Frage zu Melezitose-Honig umtragen lassen

  • Hallo,


    wie ist das mit dem Umtragen lassen von Melezitosehonig:


    Habe vorgestern solche Honigräume mit etwa 40-50% Zementhonig in den Zellen aufgesetzt über Leerzarge und kleines Zugangsloch.
    Vorhin kontrolliert - die beiden aufgesetzten Honigzargen sind zwar voller Bienen, immerhin schon weitgehend trocken aber der feste Honig ist nach meinem ersten Eindruck noch weitgehend unverändert drin.


    Meine Hoffnung ist, wenn da noch so viele Bienen sitzen obwohl die Räume ja weit weg vom Brutnest sind, tun sie noch was. Aber was?


    Tragen die Bienen nach und nach auch die festen Bestandteile um, sprich lösen sie die Kristalle auf oder schlabbern sie nur das noch halbwegs feuchte weg?
    Und wie lange dauert es ungefähr, bis etwa 40-50% mit Zement zugesetzte Waben halbwegs leer sind, vorausgesetzt es herrscht draußen keine Tracht und die Völker sind normal bis leicht überdurchschnittlich stark?


    Gruß
    hornet

  • Sie müssen die Kristalle ja erst wieder "verflüssigen". Hilfreich bei der Hitze ist es auch, wenn du die Waben so alle 2-3 Tage etwas wässerst. Sonst habens die derzeit echt schwer!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Als ich das im Mai / Juni mit Raps hatte, haben die Bienen die Zellen einfach wieder verdeckelt. Ich hoffe, dass es jetzt besser klappt. Werner Gerdes sagt dazu, dass er das Trocken sabbern immer im August macht, da hier der Bien versucht, Futter Brutnestnah zu lagern. Habe damit aber sonst keine Ahnung. Würde mich daher auch interessieren.

  • Hallo,


    ich hatte letztes Jahr das selbe Problem, aber ich muss sagen, es hat echt super geklappt mit dem Umtragenlassen. Meine Vorgehensweise war wie folgt:



    Auf den eigentlichen Honigraum kam eine Leerzarge, dazwischen eine dunkle, lichtundurchlässige Folie, die zu ca. 1/4 zurückgeschlagen wird. Auf die Leerzarge kommt eiine weitere Zarge mit den Meliwaben, allerdings nicht voll bestückt, sondern lediglich mit 4-6 Meliwaben, die schön gleichmäßig verteilt werden(Ich imkere auf Erlanger, 9 Waben, Zander-Hoffman). Bevor die Waben eingehängt werden, hab ich diese für 10-20 min unter Wasser getaucht, tropfnass eingehängt und oben auf den Meli-HR eine durchsichtige Folie gelegt. Die muss man natürlich Räuber-sicher mit Klebeband abdichten. Außerdem muss man aufpassen, dass nicht zu viel Sonne hinkommt, denn sonst schmelzen die wie im Wachsschmelzer. Daher ist das eher zu empfehlen, wenn man ein Bienenhaus hat. Die Bienen holen sich den Honig relativ schnell runter in ihren HR, da man ihnen durch diese Vorgehensweise vorgaukelt, die Waben befänden sich außerhalb ihres Baus. Allerdings muss man schon ein wenig Geduld dafür mitbringen. Alle 2-3 Tage die Waben rausnehmen und satt mit Wasser besprühen, dass hilft ungemein beim Umtragen. In einer bis eineinhalb Wochen waren meine Waben blitzeblank und der gute Waldhonig im HR eingelagert.


    Ich bin auf diese Weise wirklich gut gefahren und kann es nur weiterempfehlen.


    Gruß Mane

  • Ähnlich mache ich das im Moment auch. Das Licht von oben kann man auch weglassen. Geht ebenso und ist einfacher.


    Und ich lasse die tropfnassen Waben noch 24h in einer dichten Plastikbox, damit die Kristalle sich lösen können und der Honig Wasser ziehen kann.

  • Vielen Dank euch allen!


    Das war jetzt alles sehr hilfreich und ich weiß jetzt, es dauert eher 1-2 Wochen und nicht 1-2 Tage.
    Dann werde ich das mit dem Anfeuchten baldmöglichst nachholen!



    Gruß
    hornet

  • 1-2 Tage wäre Wunschdenken, dann würde auch keiner Probleme mit dem Zeug haben und einfach den Honigraum über Folie und Leerzarge hochsetzen, die Waben auf 2 Honigräume locker verteilen und am nächsten Tag unten den flüssigen Honig heraus holen. Es ist Arbeit, weshalb viele davor zurück scheuen :wink: Da gehen verhonigte Brutraumwaben schneller mit dem Umtragen, die können je nach Platzierung in Stunden geleert sein. Sehr schnell geht es bei Platzierung im Boden, gefolgt von unter dem Deckel -wenn also auch das Rähmchen in einer nicht bienentypischen Lage platziert wird.
    Im Boden muss man jedoch beachten, dass dieser von unten geschlossen ist, sonst helfen da auch noch andere beim umtragen :Biene:

    Gruß Markus


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