varroabehandlung und wintervorbereitungen für die Hinterbehandlungsbeuten

  • Hallo zusammen,
    ich bin hier neu im Forum und auch neu in die Imkerei eingestiegen. Mein Vater ist plötzlich und kürzlich gestorben, die Bienen gehören nun aber trotzdem versorgt. Was ich auch gerne tu. Jetzt ist es nur so, dass mein Vater noch Hinterbehandlungsbeuten hatte und ich das ganze sehr umständlich finde. Ich weiss nun nicht wie ich die Varroabehandlung machen soll. Mein Konzept wäre folgendes:
    1. Behandlung (ab nächstes Wochenende nach dem Abschleudern) mit 60%iger Ameisensäure (Liebig-Dispenser)
    2. Behandlung mit ApiVar
    und Winterbehandlung (brutfrei) dann mit Oxalsäure.


    Ein Bekannter gab mir noch den Tip, dass ich das Volk zweiräumig überwintern soll, da es sehr stark ist und es sonst zu eng wird. Was meint ihr dazu?
    Wo gebe ich denn dann den Liebig-Dispenser hin? Obiger Raum (Honigraum)? Erst ein paar Futterwaben rein und dann den Dispenser? Muss ich dann nach unten was reinmachen?


    Nach der Behandlung? Wie hänge ich wo Waben rein? Ich hab zwar den Bekannten, der mir echt schon wahnsinnig weitergeholfen hat, bin aber über alle Meinungen/Tipps dankbar. Vor allem von welchen, die selbst Hinterbehandlungsbeuten haben und hier erfolgreich die Varroabehandlung durchgeführt haben.


    Ab nächstes Jahr werde ich dann wohl umsteigen, denn die "Rausnehmerei" mit den Waben macht mich jetzt schon wahnsinnig.


    Vielen Dank für eure Antworten
    Liebe Grüße
    Steph (jetzt im Bienenhaus)

  • Hallo, kurz und schmerzlos, wenn du sowieso umstellen willst, die Völker verkunstschwarmen und die Brut in Brutscheunen auslaufen lassen. Dann hast du neue Magazine, neuen Wabenbau, Varroa ist behandelt. Nur dein Konto ist ein wenig schlanker, aber du willst ja sowieso umsteigen. Noch geht es von der Zeit.
    Der L Disperser taugt nichts mit der 60% Säure, besser wäre der Nassenheider.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Nein.
    Du kanns doch nicht von einem blutigen Anfänger erwarten, er solle Kunstschwärme erstellen.
    Das wird nichts.
    Man muss sich erst mal an die Bienen gewöhnen.


    Dies ist ein typischer Fall, wo Amitraz-Streifen angezeigt sind. Reinhängen und gut.
    So hat man die Bienen behandelt und Zeit gewonnen um Erfahrungen mit Bienen zu sammeln.
    Nächstes Jahr dann, im Sommer, üben die KS zu machen.

  • Ich denke, die Frage ist ob der Steph sich so eine große Aktion schon zutraut. Prinzipiell wäre das natürlich schon die konsquenteste Lösung.


    Und wie stark die emotionale Beziehung zu den Bienen ist... einfach verkaufen wäre auch möglich.


    Aus der Ferne und in Anbetracht, daß das Wetter ganz gut aussieht würde ich zur Thymolbehandlung raten.


    Gruß Jörg

  • 1. Behandlung (ab nächstes Wochenende nach dem Abschleudern) mit 60%iger Ameisensäure (Liebig-Dispenser)


    Der Nassenheider, den man in ein leeres Rähmchen einklemmen kann, ist besser geeignet.
    So sieht er aus:
    http://bienen.mirkoseidl.de/20121010145609.jpg
    Einfach den Dispenser an das Brutnest hängen.


    Ein Bekannter gab mir noch den Tip, dass ich das Volk zweiräumig überwintern soll, da es sehr stark ist und es sonst zu eng wird. Was meint ihr dazu?


    Ja. zweiräumig überwintern bei starken Völkern ist Standard.


    Nach der Behandlung? Wie hänge ich wo Waben rein?


    ...sorry, die Frage verstehe ich nicht. Welche Waben? Und warum sollten Waben wieder reingehangen werden?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Ich glaub, ich werd falsch verstanden.
    Natürlich bin ich wehement gegen Amitraz, als Standart-Behandlung.


    Man sollte sich diese Medikamente für Notfälle vorenthalten. So wie in diesem speziellen Fall, wo ein Nicht-Imker Bienen erbt, diese aber über den Winter bringen will, und womöglich kein Pate bereitsteht.

  • Hallo,
    erstmal vielen Dank für die vielen (nun doch recht unterschiedlichen) Ansichten, Meinungen und Tipps.
    Von "wald&wiese" finde ich für meine Zwecke am besten geeignet. WErde mir wohl den nassenheider zulegen. Ist für zwei Völker ja erschwinglich.
    Bei der Frage mit den Waben meinte ich, wie ich das mit dem zweiräumig mache. Wo hänge ich welche Waben rein? (Brut- und Futterwaben...)
    Nochmals vielen Dank für eure Antworten
    Liebe Grüße
    Steph

  • Hallo,
    erstmal vielen Dank für die vielen (nun doch recht unterschiedlichen) Ansichten, Meinungen und Tipps.
    Von "wald&wiese" finde ich für meine Zwecke am besten geeignet. WErde mir wohl den nassenheider zulegen. Ist für zwei Völker ja erschwinglich.
    Bei der Frage mit den Waben meinte ich, wie ich das mit dem zweiräumig mache. Wo hänge ich welche Waben rein? (Brut- und Futterwaben...)
    Nochmals vielen Dank für eure Antworten
    Liebe Grüße
    Steph

  • Bei der Frage mit den Waben meinte ich, wie ich das mit dem zweiräumig mache. Wo hänge ich welche Waben rein? (Brut- und Futterwaben...)


    ... alles so lassen, wie es die Bienen sich selber eingerichtet haben. Mit einer Ausnahme: Unbebrütete Waben ans Fenster hängen (oder ganz rausnehmen aus den Völkern).
    Und nicht vergessen: Das Absperrgitter zwischen Honig- und Brutraum muß auch unbedingt entfernt werden.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo, jetzt hab ich prompt noch eine Frage: ich hab mir den nassenheider besorgt. Häng ich den nur unten in den Brutraum oder auch oben in den Honigraum? Dann bräuchte ich für jedes Volk zwei nassenheider?? Wo häng ich die bei der hunterbehandlungsbeute überhaupts rein? Vorne, Mitte, hinten? Macht es einen Unterschied? Ich denk mir mal zu nah am Flugloch wäre ungünstig, da die Säure dann zu schnell verflüchtigt, oder??
    Vielen Dank nochmal für die Hilfe, steh halt mit meinem Wissen komplett am Anfang...
    Liebe grüße
    Steph

  • Häng ich den nur unten in den Brutraum oder auch oben in den Honigraum? Dann bräuchte ich für jedes Volk zwei nassenheider?? Wo häng ich die bei der hunterbehandlungsbeute überhaupts rein? Vorne, Mitte, hinten? Macht es einen Unterschied? Ich denk mir mal zu nah am Flugloch wäre ungünstig, da die Säure dann zu schnell verflüchtigt, oder??..


    ... in jeden Raum einen oder aber in den Raum mit Brut (wenn in beiden Räumen Brut, dann in den oberen Raum - AS ist schwerer als Luft und sinkt nach unten).
    Man hängt ihn ans Brutnest. Also Fenster auf, Honigwaben entnehmen, wenn Brut kommt, den Verdunster in das Volk, Honigwaben wieder zurück. Also eher fensternah und fluglochfern.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"