Charge

  • Liebe Kollegen/innen


    Kann mir jemand helfen bei der Eingrenzung des Begriffs "Honigcharge"?


    Ist das der Honig, den ich insgesamt an einem Tag schleudere?
    Ist das der Honig, den ich an einem Tag von einem Stand schleudere?
    Ist das der Honig, den ich an einem Tag von einem Volk schleudere?


    Muss ich von jeder Charge eine Probe zurückstellen?


    Eure Hilfe würde mir das Suchen in Vorschriften und Statuten ersparen.


    Für Eure Hilfe vielen Dank


    Imkergruß


    A. Collard

  • Die Los-Kennzeichnungs-Verordnung definiert das so:
    "Ein Los (= Charge) ist die Gesamtheit von Verkaufseinheiten eines Lebensmittels, das unter praktisch gleichen
    Bedingungen erzeugt, hergestellt oder verpackt wurde. Das Los wird vom Erzeuger, Hersteller, Verpacker oder
    ersten im Inland niedergelassenen Verkäufer des betreffenden Lebensmittels festgelegt."


    Letztendlich bestimmst also Du, was ein Los ist. Ich behandle immer die gesamte Ernte einer Tracht als ein Los, habe aber nur einen Bienenstand.


    Für Honig gibt es übrigens keine Pflicht, Rückstellproben zu machen. Ich sehe auch nicht, dass das Sinn macht. Es geht hier ja um Haftungsfragen. Aber wann geht von Honig ein Gesundheitsgefährdung aus?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo !


    Die Los-Kennzeichnungs-Verordnung definiert das so:
    "Ein Los (= Charge) ist die Gesamtheit von Verkaufseinheiten eines Lebensmittels, das unter praktisch gleichen
    Bedingungen erzeugt, hergestellt oder verpackt wurde. Das Los wird vom Erzeuger, Hersteller, Verpacker oder
    ersten im Inland niedergelassenen Verkäufer des betreffenden Lebensmittels festgelegt."


    Letztendlich bestimmst also Du, was ein Los ist.


    Genau so, deshalb ist hier die Vorgehensweise, bei den wenigen Imkern die Chargen vergeben sehr unterschiedlich.


    Ich behandle immer die gesamte Ernte einer Tracht als ein Los, habe aber nur einen Bienenstand.


    Ähnlich bei uns, eine Charge = einemal Schleudern von einem Stand.


    Beim abfüllen werden dann ggf. aus der einer Schleudercharge
    mehrere Verkaufschargen.


    Wolfgang


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Vorteil einer großen Chargeneinteilung (z.B. Frühtracht Jahr XY) ist, dass man nur eine Charge hat.
    Nachteil halt: bei einer "Rückrufaktion" ist die komplette Ernte betroffen.


    Ich nehme immer eine Abfüllung, da ich auf einmal so 25kg abfülle, sind das +-50 Gläser, die alle den gleichen Datumsstempel draufbekommen.


    Stefan

  • ...Aber wann geht von Honig ein Gesundheitsgefährdung aus?


    Wolfgang


    z.B. wenn jemand nicht weiß was man unter Säugling versteht?


    und zu viel Geld für einen Anwalt hat?


    PS diesen Kommentar bitte nicht so ernst nehmen

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Wo hast Du denn das gelesen?


    Bestimmt schon mehrfach hier im Forum und so weit ich mich erinnere, wurde das auch im Honigkurs gesagt.


    So wie ich es jetzt rauslese, u.a. auch hier, ist es aber keine Pflicht, sondern nur empfohlen.


    Hat irgendjemand von euch schon mal auf so eine Rückstellprobe zurückgreifen müssen?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • D.h der Honig hatte keine Mängel, sondern die Kunden hatten sich nur geschmacklich etwas anderes vorgestellt?

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • ja so ungefähr


    aber jedes mal eben auch mit dem WKD angetanzt


    Doch ich konnte es eben belegen, dass die Laboranalyse jedes mal richtig war!
    Dank der vorhandenen Rückstellproben hat dann auch der WKD es akzeptiert.


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!