Einige Fragen zu Beginn des Imkerlebens

  • Hallo zusammen. ich darf mich kurz vorstellen, mein Name ist Alfred, ich bin 21 Jahre alt und wohne mit meinen Eltern und von 12 noch 9 übrigen Geschwistern in einem Einfamilienhaus in einer reinen Wohnsiedlung in Altkalkar, Kalkar (Niederrhein / Kreis Kleve). Beruflich habe ich Mechatroniker gelernt, war dann 18 Monate bei Y-Reisen und fange am 03.08 als Servicemonteur für Windenergieanlagen an. Neben Musik machen heimwerke ich auch gerne, und betreibe mit meinem Vater eine kleine Schlachtkaninchenzucht für den Eigenbedarf.


    Nachdem mein Onkel schon seit einigen Jahren die Imkerei als Nebenerwerb betreibt und mein Vater aus gesundheitlichen Gründen seinen früheren Beruf nicht mehr wahrnehmen darf, kam meine Mutter auf die glorreiche Idee, dass wir beide doch auch mit Imkerei beginnen sollten.
    Da hat sie aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht (also mich xD), wenn ich ein interessantes Hobby finde, will ich das mit allen Facetten auch beherrschen und nicht nur nebenbei betreiben nach dem Motto: Wir zimmern da ein paar Kästen hin, lassen die Bienen einsetzen und lassen die Sache dann irgendwie laufen.
    Ich hab erstmal im Internet recherchiert und mir einiges an Grundwissen angelesen und angeguckt. Kennt einer von euch auf Youtube den Kanal BeeTV84? Ich hab mir innerhalb von zwei Tagen die ersten 30 Videos davon angeguckt. Und hab schonmal Pläne geschmiedet.
    Mein Plan: Ich fange im nächsten Frühling mit 2-3 Buckfast- Völkern an, auf Dadant 12er modifiziert. Die erste Beute will ich kaufen, danach will ich selber bauen, aus dem paulownia-baum (bin Grad nicht sicher, ob der Name richtig war, hatte hier im Forum davon gelesen und dann im Bauhaus gefunden, sah nicht schlecht aus soweit). Und ja, Henry, ich hab Erfahrung mit Holzarbeit und die wichtigsten Geräte befinden sich auch in der Werkstatt ;). Die Dadant-Betriebsweise fand ich auf jeden Fall ziemlich gut verständlich, auch dank der Videos von BeeTV. Nun hab ich auch mal nach anderen Imkern im Kreis Kleve gesucht und bin auf den Imkerverein Hasselt gestoßen, im Internet war da eine Kontaktadresse des Vorsitzenden angegeben mit Telefonnummer. Ich hab also gestern (Samstag) bei dem guten Mann angerufen und mich mal erkundigt, wie die Lage unter Imkern hier in Kalkar aussieht.
    Seine Aussage: Die meisten arbeiten mit DNM und Segeberger. Er selbst imkert mit Trogbeuten T120, ebenfalls mit DNM-Rähmchen bestückt. Einige gute Standmöglichkeiten in Kalkar und Umgebung konnte er mir auch direkt nennen, wo ich mich definitiv mal genauer umhören werde. Morgen früh vor meiner Spätschicht bin ich mit ihm verabredet, wo er mir seine Imkerei mal zeigen will.
    Außerdem hat er davon geredet, dass er noch zwei Völker hätte, die noch nicht ausgeschleudert sind und die er mir nach der Ernte überlassen könnte. Haltet ihr das für eine gute Idee?
    Nächstes Jahr könnte ich dann ja über Ableger und kunstschwärme anfangen, in die dadant-beuten umzuziehen. Langfristig will ich mit 10-12 Völkern arbeiten.
    Sollte er mir die trogbeuten verkaufen, bekomm ich auch die wirtschaftsvölker irgendwie umgezogen?
    So, fürs erste mal war's das mit der fragerei, ich hoffe, ihr könnt mir da schon mal helfen ;)
    Lg Alfred
    PS: Entschuldigt bitte evtl aufgetretene Fehler in dieser wall of Text, bin Grad mit dem Handy am schreiben, weil wegen Mittagspause auf der Arbeit und so xD

  • Hallo TheAlf,


    ich kann dir leider deine Fragen nicht beantworten, da ich selbst Neuimkerin bin (1 Schwarm seit Anfang Juli).


    BeeTV kenne ich und nütze ich auch sehr gerne. Wenn ich etwas neues an den Bienen mache, finde ich es hilfreich, vorher nochmals zu diesem Thema nachzulesen und auf BeeTV das entsprechende Video anzusehen. Z. B. bei meiner ersten Milchsäurebehandlung habe ich vorher auch noch das Video angesehen, da man ja nicht mehr alles detailliert weiß, was man im Kurs gelernt hat.


    Dadant ist übrigens auch die Beute meiner Wahl nach einigen Recherchen zum Thema Beutenauswahl.


    Auch wenn ich dir nicht weiterhelfen kann - auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg und Spass mit dem Imkern.

  • Ich finde die Videos von BeeTV 84 auch sehr gut. Noch besser sind allerdings, mMn die vom Imker Dirk Unger.
    Bei BeeTV ist es schon sehr angenehm das er nicht wie viele andere militant seine Ansicht der Imkerei vertritt. Er ist aber selber noch Anfänger (zu mindestens am Beginn der Videos) und ich bin schon gespannt darauf wenn hier die ersten Granden auftauchen und ihn verbal "vernichten".


    Bei Dirk Unger ist es einfach großartig zu zu sehen und zu hören. Er erklärt alles einfach wunderbar, anschaulich und verständlich. Er sagt auch eigentlich nie "is so" sondern begründet es immer. Bei Dingen die z.B. auch recht heiß diskutiert werden wie die Nutzung von Kunsstoffwaben erläutert er genau warum er diese für seine Imkerei genutzt hat so dass selbst diejenigen die das furchtbar finden es verstehen. Er imkert zusätzlich zu seiner eigenen Imkerei noch in einer Bioimkerei und hat so auch die Einsicht in diesen Bereich der bei vielen hier wie ein rotes Tuch vorm Stier wirkt.
    Wenn du also noch Bedarf noch ein paar sehr sehr guten und hilfreichen Videos hast schau dir die an. BeeTV ist gut aber Dirk Unger ist kaum zu schlagen.

  • Schaue dich mal bei den Imkervereinen in der Umgebung oder vom Land um, ob da nicht jemand über Winter einen anständigen Lehrgag anbietet (egal ob der Onkel Imker ist). Wenn der Lehrgang dann eventuell noch mit Imkerpaten und dem ziehen eines erstenVolker einher geht , wäre es optimal. Die neuen Völker solltest du erst i Frühjah übernehmen, oder wie gut bist du in der Milbenbehandlung ? Mache den zweiten Schritt nicht vor dem ersten. Mit 21 hast du noch viel Zeit alles zu erlernen und bist dann nicht nach 6 Monaten Winter schon frustriert, wenn die Völker nicht überlebt haben.

  • Wenn er Dir nicht nur die Völker überlässt, sondern in der gleich ab der Zeit danach auch des Öfteren sein Ohr und seine Zeit, sprich Dir als Pate zur Verfügung steht, kann das doch ein guter Einstig sein. Bei der Milbenbehandlung brauchst Du grad am Anfang sachkundige Unterstützung. So toll manche Youtube-Imkerkanäle auch sind, die würde ich immer nur als Ergänzung zum Austausch mit Imkern im realen Leben sehen.


    Auf jeden Fall kein guter Plan ist es, das Vorhaben gleich mit selbst hingezimmerten Kästen zu starten, auch die da zu beachtenden wichtigen Feinheiten erschließen sich einem nicht gleich.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hi Alf,


    alles klingt gut so weit, nur: Wie kommst Du auf Paulownia-Holz?


    Das taugt als Beute, so weit ich das finden konnte,*nicht viel. Ich hatte das auch überlegt, aber obwohl im Baumarkt draufsteht, dass das Holz leicht UND stabil ist, taugt es doch nicht, denn es schimmelt leicht und modert dann weg.


    Besser Du suchst Weymouth-Holz.


    Kaufen ist aber auch nicht so schlecht...


    Alles Gute und vergiss nicht das Lesen! Da gibt es gerade für Dadant-Anfänger sehr gute Bücher!


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • So schauts aus, immer diese Exoten und bei uns gibts holz vor der Haustüre.
    Solang er nicht wandern will und 50 Völker von Hand schleppt, braucht er auch keine Weymouthkiefer. Dadant steht eh fest und wird nur seltenst herum gehoben (bei einer 10-15 Volk Standimkerei. Und die vermutlich 0,5-1 Kg Einsparung je Honigraum würd ich da auch nicht so ins Gewicht legen.
    Ich würde solide Fichte oder Tanne nehmen, spart Geld und ist überall gut erhältlich.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Marakain : den Dirk Unger hab ich inzwischen auch gefunden, bin da auch fleißig am zugucken.
    Zum Selbstbau: Paulownia-Holz hatte ich deshalb in Betracht gezogen, weil hier in einem Thread davon geschrieben wurde, dass es relativ witterungsfest sein soll. Ich habe auch kein Problem mit anderen Hölzern.
    Ich wollte ja sowieso erst eine Beute kaufen und dann nachbauen, von selbst entwickeln war gar keine Rede ;)


    Was Imkervereine angeht: Wie ich bei der Einleitung schon sagte, ich habe schon Kontakt mit einem Imker aufgenommen, der als ehemaliger Vorsitzender eines Vereins im Nachbardorf die Imker hier im Umkreis ziemlich gut kennt. Seiner Meinung nach sind hier alle auf Trogbeuten oder Magazinbeuten mit DNM am imkern. Ich war heute bei Ihm, er hat nach 50 Jahren Imkerei auf nur noch vier Völker reduziert, jetzt hat er ein Volk in einer Segeberger Beute stehen, die er mir überlassen könnte. Ich hab leider vergessen, nach der Rasse und dem Preis zu fragen. Er ist ziemlich überzeugt von Trogbeuten, obwohl für mich die Nachteile überwiegen (große Grundfläche, Überdach notwendig). Für mich werde ich wohl doch bei den Dadantbeuten bleiben, das System finde ich doch einfacher verständlich als Zander oder DNM. (Bitte hier keinen Glaubenskrieg)


    Ein Freund meines Vaters ist ebenfalls Imker, ich werde mir demnächst seine Stände angucken, mal gucken, ob ich da ein paar Ableger abgreifen kann im nächsten Jahr.
    Mein Vater und mein Onkel kennen leider nur die Imkerei, wie sie vor 40 Jahren in Kasachstan betrieben wurde. Beuten werden ihrer Meinung nach grundsätzlich selber gebaut. Auf meinen Vorschlag, eine Beute zu kaufen und nachzubauen, meinte mein Vater nur: "120€ für eine Beute sind viel zu teuer, wir bauen direkt von Anfang an selber, Onkel J. macht das auch immer selber."
    Deswegen habe ich meinen Vater bisher ziemlich ausgeklammert bei der Planung, ich werde wohl auch 1-2 Ableger holen, und ihm dann das ganze zeigen, wie es meiner Meinung nach aussehen sollte. Da der Standort eh nicht zuhause ist, sollte das kein großes Problem sein. Wenn er es alleine anfangen würde, käme wahrscheinlich ziemlich großer Pfusch dabei raus.
    Bis bald, bin erstmal arbeiten xD
    LG Alfred Petker

  • Auf meinen Vorschlag, eine Beute zu kaufen und nachzubauen, meinte mein Vater nur: "120€ für eine Beute sind viel zu teuer, wir bauen direkt von Anfang an selber, Onkel J. macht das auch immer selber."


    Aber du brauchst einen "Bauplan". Wenn du bei einer Beute mal selbst den Zollstock ansetzen kannst und die Innenmaße abnehmen, dann ist der Selbstbau nicht so schwer.


    Aber mit der Länge vom Rähmchenmaß, dazu 2 im Sinn, mal Pi und Daumen und dann hier und da nen cm Zugabe, das wird nichts.


    An einer Stelle 3mm zuviel und du ärgerst dich über runterfallende Rähmchen und Wildbau.


    Ich baue meine Beuten auch selbst, Materialkosten einer Beute (Brutraum+2HR) liegen aber auch bei mir kaum unter 60€ (Müsste ich mal genau zusammenrechnen) . Alleine schon der Edelstahl-Gitterboden (also nur das Drahtgewebe) kostet bei mir schon fast 10% der Beute.


    Stefan


  • Ich baue meine Beuten auch selbst, Materialkosten einer Beute (Brutraum+2HR) liegen aber auch bei mir kaum unter 60€ (Müsste ich mal genau zusammenrechnen) . Alleine schon der Edelstahl-Gitterboden (also nur das Drahtgewebe) kostet bei mir schon fast 10% der Beute.


    Stefan


    Bei 18mm Leimholz vom Hornbach komm ich auf folgende Werte:


    Zarge Zander 1,5 = 7,14 €
    Zarge Zander 1,0 = 4,38 €
    Zarge Zander 2/3 = 3,47 €
    Deckel ca. = 5,00 €
    Boden mit Gitter = 6,50 €
    -------------------------------


    Je nach Betriebsweise jeweils mit 3 Zander 2/3 Honigräumen bist bei:


    2 Bruträume Zander 1,0 = 30,67
    1 Brutraum Zander 1,0 = 26,29
    1 Brutraum Zander 1,5 = 29,05


    Dazu noch knapp 1,50 Euro für Schrauben und fertig ist die Laube -äh Beute. Ach ja, bei 100 Honigraumzargen 2/3 werden noch 30 Euro fürs komplett Zusägen berechnet, also nochmal so 0,30 € dazu und gut. Beim Obi sägen die mir selbst die Dachlatten zurecht -was sonst kaum einer macht.
    Als Griffleisten nehm ich die Reststücke die beim Sägen eh über bleiben, mir reicht es vollkommen aus.
    Dann noch ein Kübel Farbe -da geht es nun los und kann teuer werden oder günstig....


    Umgerechnet auf andere Systeme dürfte sich dies nur im Centbereich unterscheiden.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo Alfred!
    Also erstmal Willkommen hier im Forum!
    Ich freue mich, daß du dich für die Haltung von Bienen entschieden hast und auch nicht nur so nebenbei, sondern ernsthaft, also Imkerei;-)
    Ein guter und wichtiger Schritt ist der Kontakt zu Imkern in deiner Nähe, die dir helfen können, wenn du Fragen hast, sprich einen Imkerpaten (Das läuft ja anscheinend).
    Wenn viele in deiner Umgebung mit DN arbeiten, könnte eine echte Alternative zu Dadant DN1,5 sein, sprich DN1,5 im Brutraum und DN oder 1/2DN im Honigraum, so wärst du zumindest teilweise kompatibel zu den Kollegen vor Ort. Mit Trogbeuten würde ich nicht anfangen wollen.
    Was als nächstes kommen wird, ist immer die Frage nach einem Imkerkurs, den man besuchen sollte.
    Ich war auch der Meinung, ohne auszukommen, bin aber, nachdem ich mich immer tiefer in die Materie reingearbeitet hatte, zu dem Schluß gekommen, daß der Kurs sinnvoll ist und ich bereue es nicht, ihn gemacht zu haben.
    Internetimkerei hat wenig mit dem eigenen Tun zutun, sondern ist Wissen von anderen mitlesen. Sie kann lediglich unterstützend wirken.
    Ob es sinnvoll ist, sich die Beuten selber zu bauen, mußt du dir selber überlegen, ich baue meine auch selber, allerdings hab ich mittlerweile auch schon einige Generationen hinter mir und weiß, was ich kann und was die Bienen brauchen und wie ich es selber händeln kann.
    Wie Drops schreibt, liegen die Kosten eines Nachbaus (mit den möglichen Fehlern, etc.) bei 50-80€ für eine Beute. Und hier würde ich auch def. nicht sparen, denn wer hier spart, tut es auf Kosten der Gesundheit der Bienen und die ist langfristig gesehen extrem wichtig.
    Ich an deine Stelle würde mich dieses Jahr intensiv mit der Imkerei und den Bienen beschäftigen, mir alles anschaffen, was ich zum Start bräuchte, einem Imkerpaten regelmäßig über die Schulter schauen, am besten auch mit anfassen dürfen, um zu gucken, ob das was für mich ist, und nächstes Jahr dann mit mind. 2 Ablegern durchstarten.
    Viel Spaß und viel Erfolg damit.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo zusammen, ich melde mich hier noch einmal zu Wort.
    Nachdem es dieses Jahr nichts geworden ist mit dem Einstieg in die Imkerei, befinde ich mich momentan in der Vorbereitung, um 2017 starten zu können. Nachdem ich von dem Verein bei mir im Ort nicht viel halte und vor allem den aktuell einzigen Ansprechpartner nie ans Telefon bekommen habe, zudem auch die anderen Vereine in der näheren Umgebung alle Plätze belegt haben, habe ich von Bernhard den Tipp bekommen, mich doch mal beim Imkerverein in Kamp-Lintfort zu melden.
    Dort konnte ich dann vor einer Woche zum ersten Mal am Kurs teilnehmen, die acht Termine sind aufs Jahr verteilt, wie die Saison der Imker es halt erfordert, diesmal ging es um die Honigernte. Der Verein hat ein Bienenhaus / Vereinsheim am Kloster Kamp, wo einige Völker aus Gründen der Öffentlichkeitsarbeit aufgestellt sind und von einem Imker betreut werden. Die wichtigen Maßnahmen werden dabei auf die Kurstage gelegt, so dass wir auch praktisch mal ans Schleudern kamen.
    Die restlichen Termine werde ich dieses Jahr auch noch besuchen, im kommenden Jahr dann auch noch die verpassten vom Frühjahr nachholen. Im Allgemeinen ist es da eine recht freundliche Gruppe, wobei selbst die Kursleiter sich in einigen Sachen nicht einig sind. So schwört der eine z.B. auf das Entdeckeln mit der Gabel und einfachem Sieben durch das Spitzsieb, während der andere nichts auf seinen heißgeliebten Heißluftföhn und das Doppelsieb kommen lässt.
    Königinnenzucht betreibt nur der Imker, der die Vereinsvölker betreut, er ist mit ca 40 Völkern auch einer der größten im Verein meines Wissens nach.
    Ich selbst habe mir die Grundausstattung (Schleier, Stockmeißel, Abkehrbesen) vor meinem ersten Kurstermin gekauft und kaufe demnächst auch meine erste Beute und den restlichen Kram. Dann wird eine ordentliche Tischkreissäge gekauft und ich habe vor, so ca. 10 Beuten fürs nächste Jahr vorzubereiten, um mit 5 gekauften Völkern loszulegen und Platz für erste Ableger bereit zu haben. Im Winter wird dann nochmal eingekauft, um für die Honigernte gerüstet zu sein. Ob ich im ersten Jahr überhaupt ans Schleudern komme, wird dann zu sehen sein, aber ich möchte ungern die ganzen Investitionen alle auf einen Schlag tätigen müssen. Ob der Plan aufgeht, weiß ich natürlich nicht, Ziel ist langfristig, entweder im Nebenerwerb mit ca. 30-50 Völkern zu arbeiten oder später auch in den Vollerwerb zu gehen.
    Ich hoffe, ihr zerreißt mich nicht gleich in der Luft für solche Ideen, aber ich bemühe mich doch, soviel wie möglich, praktisch wie theoretisch zu lernen, bevor es losgeht.
    Demnächst bin ich evtl beim Bernhard und helfe ihm bei einer Schleuderung, im Umkreis der nächsten 5 km habe ich außer dem einen Imker, den ich oben schon einmal erwähnte, keine gefunden, gefühlsmäßig sind hier im Kreis aber auch sehr wenige Bienen unterwegs. Da ich im Außendienst arbeite und unsere Windmühlen bekanntlich meist auf einem Acker stehen, müsste ich Stände eigentlich ziemlich häufig zu Gesicht bekommen, aber in der Hinsicht scheint jeder Imker hier seine Beuten im Garten versteckt zu halten. Genau einmal in Ratingen sind Kollegen an einer Anlage gewesen, wo auf dem Stellplatz 20 Völker standen. Und einige fahren seit über 10 Jahren hier durch die Gegend und betreuen die 100 Anlagen zwischen der holländischen Grenze und Gelsenkirchen.
    Das soll's erstmal gewesen sein mit dem kleinen Update von meiner Seite.


    Ich bin also noch da, lese viel mit, gebe aber nur selten meinen Senf dazu, bin halt noch nicht qualifiziert genug dafür. Spätestens nächstes Jahr, wenn die ersten Beuten befüllt sind, werdet ihr von mir zu hören bekommen, bis dahin halte ich hier mal die Füße still xD
    Liebe Grüße, Alfred.