Wo bleiben die Varroen?

  • Sven,
    Ich hab es jetzt nicht wissenschaftlich dokumentiert, na als ich die ersten Stifte gesehen habe und 1 mal.
    Was wäre wenn ich durch die Behandlung alle überlebenden Milben gezwungen habe sich auf die gerade verfügbare geeignete Brut zu stürzen, was sie vieleicht ohne garnicht gemacht hätten, in dem Fall alle erste Brut?
    Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben das nur junge Bienen in der Lage sind befallene Zellen zu erkennen, und es sind ja in dem Falle keine jungen Bienen da, die ersten die schlüpfen sind zu 100% Müll was eine weitere Abwärtsspirale in Gang setzt, bei dem unbehandeltem Volk hätte es da schon anders ausgesehen da ja 45% ca von jedem Intervall gesund wäre welche dann hätten die nachfolgende Brut ausräumen können.
    Ich hab mich auch gewundert das bei so einem Befall noch keine Zelldeckel angenagt waren auch bei dem anderem Volk nicht.
    Es kommt mir so vor als wenn bei den Völkern die selber die Varroen finden Suchtrupps unterwegs sind erstmal alle befallen Zellen mit einem kleinen Loch versehen und dann auch ältere kpl. aufmachen und ausräumen.
    Bei den Kunstschwärmen bei denen viele junge dabei sind, zb. mit Immen aus der Brutscheune die räumen schon die erste Brut schön aus ohne das verkrüppelte vorher zu sehen sind.
    Ist nur so es Theorie, welche natürlich nicht gehen kann wenn zb.3000 Milben im Volk sind.......

  • Es kann schon sein das bei uns die Milbe wegen der Hitze zurückgeblieben ist, und oder das Brutnest warm genug gehalten werden konnte. (Im Süden gibts es Durchbrüten im Winter, und die Milben freuen sich sehr darüber, zudem imkern die ,sagen wir mal eher Extensiv... auch der nicht geringen durchgereichten EU Prämie wegen, die wir dank den sinnvollen (? ) Bieneninstituten ja nicht bekommen!!)
    Aber nun ist das Wetter bei uns milder, und die Milbe wird kommen! Wir wissen ja wie schnell das gehen kann, zumal AS/Thymol Behandlungen nicht ganz ratsam bei der Hitze waren. Wer nicht mittels Bienenwohl oder Ox-Dampf oder Bayvarol etc. was "dagegen" getan hat muß dringend aufpassen. ( mir ist bekannt das so einiges dummerweise verboten ist)
    Schön Imkern kann dumm Imkern sein....und zuviel Arbeit machen ....und die Völker sterben doch oder schlimmer weil..?
    So genannte Resistenzen von Bayvarol etc. sind im Süden Europas existent, kommen meiner Meinung nach aber nicht von der angeblich gestiegenen Wiederstandskraft der Milben . Eher glaube ich an Behandlungsfehler....milde Winter....Unwissen....Betriebsweisen....etc, und das gibts auch hierzulande.
    In Luemburg zb. machen die das schon vorbildlich, denke ich, richtiger Zuchtweg gepaart mit maximal möglichem Behandlungserfolg..
    Bienen gehen auch noch an ganz anderen Sachen als Varroa ein!
    Des Drohns Worte waren;
    Ich werde niemals nicht meine Bienen mit Säure verätzen!
    In dessen Sinne
    db

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Es geht doch nicht darum was für einen Verdampfer ich benutzt habe oder ob ich hätte mehr behandeln müssen und was ich für ein Mittel benutzt habe sondern wie verhalten sich die Milben und welches Volk ist ist schlechter dran.
    Das mit den 50 Milben oder das mit den 300 welches nicht behandelt wurde?

  • Danke für die Ausführungen. Wir arbeiten hier nicht wissenschaftlich. Ich sehe, dass die Milben sich veränderten Bedingungen anpassen und das an folgende Generationen weiter geben.


    Eine interessante Hypothese. Aber: Könnte es auch nicht sein, dass die Bienen einfach hinfälliger (=gestreßt = geschwächt = unangepaßter) geworden sind und sich die Milbe gar nicht verändert hat? Was wissen wir über die Verhaltensplastizität von Milben? [Meines Wissens gar nix!].



    Die klassischen Vorstellungen von Genetik kann man ad acta legen, .....


    Na..... das wiederum ist - mit Verlaub - völlig falsch!
    Den Beweis, dass die "klassische" Genetik falsch wäre, haben schon sehr viele Leute führen wollen und sind alle grandios gescheitert. Allerdings: Es gibt Weltanschauungen, die das immer wieder postulieren .... das war in den 20er Jahren so und das ist heute so .....

  • Torsten:


    Wir wollen doch jetzt nicht von zwei Völkern, deren Hintergrund hier keiner kennt, etwas ableiten wollen? Es ist doch keine Theorie wert, ein einziges bedampftes Volk heranzuziehen. Hättest du zehn bedampft und kämst zu diese Resultat könnten wir anfangen uns zu Fragen!


    Die Frage sollte eher lauten, wie haben sich die Bienen verhalten oder mutet man der Milbe jetzt auch noch zu im Kollektiv zu arbeiten? Immerhin tragen die Bienen die Milbe zur Brut und nicht anders herum.

  • Ja Chevy, das mute ich der Milbe zu......denk doch mal nach, was sollte die Milbe für ein Interesse haben seinen Wirt zu töten, auch Parasiten sind nicht blöd.
    Zb. Fuchsbandwurm, der tötet kein Lebewesen was Fleich frisst weil Wirt, aber Tiere die sich vegetarisch ernähren schon weil er irgendwie unterscheiden kann zwischen Wirt u. Träger.
    Ich will dich nicht von meiner Theorie überzeugen denn das wird mir nicht gelingen, bei keinem....denn so ist der Mensch, je mehr mal argumentiert um so mehr erreicht man das Gegenteil und das Gegenüber wird alles daran setzen Beweise aufzuzeigen das es nicht so ist.
    Ich bin ein unwissender der beobachtet und gern redet, mehr nicht:)
    Mein kleines Gehirn wäre eh damit überfordert alles zusammenzufügen das es ein Bild ergibt, aber 1000 Gehirne vieleicht nicht, was beim Menschen auch wieder nicht geht da es ja bedeuten würde das alle in eine Richtung denken u.keiner den Ruhm für sich beanspruchen könnte.

  • Nun gut, dann gib doch mal was zur Historie der beiden Völker wieder, dann fällt es eventuell leichter deiner Theorie zu folgen. Wobei ich meinen Fokus doch eher auf das Verhalten der Bienen lenken würde. Die Varroa gehört nicht zu unserer Biene und sie tötet ihren Wirt, ergo ist sie nicht nur blöd, sondern saublöd:wink:

  • Hallo Torsten,

    was sollte die Milbe für ein Interesse haben seinen Wirt zu töten, auch Parasiten sind nicht blöd.
    Zb. Fuchsbandwurm, der tötet kein Lebewesen was Fleich frisst weil Wirt, aber Tiere die sich vegetarisch ernähren schon weil er irgendwie unterscheiden kann zwischen Wirt u. Träger.


    du machst da gerade einen Denkfehler. Nur weil es funktionierende Parasit-Wirt Relationen gibt, heisst das noch nicht, dass ein Parasit, der evolutionär betrachtet, gerade einmal soeben seinen Wirt gewechselt hat, mit diesem auch langfristig eine funktionierende Parasit-Wirts Relation aufbauen kann. Die Parasit-Wirt Relationen die im Laufe der Evolution schief gelaufen sind, sehen wir nur einfach nicht, weil weder Wirt noch Parasit das überlebt haben.


    Gruß
    Ludger

  • Was sollten Bakterien für ein Interesse haben, ihren Wirt zu töten? Tun sie aber. Bis zur letzten Verdopplungsrate ist auch alles Ok., erst danach ist der Wirt tot. Evolution von der Ergebnisseite betrachtet ist immer sinnvoll, weil wie Ludger schon schreibt, alle Wege die ins Nichts führen im Endergebnis nicht mehr vertreten sind. Bei der Bienen - Varroabeziehung ist das Rennen noch in vollem Gange und nichts entschieden. Die meisten Mutationen sind nicht erfolgreich, oder anders, nur ein Bruchteil der evolutionären Veränderungen ist zum Vorteil der Spezies, die meisten sterben sofort wieder aus. Und Mutation ist NIE gerichtet, sondern immer Zufall (oder Du bist im Feld Religion). Manchmal erweist sich eine zufällige Mutation dann zufällig als Vorteil, aber das ist irre selten.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Also bei mir kommen die Milben so langsam in die Gänge.
    Auch die ersten Virenbienen sind wieder mal da.
    Also ohne Behandlung geht's doch noch nicht......
    Der Brutabau ist im vollen Gange und da kommen die Milben mehr ans Licht.
    Ich werde sehr aufpassen bei den erkannten Befallenen.
    Gruß Peter

  • Ich stelle seit ein paar Tagen auch deutlicher werdenden Milbenfall bei einzelnen Völkern der meisten Standorte fest. Meist sind das Völker, bei denen die Königin und damit Brutentwicklung nicht mehr hundertprozentig stabil ist oder Völker langsam die Brut reduzieren. Da sind es mitunter dann schon mal gut 1000 Milben, die nach dem zweiten Durchgang Apilife Var fallen.


    Geschädigte Bienen sind nicht zu sehen, Milben auf den Bienen auch nicht. Mal sehen, die spannende Zeit beginnt wohl erst.

  • Ich habe heute auch die erste Biene mit Verkrüppelungen für dieses Jahr gesehen. Ein Kollege berichtet, daß nach der vierten Bedampfung jetzt Milben in deutlicherer Anzahl rieseln. (Hunderte.)


    Da kommt noch was. Augen auf.