Varroa Behandlung - DADANT - Oxalsäuere

  • Hallo zusammen,


    zum Thema Varroa Behandlung gibts ja so einiges im Netz zu lesen.
    Aber das richtige für mich bzw. meine Völker habe ich noch nicht gefunden.


    Auf die Ameisensäure möchte ich gerne verzichten. Also bleibt nur MS oder OS. OS ist vorhanden und wird bevorzugt.
    Geimkert wird mit 12er Dadant.


    Was mir gefällt ist die Methode Teilen und Behandeln vom Liebig.
    Mit Dadant nicht ganz so einfach, was gibt es noch für Möglichkeiten mit Dadant bzw. wie sehen eure Erfahrungen damit aus?


    Mein Plan für die Behandlung:
    Alle Brutwaben raus aus der Dadantbeute, ein paar Mittelwände hinzugeben. Somit ist das Volk Brutfrei und wird behandelt.
    Mit den Brutwaben wäre ich so vorgegangen:
    Brutwaben mit ein paar Bienen in einen Ablegerkasten vom Stand ca. 3Km entfernt aufstellen.
    Bienen ziehen eine neue Königin ran. Wenn das Volk Brutfrei ist, Behandeln.
    Nach der Behandlung einfach alle Waben in das andere Volk einhängen incl. Königin.
    Die neue Königin bzw. die stärkere tötet die Schwächere bzw. Ältere.
    Danach auffüttern.


    Was haltet ihr davon so vorzugehen, ist im Prinzip die Liebig Methode nur hänge ich die Rähmchen halt rein anstatt eine Zarge drauf zu stellen.
    Bessere Alternativen?
    Was ich gut finde, ich habe auch gleich eine neue Königin.


    Vielen Dank für die Mithilfe


    Michael

    JEDER FÄNGT MAL AN..... SCHLIMM IST NUR, WENN MAN MITTEN DRIN AUFHÖRT!!!

  • Michael,


    ja, Du hast dann eventuell eine neue Königin, aber mit fraglicher Qualität.
    Bei vielen Völkern ist die Drohnenschlacht schon voll im Gange. Die Begattung ist also nicht garantiert.


    Außerdem: Beim Zusammentreffen der beiden Königinnen, können auch beide zu Schaden kommen oder die Königin mit den schlechteren Eigenschaften überlebt.


    Das ist doch eher ein Glücksspiel als eine sichere Aktion.


    Wenn die alte Königin weg soll, würde ich die jetzt nicht mehr durch eine unkontrollierte Nachzucht ersetzen, sondern gezielt umweiseln.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)


  • Hallo Hans,
    danke für deinen Beitrag, am Donnerstag wurde das so den Jungimkern im Imkerkurs beigebracht. Allerdings mit der Zanderbeute.
    Zarge drauf und gut ist -> die Stärkere gewinnt.


    Aber ich muss dir da voll Recht geben.... ein Glücksspiel und wer weiss ob die Gewinnerin unbeschadet bleibt.
    Wie kann ich noch die Ameisensäure umgehen, was auch Funktioniert?
    Alle Brutbretter raus und dann behandeln? Macht das Sinn? Was tun mit der Brut? Hier schwäche ich das Volk doch zu sehr... oder?

    JEDER FÄNGT MAL AN..... SCHLIMM IST NUR, WENN MAN MITTEN DRIN AUFHÖRT!!!

  • Hallo Michael,


    wenn es dir um das Behandeln gegen Varroa ohne AS geht, so würde ich dir die Behandlung mit Thymol (natürlicher ätherischer Wirkstoff im Thymian). Das kann während der Brutphase geschehen. Die mit dem Wirkstoff getränkten Plätzchen (Thymovar oder ApiLive Var) oben auf den Waben legen. Die Behandlung nach ca. 2 Wochen wiederholen. Mit der Behandlung umbedingt erst nach der Honigernte beginnen, da sonst eine Beeinträchtigung des Honigs erfolgen kann.


    In der brutfreien Zeit (Dezember oder Januar) bei niedrigen Temperaturen dann die Behandlung mit OS durchführen. Durch diese Kombination sollte der Varroadruck im Volk nahezu Null sein.


    Um zur Varroabehandlung einen Ableger zu bilden ist im Mai eine gute Möglichkeit. Dem Muttervolk werden die Milben entfernt (da hauptsächlich in der Brut). Der Ableger kann gezielt mit MS behandelt werden. Eine Behandlung mit OS ist in der Zeit ohne Brut möglich (alte Brut geschlüpft und neue Kö noch nicht in Eiablage).


    Viel Erfolg
    Grüße
    Bienengold

  • Hallo Michael,


    wenn es dir um das Behandeln gegen Varroa ohne AS geht, so würde ich dir die Behandlung mit Thymol (natürlicher ätherischer Wirkstoff im Thymian). Das kann während der Brutphase geschehen. Die mit dem Wirkstoff getränkten Plätzchen (Thymovar oder ApiLive Var) oben auf den Waben legen. Die Behandlung nach ca. 2 Wochen wiederholen. Mit der Behandlung umbedingt erst nach der Honigernte beginnen, da sonst eine Beeinträchtigung des Honigs erfolgen kann.


    Grüße
    Bienengold


    Hallo,


    habe schon gehört das der Geschmack vom Thymol im Honig sein kann, feine Zungen würden das anscheinend schnell schmecken.
    Ist das so oder nur Einbildung?


    Wäre gern bei Oxalsäuere geblieben, da ich die auch auf Vorrat habe.

    JEDER FÄNGT MAL AN..... SCHLIMM IST NUR, WENN MAN MITTEN DRIN AUFHÖRT!!!

  • Hallo Michael,


    keine Panik wegen der Geschmacksbeeinträchtigung. Da die Behandlung nach der Honigernte gemacht wird und spätestens Anfang September zuende sein sollte, ist sichergestellt, dass kein Thymol in die Honigwaben gelangt. Da der Wirkstoff ein ätherischer Stoff ist, verflüchtigt er sich mit der Zeit. Bis zu Beginn der neuen Saison (Frühtracht) sollte alles verflogen sein.
    Weiterhin ist Thymol ein natürlicher Bestandteil des Thymians und sofern deine Bienen Thymianblüten anfliegen auch in Spuren im Honig zu finden.
    Ich habe bisher jedenfalls kein Thymolgeschmach im Honig wahrgenommen.


    Grüße
    Bienengold

  • Habe mal etwas nachgelesen zum Thema Thymol. Bin da jetzt nicht so überzeugt davon.
    Wurde bei Oxalsäure bleiben, nur die genaue Vorgehensweise bzw. welche Methoden es noch gibt zur Behandlung wurde mich interesieren.

    JEDER FÄNGT MAL AN..... SCHLIMM IST NUR, WENN MAN MITTEN DRIN AUFHÖRT!!!

  • In der brutfreien Zeit (Dezember oder Januar) bei niedrigen Temperaturen dann die Behandlung mit OS durchführen. Durch diese Kombination sollte der Varroadruck im Volk nahezu Null sein.


    Viel Erfolg
    Grüße
    Bienengold


    Hallo Bienengold. Auch dir dürfte bekannt sein das eine Behandlung mit OS bis zum Jahresende, also zum 31.12. abgeschlossen sein muß, da du bei der Behandlung im Januar den anschließend gewonnenen Honig nicht mehr verkaufen oder verschenken darfst.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Von Tymol kann ich nur abraten, da sind bereits resistenzen vorhanden, auch bleibt das Tymol im Wachs hängen.
    Ich würde die Königin käfigen, sobald das Volk brutfrei ist behandeln, und die Königinn wieder laufen lassen.

    Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht laut Garfield

  • Von Tymol kann ich nur abraten, da sind bereits resistenzen vorhanden, auch bleibt das Tymol im Wachs hängen.
    Ich würde die Königin käfigen, sobald das Volk brutfrei ist behandeln, und die Königinn wieder laufen lassen.


    Hallo Biene. Eine Königin kannst du nicht über so einen langen Zeitraum Käfigen, dann ist sie für die Bienen nix mehr wert und wird von den Bienen getötet.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo,


    Du schwächst das Volk jetzt nicht mit der Brutentnahme, wichtig ist, dass die eine vollwertige, legende Königin behalten/bekommen am alten Standplatz.
    Entnommen werden die Brutwaben, nachdem sie einmal kurz abgeklopft wurden, dann sitzen darauf immer noch genügend Bienen zur weiteren Pflege.
    Alles andere fliegt dem alten Standort zu bzw. in die alte Beute und auf die neuen MW darin. Eine Leerwabe oder zwei hilft beim schnellen Start.
    Das Ganze geht bei Dadant sehr wohl. Man muss mal ein bisschen logisch denken, die Welt besteht nicht ausschließlich aus zwei Bruträumen:cool:
    Letztlich ist es eine TBE, die in Dadant findet man nochmal hier schön beschrieben.


    Und die Brutscheune kann sehr wohl und sehr gut nachziehen, (wenn es eine gute Königin ist, wohlgemerkt, von der die Brut stammt)
    mehr Pflege und Jungbienen auf einem Haufen hat kein einziger sonst so nach Empfehlungen erstellter Popel-Mini-Ableger aus dem Mai!! Muckelig warm hat sie es zwischen so viel Brut bestimmt.
    Und es gibt aktuell noch genug Drohnen, da würde ich mir keine Sorgen machen; die Begattung klappt noch. Besser als manche zu früh versuchten Aktionen im April allemal!


    Brutfreiheit abwarten und OS spühen oder verdampfen und gut.
    Die Brutscheune kann man sehr schön mit Thymolpräparaten behandeln, weil man dann auch die schlüpfenden Milben schon bekämpft und nicht erst kommt, wenn alle ausgelaufen sind, in der Zwischenzeit saugen und schädigen die bereits geschlüpften weiter die Jungbienen, die doch noch verwendet werden möchten, und die vielleicht keine Milbe bereits in ihrer Brutzelle hatten.
    Letztlich kann man die Brut auch verwerfen, insbesondere bei hohem Befall. Auch wenn sich das brutal anhört.
    Es ist auf einen Schlag "tabula rasa" und in mancher Situation und manchem Fall besser, als ewig herumzuwerkeln für geschädigte und infizierte Bienen, die noch überführet werden sollen.
    Manch einer, der die erste TBE gemacht hat, soll sich gewundert haben, wo die Bienenmassen aus der Brutscheune so nach und nach alle geblieben sind...:-(


    Viel Erfolg


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Biene. Eine Königin kannst du nicht über so einen langen Zeitraum Käfigen, dann ist sie für die Bienen nix mehr wert und wird von den Bienen getötet.


    Gruß Josef


    Hallo Josef
    Wenn man die Königin zu jetzigen zeitraum im Volk Käfigt, geht das ohne Probleme, wurde hier von diversen Imkern schon merfach so gehandhabt.


    gruss Urs

    Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht laut Garfield

  • öööhm, wie oft und wie lange denn?


    Machbar ist ja viel, funktionieren tut auch ne Menge aber So was ist cheyse!


    Gekäfigte Königinnen, aus voller Eilage geholt und ausgebremst,
    haben mindestens mal STRESS und zwar nicht zu knapp, und das auch noch lang anhaltend.
    Kann überhaupt nicht gut sein.


    Meiner bescheidenen Meinung nach kann man die anschließend vergessen. Wenn die Bienen nicht schon vorher der Meinung sind...
    Bereits einige Versandköniginnen erleiden nur aufgrund der langen Käfigungen einen Qualitätsrückschritt und die unerklärlichen Nicht-Annahmen dieser Versandqueens und Umweiselungsversuche im Anschluss sind vermutlich oft genau dieser Tatsache zuzuschreiben.


    Es geht nichts über selbst abholen oder selbst gezogene, die schnell von a nach b kommen. Da hilft die ganze Traumaufzucht nichts.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper