nur eine Behörde ist.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo !!


    Die etwaigen Kontrollen werden vorher vereinbart und beziehen sich auf den Gesundheitszustand der Bienen (Futterproben, ob Sporen von AFB vorhanden sind).


    .... die Kontrollen sind aber das Kleinste, wenn überhaupt ein Probleme ....


    Es kann auch Kontrollen von der Lebensmittelüberwachung geben. Die interessieren sich für den Schleuderraum und die Honigdeklaration. Bei Hobbyimkern sind sie aber zufrieden, wenn eine Edelstahlschleuder dasteht, der Fußboden gewischt werden kann, wenn Einweghandtücher vorhanden sind und der Honig ordnungsgemäß deklariert ist.


    Außer sie wollen ein Chargenverzeichnis, oder die geeichte Waage (oder das Buch zur Vergleichsmessung) .... oder die Hygiene-Checkliste (ggf. auch Plan), oder das Behandlungsbuch .....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Mir sträuben sich die Haare.
    Hier fragt einer, ob er mit der Anmeldung beim Vetamt steuerliche Probleme bekommen wird.
    Die Antwort ist ganz klar: NEIN.
    Wir kämpfen hier in der Region dafür, dass sich jeder beim Amt anmeldet, um die AFB-Probleme in den Griff zu kriegen. Auch überzeugte Anarchisten und Staatshasser belabern wir solange, bis sie ihre Anmeldung einsenden.
    Bitte keine Panikmache - es passiert nichts. Die Anmeldung ist eine Anmeldung und kein Antrag. Sie kann nicht abgelehnt werden.
    Alles andere sind Eventualitäten, die nur in sehr geringem Umfang auftreten KÖNNTEN.
    Bitte, meldet Eure Bienen beim Veterinäramt an.

  • ja ja der Rockefeller hatte glaube ich auch nur 6 Bienenvölker und wurde so zum Millionär


    oder war es doch was anderes :confused:


    Spass bei Seite


    Mit Bienenvölkern ein Einkommen-Steuerliches Problem zu bekommen ist erst mal nicht so schnell der Fall.


    Da muss man schon ein paar Jahre lang 3 stellige Völkerzahlen haben und alles was man dazu braucht und sich sonst noch so zulegt muss dann auch schon bezahlt sein, dann.....


    Es sei denn man hat im Lotto gewonnen und kauft sich den ganzen Kremple innerhalb einer einzigen Saison, aber dann weiß es das Finanzamt auch schon. Nicht wegen der Bienenhaltung sonder wegen dem Lottogewinn.


    Also mit Bienen so richtig reich werden das ist eine Illusion. Vorher bekommt man eher Probleme mit den Nachbarimkern


    je nach Gegend

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!


  • Also mit Bienen so richtig reich werden das ist eine Illusion. Vorher bekommt man eher Probleme mit den Nachbarimkern


    Du meinst, wenn sich die Bienenstände immer mehr in die Länge ziehen, irgendwann bei den Beuten des Nachbarimkers angekommen sind und der Platz ausgeht? :lol:

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Also ich habe seit 5 Jahren Bienen, bin schon beim 2. Vet-Amt gemeldet (nicht weil ich mit dem ersten unzufrieden war, sondern Umzug) und noch keine Kontrollen gehabt.


    Nur Steuern wegen meiner Bienen habe ich schon viele bezahlt, macht aber jeder. Einkommenssteuer etc habe ich bisher keine zahlen müssen, eben weil ich mit der Bienenhaltung kein Einkommen erzielt habe. (was auch bei einer Hand voll Völkern nicht möglich ist). Aber an Mehrwertsteuer musste ich schon einiges zahlen: Beuten, Honigschleuder, Rähmchen.... überall die 19% und selbst beim Zucker werden 7% Steuer fällig. :p



    Stefan