neue Königin in Lockenwickler

  • Hallo zusammen, ich habe am Mittwoch Abend eine neue Königin mit Begleitbienen in einem "Lockenwickler" mit Futterteigverschluß in mein Bienenvolk hinzugesetzt. Wielange dürfte es dauern, bis die Bienen den Futterteig weggefressen haben? Bis jetzt ist die Königin noch im Lockenwickler. Muss ich nachhelfen?

  • Hallo Link-ue,
    wenn sie seit Mittwoch schon drin hockt, ist das zu lange. Hol die mal raus, laß die Begleitbienen abfliegen(in einem Raum, zur Sicherheit) und mache noch mal Futterteig rein. Darf nicht zu viel sein und nicht trocken. Am besten noch mal mit Honig etwas vermischen. Der Propfen darf nicht so groß sein, vielleicht ne Murmel mit dem Durchmesser einer Haselnuss. Dann los, viel Glück!


    Schäfchen

  • Die Königin müsste doch eigentlich nach spätestens 2 Tagen frei gefressen worden sein. Woran kann es liegen, dass es so lange dauert? Bitte darauf achten, dass der Futterteig nicht steinhart ist, das könnte evt. eine Ursache sein. Wie weit sind die Bienen denn gekommen beim freifressen?


    Gruß, Janina

  • Gerade eben habe ich den Lockenwickler herausgeholt. Gott sei Dank war ich vorsichtig, da die Königin nun befreit war und auf dem Lockenwickler aussen umhergelaufen ist. Königin ist nun freilaufend in der Beute unterwegs. Ich hoffe, dass sie gut angenommen wird, da mein Volk drohnenbrütig war und ich zweimal dass Volk im Abstand von ca. 50 m abgekehrt habe und so gut es ging, die offene Drohnenbrut entfernt habe.

  • Nach dem Zusetzen einer neuen Königin mindestens 10 Tage auf die Finger setzen. Die Bienen knäulen sonst die Königin ein und töten sie.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Ist aber kein Muss. Bei einer sehr jungen Königin trifft das wohl tendenziell zu, aber da stehen die Chancen der Annahme eh schlechter, ob nun mit Störung oder ohne. Wenn die Königin reif ist, d.h. schon länger in Eilage ist und "gut riecht", dann wird sie im Normalfall nur sehr selten abgestochen und man kann ohne Probleme am nächsten Tag nach ihr schauen.


    In diesem speziellen Fall (drohnenbrütig) hoffe ich, dass die Königin nicht erst frisch in Eilage gegangen ist. Sonst könnte sie es evt. schwer haben. Ich habe vor kurzem auch eine Königin an einen drohnenbrütigen Ableger verloren, weil ich davon ausgegangen bin, dass sie reif war (zugekauft), dem war aber leider nicht so. :-(

  • Ich würde generell sagen: nach zwei Tagen kontrollieren, ob die KÖ frei ist. Dann ggf. sanft nachhelfen. Je länger sie unter Verschluss bleibt, desto schwächer wird ihr Pheromon-Duft und desto unattraktiver wird sie für die Bienen. Ist meine Erfahrung.

  • Ist aber kein Muss. Bei einer sehr jungen Königin trifft das wohl tendenziell zu, aber da stehen die Chancen der Annahme eh schlechter, ob nun mit Störung oder ohne.


    Natürlich ist es kein Muss, wenn du genügend Königinnen auf Lager hast kannst du nachsehen sooft du willst...
    Der Futterteig wird vor dem Zusetzen kontrolliert, ist er da nicht hart wird die Königin auch frei gefressen, dazu muss ich nicht kontrollieren und dann schau ich 10 Tage nicht nach, wozu auch? Unnötiges Risiko, unnötige Zeit



    Ich habe vor kurzem auch eine Königin an einen drohnenbrütigen Ableger verloren, weil ich davon ausgegangen bin, dass sie reif war (zugekauft), dem war aber leider nicht so. :-(


    Wenn zugekauft, vermutlich per Post versendet. Dann hat die Königin seit 2 Tagen nicht mehr gelegt.
    Zudem ist sie zugekauft und wird generell schlechter angenommen als Königinnen aus eigener Nachzucht.
    Diese Königinnen kommen bei mir generell in einen 2 Stunden zuvor erstellten Kunstschwarm.


    Was bedeutet:"auf die Finger setzen"?


    Das kann vieles bedeuten :wink: In meinem Fall habe ich gemeint, lass das Volk in Ruhe für mindestens 10 Tage


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Bei mir sind die Königinnen immer nach wenigen Stunden / maximal einen Tag ausgefressen. Selbst in den Minis ist das der Fall. Ich erstelle aber auch meistens selber den Futterteigverschluss frisch (da ich sonst nicht mit Futterteig arbeite, habe ich keinen Vorrat da) aus Honig und Puderzucker im Verhältniss 3:1 (Zucker zu Honig). Das geht immer super und die Bienen nehmen den schnell auf.


    Gruß
    Frank

  • Was bedeutet:"auf die Finger setzen"?


    DU sollst DICH auf DEINE eigenen Finger setzen und damit verhindern, dass Du und Deine Finger weiterhin in den Bienen herumwühlen. Alternativ könntest Du auch abwarten und Tee trinken, was zwar mit den Fingern unter dem Hintern nicht geht, aber für die Bienen den gleichen Effekt hat.


    Nur Geduld!
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Ich hoffe, dass sie gut angenommen wird, da mein Volk drohnenbrütig war und ich zweimal dass Volk im Abstand von ca. 50 m abgekehrt habe und so gut es ging, die offene Drohnenbrut entfernt habe.


    Ich würde keine Königin (egal ob begattet oder unbegattet) in einen einmal drohnenbrütig gewordenes Volk einweiseln. Selbst durch Abkehren der Bienen kann die Gefahr entstehen, dass sich doch noch Afterweiseln einfinden werden. Das Ergebnis ist immer das selbe: Wegflug der Königin oder eingekneuelt auf dem Gitterboden.


    Seit ich einmal versucht habe, eine in Eiablage befindliche Zuchtkönigin in einen vermeintlich sicheren Ableger (frei von Drohnenmütterchen) einzuweiseln und diese dabei verloren habe, gehe ich diesbezüglich keine Experimente mehr ein.


    Wenn dann nur über einen 24h weisellosen Kunstschwarm oder über Ablegerkasten mit einigen ausgebauten Futter- und Leerwaben.


    Einmal drohenbrütig gewordene Ableger löse ich grundsätzlich auf.


    Wie hat jemand in einen anderen Thread beschrieben:


    Drohnenbrütiger Ableger = Jungköniginnenkillermaschine
    Das trifft es auf dem Punkt !

  • Selbst durch Abkehren der Bienen kann die Gefahr entstehen, dass sich doch noch Afterweiseln einfinden werden.


    Moment, ein buckelbrütiges Volk hat Afterweiseln, ein drohnenbrütiges Volk hat noch eine Königin drin. Sie legt nur schlecht oder gar nicht, was am Alter oder an schlechter Begattung liegen kann. Bei mir war es ungenügende Begattung, in zwei Fällen, demzufolge habe ich die Königin einfach austauschen können, ohne Afterweiseln suchen zu müssen. Bei einer hat es geklappt, bei der anderen nicht.


    Oder bin ich da jetzt auf dem Holzweg?


    Ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit Futterteig aus Puderzucker und Honig gemacht. Mit ein bisschen Übung hat man die richtige Mischung bald im Gefühl. Nur Puderzucker mit Wasser gemischt wird in kurzer Zeit steinhart und dann wird die Königin ewig nicht ausgefressen.


    link-ue : Nach nochmaligem Lesen vermute ich, dass Dein Volk nicht drohnenbrütig, sondern buckelbrütig war. Dann eine Königin einzuweiseln ist sehr schwierig. Ich würde dieses Volk auch eher auflösen, das Risiko ist zu groß.