Holz für Rähmchen

  • Hallo zusammen. Kurz mal zu mir:
    Ich bin neu hier im Forum und möchte nächstes Jahr mit der Imkerei anfangen. Da ich selber viel Bastel und ausprobiere (in Bausachen, nicht mit Lebewesen!!!) habe ich nun angefangen mir eine Beute zu bauen. Ich habe einen Imker in der Nähe, der mir auch unter die Arme greifen kann.


    Nun zum eigentlichen:
    ich habe mir von dem Imker ein normales und ein halbes Rähmchen geliehen, um auch diese selber zu bauen. Jetzt sind die gekauften Rahmen (DNM) alle 8 mm dick. Ich habe nun überall nachgefragt, wo ich sowas herbekomme. Nun habe ich Holz bekommen, welches 8mm dick ist, aus Fichte aber Imprägniert ist. Ist dass schlimm? Kann ich das verwenden oder mögen dass die Bienen nicht?
    Vielen Dank für eure Rückmeldungen😉


    P.S. Echt cooles Forum hier👍

  • Hallo und Willkommen hier!


    Das ist mit Insektengift imprägniert.
    Bienen sind auch Insekten.


    Warum kaufst du dir nicht Bausatz-Rähmchen. Rähmchen in Teilen?
    Die kannst du preisgünstig bekommen und selbst zusammenbauen.


    Gruß Doro

  • Du kannst auch fertige Rähmchen kaufen, auseinander- und wieder zusammenbauen. :daumen:

  • DN Rähmchen (die ohne HoffmannSeitenteile) in Teilen kosten ca 45 Cent das Stück (incl Lieferung frei Haus) .
    Wenn man den aktuellen Mindestlohn von 8,50€ ansetzt, dann müsste man 19 Rähmchen in der Stunde herstellen, also 76 Holzstücke ablängen, Bohren (Rähmchendraht) etc. Dazu kommen dann noch die Kosten für Holz (dürften so um die 30Cent /Rähmchen liegen). Macht also schon 150 Einzelteile je Stunde, oder alle 25Sek ein Teil. Da kommt man schon an der Kreissäge ins Schwitzen! Nicht zu vergessen die Zeit für Holz einkaufen fahren etc.


    Aber auch der Zusammenbau ist eher eine meditative Arbeit. Ich bastel auch (leider) meine Rähmchen selbst zusammen:
    also zusammenstecken, zusammennageln und drahten. In der Stunde schaffe ich da um die 15Stk. Der Preisunterschied fixundfertig <-> Rähmchen in Teilen sind 0,44 Cent (bei Dadant Brutraum). Macht also einen "Stundenlohn" von 6,60€. Abzüglich Kosten für Rähmchendraht (Edelstahl) werkel ich also für knappe 6€/h.
    Da ich bei 100 Rähmchen mir auch noch mind. 2 mal auf den Daumen kloppe und 5 mal den abgeknippsten Draht in die Griffel ramme ist das in der Tat wenig Geld für eine schmerzhaft und blutige Tätigkeit.


    Stefan

  • Meditativ? Schmerzhaft und blutig? Wie passt das denn zusammen?
    Ist das dann Schmerztherapie?


    Bernhard, hast du heute einen Clown gefrühstückt?


    Kauf die fertigen Teile, wenn unbedingt gebastelt werden soll. Es dürfte schon schwer sein für 45 Cent pro Rähmchen das Holz zu erwerben, in den meist kleinen Mengen.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Das Holz bekomme ich kostenlos. Dass ist bei denen Abfall. Es geht jetzt nur wegen der Impregnierung. Der Rest (Drahz, Nägel) sind massenweise durch andere Sachen vorhanden.


    Grüße
    Julian

  • Hallo Julian,


    würdest du dir ein Schlafzimmer, einen Esszimmertisch oder sonstige Möbel mit denen du immer in Kontakt bist aus imprägnierten Holz machen?
    Oder noch besser, mach aus diesem Holz Vesperbretter.


    Vergiss es!


    Gruß
    Werner
    und schreib nicht so schnell, dann triffst du die Tasten besser ;)

  • Servus Julian,


    ich würde das imprägnierte Holz auf keinen Fall verwenden. Wenn du unbedingt komplett selbst bauen willst brauchst du sowieso eine Hobelmaschine. Wenn du immer alles im richtigen Maß kaufen musst, ist das viel zu teuer.
    Rähmchen werden vom Hersteller in Massen gefertigt und sind somit ziemlich billig. Die 50 ct pro Rähmchen würde ich an deiner Stelle ausgeben. :)
    Und zum Bau deiner Beuten, bitte unbedingt 1:1 nachbauen. Du weißt als Anfänger nicht auf was es ankommt und es gibt doch so einiges was man beachten muss.


    Liebe Grüße


    Simon


    PS: Das beste Holz für Rähmchen ist übrigens Linde :wink:

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo zusammen. Vielen Dank für eure Antworten. Bei manchen verstehe ich zwar nicht, was es mit der eigentlichen Frage zu tun hat aber egal. Werde mir was ausdenken, wie ich an normales Holz oder an fertige komme.
    Ich finde es teilweise Lustig, wie hier mit Stundenlöhnen geantwortet wird. Es ist, wird und bleibt für mich ein Hobby. Und mein zweites Hobby ist 100mal teuerer als das bischen Holz.


    Grüße Julian


    admin , hier kann das Thema geschlossen werden.

  • Neehee, nix da. Themen werden doch nicht einfach geschlossen ;)


    Selbstbau von Beuten, Schwarmfangkisten, Ablegerkästen etc sehe ich noch ein, das mache ich selbst auch nicht anders. Hier lässt sich auch Geld sparen gegenüber dem Imkerhandel. Aber bei Rähmchen sehe ich das nicht ein. Das sind Verbrauchsmaterialien, die gut halten müssen. Nichts ist schlimmer als verzogene oder gar gebrochene Rähmchen. Nach 2-3 Jahren kommen die in die Thermische Entsorgung und neues Material wird angeschafft.


    Nur weil ich Gärtnern will, komme ich doch auch nicht auf die Idee, mir einen Spaten und nen Rechen selbst zu schmieden ;)


    Bau dir aus dem geschenkten Holz einen Freiständer, Beutenböcke oder sowas. Da ist das Holz (meiner Meinung nach) besser aufgehoben :)



    Stefan

  • Hallo Julian,


    ich kann Dich schon verstehen. Eine ältere deutsche Bezeichnung für Hobby ist Zeitvertreib. Wenn es Dich glücklich macht, Deine Zeit damit zu verbringen, Holzrähmchen von Grund auf selbst zu basteln, dann tu das. Aber nimm kein imprägniertes Holz dafür, das Zeug kommt außer an die Bienen ja auch letztendlich in den Honig. Dürfte auch für Dich weder gesund sein noch gut schmecken.


    Viele Grüße von Kikibee,
    die jetzt in den kühlen Keller geht und dort bei einem gepflegten Bierchen ein paar Rähmchen zusammen nagelt. Tiefentspannend und einfach so...

    With lots of room for improvement.

  • Hallo !


    Wir haben zu Beginn unserer Imkerlaufbahn gebrauchte Beuten und das Holz in Teilen für hunderte Rähmchen gekauft.


    Diese "Selbstbau" Rähmchen sind die Stabilsten die wir teils heute noch haben,
    alles was es an gezapften und verbindungsoptimierten Teilen nachgekauft haben
    ist im Vergleich Müll: gebrochene Ohren ist Standrad, Astlochprobleme,
    ungleichmäßige Holzstruktur, Nägel die sich ziehen u.s.w.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Nun habe ich Holz bekommen, welches 8mm dick ist, aus Fichte aber Imprägniert ist. Ist dass schlimm? Kann ich das verwenden oder mögen dass die Bienen nicht?


    Ich denke vor allem du wirst es nicht mögen: http://www.holzfragen.de/seiten/baumarkttest.html Mit diesen Rähmchen soll ja mal ein Lebensmittel gewonnen werden. Wenn da potentiell krebserregende Stoffe drinnen sind ist das gar nicht lecker! Also besser Finger weg, die paar Euro Ersparnis lohnen wirklich nicht!

  • Hi,


    meine Rähmchen haben alle 10mm,evtl bekommst du ja das Holz leichter und ist
    einfach stabiler.


    Ich muss zwar auch sagen, dass meine Rähmchen von einem Schreiner sind und das Stück
    1,20€ kostet, was aber bei meinem Sondermaß (Schweier) und bei einem Kaufpreis direkt
    bei der Firma Schweier für 1,70€ Pro Rähmchen günstig ist.


    Aber lass die Finger von impregnierten Holz, in jedem Teil das mit den Biienen in Berührung kommt.


    Gruß