Honigfeuchte standortabhängig?

  • Noch eine Frage an die Wissenden:


    Ich habe meine vier Völker an zwei Standorten, einen unten in der Ebene, dieses Jahr mit kalifornischem Klima. Einen anderen 6 km entfernt und 200 höher auf einer Obstwiese am Waldrand. Beide Standorte haben morgens ab 9 Uhr Sonne und mittags/nachmittags Baumschatten, bei beiden stehen die Völker luftig mit offenen Böden auf Paletten. Von beiden habe ich zweimal geerntet. In der Ebene gab es im Frühjahr und Anfang Juli jeweils einen Wassergehalt unter 17% (Raps, Obst, Gärten, Robinie), oben am Waldrand Mitte Juni und Mitte Juli jeweils zwischen 18,1 und 18,6% (Obst, ???, Brombeeren, Esskastanie,???).


    Bei der ersten Ernte habe ich nur vollständig verdeckelte Waben entnommen, bei der zweiten alles, die Spritzprobe war dabei immer negativ.


    Liegt es an den unterschiedlichen Mikroklimata? Liegt es an der unterschiedlichen Tracht?
    Oder ist das Zufall und es liegt an ganz anderen Größen? Die Völker oben waren dabei stärker als die unten.


    Danke für Eure Hilfe!
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Die vier Völker haben zusammen überwintert und wurden dann aufgeteilt. Die oben waren tendenziell größer. Es gab von allen gleichzeitig einen Königinnenableger und damit eine Brutunterbrechung.


    Die Luftfeuchtigkeit war mit Sicherheit unterschiedlich, allerdings war es oben definitiv nicht nass, sondern nur nicht so vollkommen ausgetrocknet wie unten (Wüstenluft über Sandboden).


    Ich werde es nächstes Jahr nochmal ausprobieren. Das muss dann für meine interne Statistik erst mal reichen.


    Viele Grüße
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Hallo,
    da geht es mir ebenso.


    Alle Völker wurden bei mir zu Hause überwintert, zwei verstellt.
    Bei den verstellten Völkern war die Erntemenge deutlich höher und deutlich trockener. 15 bis 16,x zu knapp 18.
    Beide Standorte haben einen gepflasterten Untergrund, die Völker stehen gleich weit vom Boden weg (ein dicker Plasterstein) und die Regenmenge war beim entfernten Standort deutlich höher (meine Schafe müssen dieses Jahr echt an kurzen Halmen knabbern).


    Die eingetragene Tracht scheint zumindest meiner unerfahrenen Meinung nach recht ähnlich: im Frühjahr vornehmlich Obstblüte und Raps, im Sommer Blatt und etwas Lindenblüte.
    Ein Volk von sieben am Heimstand war abgeschwärmt und somit kurzzeitig brutfrei.


    Der Heimstand liegt in einer Flußniederung, der Außenstand auf einer Anhöhe (Windkraftanlagenstandort).


    Ich rätsele auch noch.


    lG
    Astrid

  • Hallo zusammen,
    meine Erfahrung hält sich zwar in Grenzen, wenn ich mir aber deine Ernten anschaue, dann setzen sie sich doch aus unterschiedlichen Trachten zusammen, die teilweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühten und auch geerntet wurden.
    Daher halte ich eine Vergleichbarkeit für recht schwierig.
    Sonnige Grüße
    Bob

    Bienen gut, alles gut. Vier Völker und ein Ableger auf Dadant nach Bruder Adam.

  • Danke an alle,


    ich sehe schon, ich muss das nächstes Jahr nochmal probieren. Dann habe ich auch mehr Erfahrung und kann die Rahmenbedingungen besser verfolgen. Ich werde aber auf jeden Fall noch zwei weitere Völker runter stellen, oben vielleicht zwei in die Sonne und zwei können unter den Bäumen bleiben. Statistik mit acht Völkern.... :roll:


    Viele Grüße aus dem heute angenehm bedeckten Hessisch-Kalifornien
    Kikibee

    With lots of room for improvement.