Wo bleiben die Varroen?

  • Habe hier in Hessen auch ein Wetterproblem. Die letzten paar Wochen waren zu heiß und diese Woche soll es wieder <20°C fallen.


    Ich hoffe, dass wir im September noch einmal ein paar milde Tage zwischendurch haben.


  • @ ribes
    Alkoholkonsum dient also der Fortbildung
    So einfach ist Einfach Imkern


    Lieber Toyotafan,


    warum hältst Du die Aussagen von Kleingartendrohn über die Sonderstellung der TBE für irrig?
    Deine Beispiele überzeugen mich noch nicht: Auch gesunde und starke Antilopen können erkranken/sich verletzen/sind am Anfang jung und machen Fehler -> werden Futter für den Löwen. Und welche "Vermehrungsrate" von Hirnzellen nötig wäre, um Alkoholschäden nicht nur auszugleichen, sondern die Intelligenz zu fördern (die nicht nur etwas mit der Anzahl der Hirnzellen zu tun haben dürfte, auch mit deren Verschaltung etc.), weiß ich nicht.


    Ernsthaft fragend - Gottfried

  • Ernsthaft fragend - Gottfried


    Ernsthaft antwortend:


    Löwen und Antilopen leben zusammen im von Menschen wenig beeinflussten Raum.


    Greift der Mensch ein (z.B. wenn er die Löwen jagt oder die Antilopen fördert) bricht dieses Gleichgewicht


    Varroa und Honigbienen sind durch den Menschen zusammengeführt worden


    TBE ist auf egal welche Sichtweise man hier es betrachtet nicht die Lösung, denn sonst wäre sie es ja schon!


    Der Einfachimker braucht was anderes


    Damit meine ich auch nicht die xte neue AS aplikation oder mein Konzept oder das von anderen.....


    es muss was einfaches simples sein, welches auch bei Wind, Kälte, Hitze oder zu hoher Luftfeuchte immer noch gut funktioniert


    und wie meine ehrliche Antwort dazu generell heißt ist inzwischen hier hinlänglich bekannt.


    Machen wir doch die wirkliche Problembaustelle erst mal zu, dann ist der nächste Schritt wohl eher realisierbar

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Obgleich im Dezember zur Restentmilbung die OS Bedampfung, falls man mit dem Arbeitsaufwand und den Sicherheitsmaßnahmen und der Duldung dieses Verfahrens klar kommt, eine gute, sicherlich auch bessere Alternative zum Perizin, falls das noch jemand einsetzt.


    Sorry, aber ich bin eben von der AS mit dem Langzeitverdunster nach dem Abschleudern am meisten überzeugt worden, aber es könnte auch an meinen Beuten liegen. Ich denke, dass hier eine zweizargige Überwinterung das Ergebnis der Bedampfung sehr negativ beeinflusst hat, zumindestens nehme ich das an, wenn ich andere Imker im Gegensatz zu mir mit einer Euphorie für das Verdampfen treffe.


  • 1. Varroa und Honigbienen sind durch den Menschen zusammengeführt worden


    2. Machen wir doch die wirkliche Problembaustelle erst mal zu, dann ist der nächste Schritt wohl eher realisierbar


    Hm:
    1. Irgendwo grenzen die natürlichen Verbreitungsgebiete der asiatischen und der westlichen Honigbiene aneinander. So war es wohl nur eine Frage der Zeit, daß die Varroa überspringt. Mglw. hat der Mensch diesen Sprung befördert, aber das weiß man wohl nicht zweifelsfrei. Jedenfalls ändert es an der natürlichen Expansionstendenz der Milbe nichts.
    2. Was tun wir, während die Problembaustelle noch nicht zu ist? Das ist doch gegenwärtig - jedes Jahr neu - die Frage, die jeder, dem Bienen anvertraut sind, für sich und seine Bienen beantworten muß. Darüber diskutieren wir dankenswerter- und notwendigerweise. In diesem Sinne hat Kleingartendrohn m.E. richtig auf die Sonderstellung der TBE hingewiesen. Argumente, die das logisch und nachvollziehbar widerlegen, habe ich weder hier noch anderswo gehört.

  • ..... So war es wohl nur eine Frage der Zeit, daß die Varroa überspringt.


    Wirklich? Topographie und Trachtangebot?


    Zitat

    Mglw. hat der Mensch diesen Sprung befördert, aber das weiß man wohl nicht zweifelsfrei.


    Oberursel hat es zweifelsfrei getan bewusst oder unbewusst


    Zitat

    Jedenfalls ändert es an der natürlichen Expansionstendenz der Milbe nichts.


    mit PSM oder ohne? wo verbreiten sich denn die Milben am Besten?


    Thema Panama/Mexico - Killerbienen oder Argentienen z.B. dort war die Varroa schon lange. Doch erst mit den Neonics gingen die Verlustquoten aus dem Ruder. Ich könnte hier noch viel zu dem Thema schreiben und habe das ja auch schon zu genüge


    Zitat

    2. Was tun wir, während die Problembaustelle noch nicht zu ist?


    Untätig bleiben?


    Zitat

    Das ist doch gegenwärtig - jedes Jahr neu - die Frage, die jeder, dem Bienen anvertraut sind, für sich und seine Bienen beantworten muß.


    in dem man die Bienen bewusst den PSM aussetzt oder nicht?


    Zitat

    Darüber diskutieren wir dankenswerter- und notwendigerweise. In diesem Sinne hat Kleingartendrohn m.E. richtig auf die Sonderstellung der TBE hingewiesen. Argumente, die das logisch und nachvollziehbar widerlegen, habe ich weder hier noch anderswo gehört.


    Ich hab schon oft TBE gemacht oder machen müssen. Dabei habe ich festgestellt, dass es nicht immer gut geht. Nimmt man nur die Brut weg und die restlichen Waben mit den Pollen (der die Probleme ja bringt) nicht, geht das Volk im Winter dann doch ein. Setzt man die (geschwächten) Völker nur auf Mittelwände packen sie das mit unter auch nicht.


    Dann bleibt nur noch die TBE als reine Vorbeugung. OK


    Das Pollenproblem ist dann aber auch zu lösen. Vor allem wie dieses Jahr, wenn auf ehemaligen Maisäckern jetzt Phacelia oder Sonnenblumen blühen


    Und man Opfert die Brut in gewisser weiße


    Das macht man ja auch bei der AS


    zumindest die weise Brut ist hin, soll die AS wirken


    Das alles schädigt die Völker, + die Schädigungen der Varroa selber


    Das soll die Lösung sein?


    Das soll den Bienen helfen?


    Warum also nicht gleich die PSM angehen?


    Damit es den Bienen noch besser geht

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!



  • Meine Gedanken dazu hast du perfekt auf den Punkt gebracht -Danke!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Das Pollenproblem ist dann aber auch zu lösen. Vor allem wie dieses Jahr, wenn auf ehemaligen Maisäckern jetzt Phacelia oder Sonnenblumen blühen


    Hallo Christoph,


    siehst Du das in diesem Jahr wirklich als Problem in Bezug auf eine mögliche Bodenbelastung bzw. kommt dieser Umstand als Ursache infrage, bezugnehmend auf das Bild, das Du hier eingestellt hast?


    Also meinen Bienen gehts nach wie vor prächtig, so gut wie keine Milben und die Völker stehen trotz sehr mäßigem Trachtangebot und Trockenheit in den letzten Wochen/Monaten so gut da, wie nie zuvor. Allerdings ist die Ablegerbildung wohl auch aufgrund ein paar weniger Altlasten größtenteils schiefgelaufen, da kommt aber auch noch hinzu, dass es anderen Beteiligten, wie z.B. Wespen und Co. in diesem Jahr deutlich besser geht und deren Druck enorm ist.


    Jetzt ist es aber nunmal so, dass hier nicht von gestern auf heute das ultimative Insektenparadies entstanden ist. Gespritzt wurde genausoviel (oder sogar noch mehr) wie die Jahre zuvor.


    Was mir hier an der Diskussion etwas zu kurz kommt sind die Umstände, warum manche Völker in diesem Jahr in Bezug auf die Milben trotzdem aus dem Ruder laufen. Macht euch doch bitte mal die Mühe und schreibt was dazu, ob die Völker beispielsweise im Raps standen oder auf altem Wabenwerk sitzen, etc. pp.


    So ein lehr- und aufschlußreiches Jahr kommt vielleicht nie wieder !!!


    Grüße Sven

  • Heuer war meiner Beobachtung nach der Spritzmitteleinsatz besonders hoch.


    Auf meinem verpachteten Acker wurde der Weizen 4 X gegen Gelbrost gespritzt, vom Glyphosat kurz vor der Ernte ganz zu schweigen.


    Sollten die Bauern jetzt auch noch Garantiepreise bekommen, dann gute Nacht.


    Ich habe meine Gedanken in unserer Regionalzeitung in einem Leserbrief kundgetan, der auch veröffentlich wurde und sogar viele Landwirte war mit mir einer Meinung.