Wo bleiben die Varroen?

  • wo hast den den Sensor platziert?
    Oben?
    Mitte?
    Unten?


    Schau doch mal die Hobboswerte von 2014 an! da gibt es schon Schwankungen und von wegen immer 35,2° C


    Vor allem nach der AS waren es nur noch max 34,7


    Noch was


    die Völker haben sich wirklich gut entwickelt aber größere Brutflächen hatten sie definitiv nicht!


    also?

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Daß im Brutnest - oder zumindest gerade in den Randbereichen - schwankende Temperaturen herrschen, sieht man doch bereits an den Königinnen. Solche, die in den Völkern aufgezogen werden und solche, die im Brutkasten mit konstanten Temperaturen und Luftfeuchtigkeit aufgezogen wurden - die unterscheiden sich deutlich. Obwohl von der gleichen Serie, sind die aus dem Brutkasten heller, größer und schlüpfen immer etwas früher.


    Wärme spielt wohl eine größere Rolle, als wir jetzt ahnen.

  • ... und schlüpfen immer etwas früher.


    Wärme spielt wohl eine größere Rolle, als wir jetzt ahnen.


    :daumen:


    Jep und genau das ist auch der erfolgreiche Schlüssel im Kampf gegen die Milben!


    Der Außenbereich ist es dann auch, wo sich die Milben massiv vermehren können, wenn er zu "kalt" ist.


    und der Hinter dem Kasten glaubt dann diese Märchen, dass sein schlampig arbeitende Nachbar ihm die vielen Milben beschert!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Fördert das gute nachbarschaftliche Verhältnis.


    Und wo es keine Nachbarschaft gibt, gibt es auch keinen Protest. Das ist ja auch sehr nützlich fürs Geschäft.

  • Wenn die Wärme so eine Rolle spielt, dann müssten ja Bereiche in Europa (SüdFrankreich - Spanien - SüdItalien ect.) deutlich weniger bis keine Probleme mit der Milbe haben! Ist denn dies der Fall?


    Und gleichzeitig müsste man dann noch herausrechnen, wie dort teilweise behandelt wird

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Und man müßte für Südeuropa berücksichtigen, daß sie quasi gar keinen Winter und bis auf die Trockenzeiten durchgehend Tracht haben und ...

  • das blöde an dem Ganzen ist, dass die PSM z.T. einen ganz erheblich negativen Einfluss auf die Temperaturkontrolle im Bienenstock haben.


    und zeig mir mal die "warmen" Gegenden wo nicht gegen Fliegen usw. etwas unternommen wird.


    Theorie und Praxis sind zweierlei


    Städte bzw auf den Dächern der Städte ist es im Sommer ganz schön heiß und den Bienen dort geht es trotz Abgasen und Handysrtrahlen deutlich besser als dort wo Intensive Landwirtschaft betrieben wird.


    Selbst das Land mit der Besten Varroabekämpfung (weil Staatlich einheitlich geregelt und Pflicht) hat in den Landwirtschaftlich Intensiv Genutzten Regionen erhebliche Winterverluste.


    siehe hier:


    http://www.radio.cz/de/rubrik/…ensterben-setzt-imkern-zu


    also was sagt uns das?

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Dach ist nicht gleich Dach Christoph. Aber wart mal ab, die nächste Generation LTE kommt in die Straßenlaternen, da wirds dann endlich mal gerecht verteilt.


    Im übrigen hab ich in diesem Jahr auch noch keine 10 Milben gesehen. Insgesamt. Die wenigen überlebenden Mini-Völker vom letzten Winter haben aber auch lange gebraucht, bis sie dann aus den Puschen kamen. Untergebracht waren die daher alle nur einzargig mit Hochboden, aber ohne Bausperre, was zu erheblichem Wildbau im Hochboden führte. Und die z.T. sehr kalten Nächte zwischendurch führten bei allen Völkern zu Kalkbrut, ausschließlich im Wildbau mit vorwiegend Drohnenbrut. Möglicherweise sind genau aus diesem Grund die Milben mit zugrunde gegangen.


    Erstaunlicherweise hab ich trotz der Kälteperioden in diesem Jahr keinerlei verkrüppelte Bienen gesehen. Werde mir das jedenfalls noch ein bisserl weiter mitanschauen, ohne Milben brauchts auch keine Behandlung.


    Grüße Sven

  • Ich behandle meine beiden Völker, die auf der Windel so gut wie nichts gezeigt haben, nun mit NH-prof. und täglich fallen pro Volk etwa 10 Milben jeden Alters auf die Windel.
    Das ist jetzt nicht die Welt...


    Heute (nach sechs Tagen Behandlung) habe ich beide Völker mal durchgesehen und in beiden Völkern legt die Königin weiter, es gibt offene und verdeckelte Brut.


    Am Morgen werden zwei-drei tote unreife Bienen rausgetragen, die möglicherweise wegen wegen Wachsmottengängen ausgeräumt wurden.


    Ich bin mit dem Ergebnis soweit ganz zufrieden...


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Werde mir das jedenfalls noch ein bisserl weiter mitanschauen, ohne Milben brauchts auch keine Behandlung.


    :daumen: The story continues!


    @ Alle: wie geht es weiter? Werden die Bienen die gefährlichen PSM in ihrer Umwelt überleben? Gibt es bald ein Buch mit neuen, bahnbrechenden Varroakonzepten? Gibt es überhaupt Varroen? Es bleibt spannend!


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Dann frag doch mal die tschechischen Imker, die im Nationalpark imkern wie ihre Völkerverluste aussehen nachdem sich dort die Landwirtschaft zurückgezogen hat?
    Aber das ist sicher nur reiner Zufall und es gibt keinen zeitlichen Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Winterverlusten.

  • Mensch luxnigra,
    ich dachte Du wärst ausgelastet mit "missionieren". Hab mich allerdings gefragt warum Du Perlen vor die Säue schmeisst... :roll:
    Lass dem Ralf doch sein bisserl Ironie und mit Ernst sind wir bislang auch nicht weiter gekommen!